Söder mit Bund-Länder-Runde unzufrieden
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht bei einer Kabinettssitzung in der bayerischen Staatskanzlei.
Foto: Tobias Hase/dpa/Archivbild
Berlin – Nach dem Spitzentreffen von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie hat sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder unzufrieden geäußert. Es «war unbefriedigend, weil wir erneut nur vertagt haben», sagte er am Montagabend in den ARD-«Tagesthemen». Seine Frage sei schon vor Wochen gewesen: «Was müssen wir jetzt ändern?» Da die inzwischen vorherrschende Omikron-Variante offenbar weniger aggressiv und auch milder im Verlauf als frühere Corona-Varianten sei, sei es nicht mehr wie im vergangenen Jahr angebracht, «mit Zusperren alles zu lösen», sagte der CSU-Vorsitzende. «Wir müssen uns einen klügeren Weg überlegen».

Es sei auch nicht befriedigend, dass die PCR-Testkapazitäten nicht ausreichen. «Wir haben uns gewundert und geärgert», so Söder. Die jetzt beschlossene Priorisierung bedeute, dass ab diesem Zeitpunkt «wir keine Ahnung haben, wie hoch die Infektionszahl wirklich ist».

Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder hatten beschlossen, die bisherigen Maßnahmen nicht zu verschärfen, aber auch nicht zu lockern. Angesichts der beispiellos hohen Infektionszahlen sollen genauere PCR-Labortests und das Nachverfolgen von Ansteckungsketten stärker auf besonders sensible Bereiche konzentriert werden. Fürs Impfen soll eine neue Kampagne werben.

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