Theater mit Auflagen
Saisonstart auf Frankens Bühnen
Mit Roland Schimmelpfennigs Stück „Der Riss durch die Welt“ will das E.T.A.Hoffmann-Theater wieder auf die Bühne zurückkehren.
Mit Roland Schimmelpfennigs Stück „Der Riss durch die Welt“ will das E.T.A.Hoffmann-Theater in Bamberg wieder auf die Bühne zurückkehren.
Foto: Martin Kaufhold
Bamberg/Erlangen – Theater und Freilichtbühnen dürfen unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen. Ein Überblick auf das, was sich auf Frankens Bühnen abspielen wird.

Nach über einem halben Jahr Lockdown können Theater mit Einschränkungen wieder öffnen. Auch Kultur im Freien ist unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Aufatmen ist aber noch nicht angesagt: FFP2-Masken und Hygienekonzepte bleiben nach wie vor Pflicht. Zudem muss die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis beziehungsweise in der betreffenden kreisfreien Stadt stabil unter 100 liegen und die Abstände müssen eingehalten werden. Für einige Theater bedeutet das einen Bruchteil der üblichen Besucher.

Feuchtwanger Kreuzgangspiele:

Die traditionsreichen Kreuzgangspiele im mittelfränkischen Feuchtwangen starten am 3. Juni mit der Premiere von Bram Stokers «Dracula». In der Woche danach folgen die Premieren von William Shakespeares «Ende gut, alles gut» und von dem Kinderstück «Das Sams – Eine Woche voller Samstage». Fünf Stücke stehen in der Spielzeit bis zum 15. August vor der Kulisse des romanischen Kloster-Kreuzgangs auf dem Spielplan.

E.T.A. Hoffmann Theater Bamberg:

Die Calderón-Spiele 2021 beginnen am 25. Juni mit Shakespeares Komödie «Was ihr wollt» in der Alten Hofhaltung Bamberg. Schon vergangene Woche feierte das Theater mit dem Stück «Der Riss durch die Welt» Premiere. Die Wiedereröffnung war dem Theater zufolge ein emotionaler Augenblick - für die Mitarbeiter und das Publikum.

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Staatstheater Nürnberg:

Wann der Vorhang im Staatstheater Nürnberg wieder hoch geht, hängt davon ab, wann die Sieben-Tage-Inzidenz der Großstadt stabil unter 100 liegt. Erst dann könnten erste Öffnungsschritte geplant werden, hieß es auf der Homepage. Solange setzt das Staatstheater unter anderem auf seinen «Digitalen Fundus», der Einblicke in Proben, Trainingseinheiten und den Alltag der Künstler gibt.

Markgrafentheater Erlangen:

Nach Lesungen, interaktiven Inszenierungen und Gesprächsformaten auf der Videoplattform Zoom startet das Markgrafentheater Erlangen mit fünf Vorstellungen von «Bartholomäusnacht – ein Requiem» am 30. Mai in die analoge Spielsaison.

Mainfrankentheater Würzburg:

Mit Humor ist das Mainfrankentheater in Würzburg vergangenes Wochenende in die neue Saison gestartet - unter anderem mit der Kabarettoper «Rufen Sie Herrn Plim!». Dabei ist den Betreibern wegen des Wirbels um die deutlich höheren Sanierungskosten wohl gerade wenig zum Schmunzeln. Etwa 72 Millionen Euro waren für die Sanierung anfangs vorgesehen - nun sollen es bis zu 96,5 Millionen Euro werden.

Torturmtheater Sommerhausen:

Eines der kleinsten Theater Deutschlands ist schon am Freitag in die neue Saison gestartet. Das Torturmtheater liegt in einem Torbogen der mittelalterlichen Stadtmauer in Sommerhausen im Landkreis Würzburg und bietet bei Normalbetrieb rund 60 Plätze - in diesem Jahr aber wohl nur die Hälfte. Auch die 20 Quadratmeter-Bühne verkleinere sich, da zur Einhaltung der Hygienevorschriften im Foyer gespielt werden muss.

Theater Hof:

Mit der Premiere des Ballettabends «Chaplin!» plant das oberfränkische Theater Hof am 29. Mai in die Wiedereröffnung zu starten. Auch am Tag danach bleibt es humoristisch mit den «Känguru-Chroniken» und einer weiteren Aufführung von «Chaplin!».

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