2. Bundesliga
Schneider glückt mit Greuther Fürth die Befreiung
SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn 07
Fürths Branimir Hrgota (Mitte r) jubelt mit seinem Teamkollegen Damian Michalski über sein Tor zum 2:1.
Foto: Jens Niering/dpa
von dpa
Fürth – Der erste Saisonsieg sorgt in Fürth für «große Erleichterung». Die Fans feiern ihre Mannschaft nach dem 2:1 gegen Paderborn. Der stolze Trainer dankt seinem Kapitän und hat eine «Botschaft» parat.

Marc Schneider ballte nach dem Schlusspfiff jubelnd die Fäuste und umarmte danach dankbar und glücklich Matchwinner Branimir Hrgota. Dem Trainer aus der Schweiz ist mit der SpVgg Greuther Fürth in der 2. Fußball-Bundesliga in einer extremen Drucksituation der dringend benötigte erste Saisonsieg gelungen - und das gegen den bisherigen Spitzenreiter SC Paderborn. «Es geht nicht nur um mich, alle können sich freuen über diesen ersten Sieg», sagte Schneider.

Kapitän Hrgota war am Sonntag beim 2:1 (1:1) im Ronhof nach seinem Siegtor in der 73. Minute der gefeierte Spieler beim bislang erfolglosen Bundesliga-Absteiger, der mit sieben Punkten zunächst einmal auf den vorletzten Tabellenplatz vorrückte. Die 8530 Zuschauer im Sportpark Ronhof feierten ihr Team nach Spielende.

«Endlich hat sich die Mannschaft belohnt», sagte Schneider, der von einer «großen Erleichterung» sprach: «Ich bin einfach nur stolz und glücklich, dass wir endlich den ersten Sieg holen konnten.»

Aus der Fürther Kabine dröhnte danach laute Musik. «Wir wollten den Sieg unbedingt, gerade hier zuhause. Wir wollten zeigen, wir sind nicht so schlecht», sagte der starke Hrgota, der befand: «Wir haben über 90 Minuten ein sehr gutes Spiel abgeliefert.»

Damian Michalski köpfte die Fürther nach einer Flanke von Simon Asta im Anschluss an eine Ecke in Führung (43.). Es war bereits das zweite Tor des neuen Innenverteidigers im dritten Spiel für die Franken. Für die Gäste glich Dennis Srbeny nach einem feinen Spielzug der besten Offensive der Liga kurz nach dem Seitenwechsel aus (49.).

In der Länderspielpause können die Fürther nun neue Kraft schöpfen, um danach die Wende fortzusetzen. «Wir wissen, es ist nichts gewonnen mit diesem Sieg. Das ist die Botschaft», sagte Schneider. Immerhin kann er nun zwei Wochen lang in Ruhe mit den Spielern arbeiten. «Die Mannschaft bringt so viel mit», sagte er zum vorhandenen Potenzial.

Zielstrebig und entschlossen trat die Kleeblatt-Elf auf. Sie erarbeitete sich einige Torchancen. Die beste vergab Dickson Abiama freigespielt von Hrgota mit einem krachenden Schuss an die Latte (20.). «Ich hätte ihm das Tor von Herzen gegönnt», sagte Schneider zum Fehlschuss des Angreifers. Paderborns Angriffsmaschine lief nur schleppend an, die Fürther Defensive stand insgesamt recht stabil.

Torwart Leon Schaffran, der den erkrankten Andreas Linde vertrat, war bei seinem Startelfdebüt nur beim Flachschuss von Srbeny machtlos. Hrgota belohnte seine Mannschaft schließlich mit seinem abgefälschten Treffer aus der Drehung. «Glück muss man auch erzwingen», sagte er.

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