Bundesnetzagentur
Regionaler Gasmangel: Behördenchef widerspricht Dobrindt
Gasherd
Eine Gasflamme brennt auf einem Küchenherd.
Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild
Bonn/Berlin – Die Bundesnetzagentur hat Äußerungen von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt zurückgewiesen, wonach die Behörde im Fall einer Gasmangellage den Süden und Osten bei der Gaszuteilung benachteiligen will. «Die Bundesnetzagentur ist für ganz Deutschland da, und sie wird für ganz Deutschland alles tun, dass es nicht zu einer bundesweiten oder regionalen Gasmangellage kommt», sagte Behördenpräsident Klaus Müller am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Ich denke, das weiß auch jeder.»

Die CSU im Bundestag hatte die Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP aufgefordert, eine Benachteiligung einzelner Regionen bei der Gasversorgung in diesem Winter zu verhindern. «Die Bundesnetzagentur macht klar, dass sie den Süden und den Osten Deutschlands bei der Energieverteilung benachteiligen will», hatte Dobrindt der dpa gesagt. Dies sei nicht akzeptabel.

Der CSU-Politiker bezog sich damit auf ein Interview des Portals T-Online, in dem Müller gesagt hatte, dass nicht zwingend eine bundesweite Gasmangellage eintreten müsse. «Regional könnte es durchaus Gasmangellagen geben. Vermutlich wären die Einschränkungen erst einmal temporär und können auch wieder enden oder mehrfach auftreten. Wir müssen in diesem Fall dafür sorgen, dass wir das Gas gut durchs Land transportiert bekommen.»

Dobrindt forderte, die Bundesregierung müsse klarstellen, was die Aussage der Netzagentur konkret bedeuten solle. Sie müsse zudem «dafür sorgen, dass diese offensichtlich vorbereiteten regionalen Benachteiligungen umgehend gestoppt werden». CSU-Politiker fürchten seit längerem eine Benachteiligung bei der Energieversorgung und werfen der Bundesregierung vor, Bayern so schwächen zu wollen.

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