Prognos-Institut
Studie: Deutsche Importe sichern 4,7 Millionen Jobs in EU
München – Deutschlands Importe schaffen dem Schweizer Prognos-Institut zufolge in den anderen EU-Staaten pro Jahr rund 290 Milliarden Euro an Wertschöpfung und sichern dort etwa 4,7 Millionen Arbeitsplätze. 61 Prozent dieser Einfuhren würden für die industrielle Produktion in der Bundesrepublik benötigt, teilte die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) als Auftraggeber der Studie am Mittwoch mit.

Die deutsche Wirtschaft sei wichtig als Zugpferd für die EU - vor allem für die Mitgliedstaaten in Mittel- und Osteuropa. Polen, Tschechien, Österreich und Ungarn verkauften rund 30 Prozent ihrer Ausfuhren nach Deutschland. Allein in Polen sichere die deutsche Nachfrage so eine Million Jobs, sagte der stellvertretende vbw-Hauptgeschäftsführer Christof Prechtl in München.

In Polen, Österreich und Tschechien hingen jeweils sechs Prozent der Arbeitsplätze an der Nachfrage aus Deutschland, in Ungarn und in der Slowakei fünf Prozent. Die entsprechenden deutschen Einfuhren trügen in Österreich und Ungarn jeweils sechs Prozent zur Wertschöpfung bei, in Polen und Tschechien jeweils gut fünf Prozent. Prechtl forderte von der EU, dass sie «als selbstbewusster Player im Welthandel auftritt und für Freihandel und offene Volkswirtschaften eintritt».