Laut Piloten
Maskenpflicht im Flugzeugen ist nicht praktikabel
Maske im Flugzeug
Die Europäische Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde verzichten auf eine Empfehlung zur Maskenpflicht auf Flughäfen und im Flieger.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-tmn
Frankefurt/Main – EU-Behörden lockerten die Empfehlung zwecks Masketragen, dies gilt aber nicht für deutsche Flieger. Piloten fordern, den Sonderweg zu beenden.

Die Maskenpflicht in Flugzeugen sollte nach Meinung der Pilotengewerkschaft «Vereinigung Cockpit» auch in Deutschland so schnell wie möglich abgeschafft werden. «Unsere Passagiere sind so international wie die gesamte Branche, Insellösungen sind da nicht praktikabel» sagte VC-Präsident Stefan Herth am Freitag laut einer Mitteilung. Er verwies auf Erfahrungen aus den Anfangszeiten der Corona-Krise, in der die Crews aufgrund widersprüchlicher Regelungen zahlreiche Schwierigkeiten mit den Gästen erlebt hätten.

Der Pilotenvertreter warnte: «Selbst bei innereuropäischen Umsteigeverbindungen wäre das Chaos vorprogrammiert. Konflikte mit Gästen sind garantiert und Verspätungen zu erwarten. Das darf so nicht erneut stattfinden - insbesondere wo die Reisesaison unmittelbar bevorsteht.»

EU-Behörden lockerte Empfehlung zur Maskenpflicht

Am Montag hatten zwei EU-Behörden ihre Empfehlungen für den Luftverkehr gelockert. Die Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC nahmen die generelle Empfehlung zum verpflichtenden Maskentragen in Flughäfen und Flugzeugen zurück.

Wenn an Abflug- oder Zielort Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies aber weiter auch in den Maschinen gelten. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte sich daraufhin dafür ausgesprochen, die Maskenpflicht auch in deutschen Verkehrsmitteln schnell zu beenden.

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