Ramona Hofmeister zu Olympia: «Viele negative Gefühle»
Verabschiedung von Sportlern nach Peking
Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern, und Ramona Hofmeister (Snowboard-Race) nehmen an der Verabschiedung der Sportler und Sportlerinnen nach Peking teil.
Foto: Sven Hoppe/dpa
München – Snowboarderin und Vizeweltmeisterin Ramona Hofmeister blickt mit gemischten Gefühlen auf die in rund zwei Wochen beginnenden Olympischen Winterspiele in Peking. «Klar freue ich mich wahnsinnig auf den Wettkampf, aber ich habe coronabedingt viele negative Gefühle außenrum. Die Vorfreude auf die Spiele ist geringer als vor vier Jahren», sagte die deutsche Medaillenanwärterin am Dienstag in München, wo Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (CSU) die Athleten der Bayerischen Polizei nach Peking verabschiedete.

Um das Saison-Highlight vom 4. bis zum 20. Februar nicht zu gefährden, begeben sich die Snowboarder vor Abflug in eine Art Blase. «Beim Vorbereitungslehrgang in Südtirol hat jeder ein Einzelzimmer. Wir reisen alle mit extra Autos an und halten den Kontakt bis zum Abflug so gering wie möglich», sagte die 25 Jahre alte Gesamtweltcupsiegerin, die in Peking zu den Favoritinnen im Parallel-Riesenslalom zählt.

In China wird jeder Olympia-Teilnehmer täglich auf das Coronavirus getestet. «Da schwingt schon Angst mit», bestätigte Hofmeisters Teamkollegin Melanie Hochreiter. Es sei die größte Gefahr, auf einmal einen positiven Test zu bekommen. «Dann platzt der Traum von einem auf den anderen Moment.»

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