Puma: Starkes Umsatzwachstum trotz globaler Liefer-Probleme
Puma
Ein Schuh des Sportartikelherstellers Puma SE ist am Rande der Bilanz-Pressekonferenz ausgestellt.
Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild
Herzogenaurach – Puma ist dank einer starken Nachfrage nach Sportmode und -waren im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Den Problemen in den globalen Lieferketten trotzte der Rivale von Adidas. Der Umsatz stieg 2021 auf Basis vorläufiger Zahlen währungsbereinigt um fast ein Drittel auf 6,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Vor Zinsen und Steuern blieben 557 Millionen Euro hängen und damit fast 170 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis erreichten damit laut Puma Rekordwerte. Das operative Ergebnis übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich.

Damit lief es trotz weiterhin bestehender Probleme in den Lieferketten deutlich besser als gedacht. Angesichts des Puma-Jahresausblicks von Ende Oktober war im Schlussquartal auch ein operativer Verlust denkbar gewesen. So waren im Sommer wegen der Corona-Pandemie Fabriken in Südvietnam über mehrere Wochen geschlossen. Die damit verbundenen Produktionsausfälle wirkten nach. Hinzu kommt eine schwierige Liefersituation mit hohen Frachtraten, unzureichenden Kapazitäten und überlasteten Häfen, die auch aktuell noch viele Branchen trifft.

Zudem war Puma im Jahresverlauf mit einer schwierigen Situation in China konfrontiert: So hatten Boykottaufrufe gegen westliche Marken aus dem Frühjahr, die durch politische Spannungen zwischen westlichen Staaten und China ausgelöst worden waren, im Sommer nachgewirkt. Rückenwind kam indes etwa im dritten Quartal durch ein starkes Wachstum in der Region Amerika.

Detaillierte Zahlen und der Ausblick auf 2022 sollen am 23. Februar veröffentlicht werden.

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