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Viele ukrainische Lehrkräfte wollen in Deutschland arbeiten
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Ein Lehrer steht im Unterricht vorne an der Tafel.
Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild
München – Viele Lehrerinnen, die als Flüchtlinge aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind, wollen einer Umfrage des Bayerischen Philologen-Verbandes (bpv) bleiben und auch in Deutschland arbeiten. Der Verband hat nach eigenen Angaben vom Montag knapp 500 Personen befragt, die ihre Kontaktdaten bei der Aktion «Ukrainische Lehrkräfte gesucht» hinterlassen hatten.

«Die Zahlen zeigen, dass sich so gut wie alle Lehrkräfte längerfristig in Deutschland einbringen wollen», sagte der bpv-Vorsitzende Michael Schwägerl. Der Verband habe alle Kontakte an die zuständigen Stellen weitergegeben. Nur ein Viertel stehe aber bisher in Kontakt mit einer deutschen Schule. Auch Deutschkurse seien offenbar Mangelware - obwohl die Verständigung nicht das Hauptproblem sei. Die meisten Lehrkräfte aus der Ukraine könnten Englisch, Deutsch oder beides.

«Bürokratie darf uns jetzt nicht im Wege stehen», hieß es vom Verband. Täglich würden mehr ukrainische Schülerinnen und Schüler an bayerischen Schulen aufgenommen. «Wir müssen mit Blick auf das kommende Schuljahr alle Hebel in Bewegung setzen, um unsere ukrainischen Kolleginnen und Kollegen zur Bewältigung dieser großen und wichtigen Aufgabe ins Boot zu holen», sagte Schwägerl. Die Schulen litten ohnehin schon unter einer dünnen Personaldecke.