Versorgung
Zwei Drittel der Bayern fürchten um Energiesicherheit
Strommasten
Strommasten stehen in der Nähe eines Windparks.
Foto: Federico Gambarini/dpa/Symbolbild
von dpa
München – Die Menschen in Bayern fürchten laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungs- und Marktforschungsinstituts GMS massive Probleme bei der Energieversorgung. Zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten antworteten mit Nein auf die Frage, ob es der Bundesregierung gelingen werde, die Versorgungssicherheit durch verstärkte Nutzung anderer Energien und Ersatzbeschaffung von Erdgas aufrecht zu erhalten. Nur 30 Prozent rechnen damit, dass die Regierung mit ihren Maßnahmen Erfolg haben wird, wie aus der GMS-Umfrage im Auftrag von «17:30 Sat.1 Bayern» hervorgeht.

Zudem fiel die Bundesregierung in der Wählergunst. 63 Prozent der Befragen sind mit ihr unzufrieden (Juni 59 Prozent), nur 32 Prozent (Juni 36 Prozent) zufrieden. Kanzler Olaf Scholz (SPD) kam mit 62 Prozent Unzufriedenen und 34 Prozent Zufriedenen nur marginal besser weg.

Mit der Arbeit der Staatsregierung hingegen ist rund ein Jahr vor der Landtagswahl eine Mehrheit von 57 Prozent zufrieden, 40 Prozent sind unzufrieden. Eine ähnliche Bewertung bekam der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Für 56 Prozent ist er guter Ministerpräsident, 40 Prozent finden das nicht. 81 Prozent der Bayern sind der Meinung, Söder vertrete die Interessen Bayerns und spreche aus, was er denke; 66 Prozent attestieren ihm hohe Sachkompetenz.

Wenn die CSU nach der Landtagswahl in einem Jahr wieder auf einen Koalitionspartner angewiesen sein sollte, ergibt sich ein diffuses Bild: Ein Viertel (25 Prozent) der Befragten sprechen sich für die Freien Wähler aus, und je 22 Prozent für FDP oder Grüne.

Wäre am Sonntag Wahl, würden sich die Bayern so entscheiden: 40 Prozent würden CSU wählen, 18 Prozent Grüne, 11 Prozent AfD, 10 Prozent die Freien Wähler, 8 Prozent SPD, 6 Prozent FDP, 2 Prozent Linke und 5 Prozent Sonstige.

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