Energie
Unsanierte Gebäude wohl häufig Problem für Wärmepumpeneinbau
Erdwärmepumpe
Die Bundesregierung hat eine Ausbauoffensive für Wärmepumpen ausgerufen.
Foto: Silas Stein/dpa
Berlin – Bis 2024 sollen jährlich mindestens 500.000 Pumpen verbaut werden. Doch oftmals kommt der Einbau Experten zufolge gar nicht infrage. Woran liegt das?

Ein Hindernis für den schnelleren Ausbau von Wärmepumpen sind aus Sicht zahlreicher Expertinnen und Experten Wohngebäude ohne energetische Sanierung. Bei einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena) unter Hunderten Energieberatern gaben mehr als 70 Prozent der Befragten an, dass bei ihren Beratungen regelmäßig, oft oder sogar sehr oft der Einbau einer Wärmepumpe aufgrund des baulichen Gebäudezustands nicht infrage komme. Je schlechter ein Gebäude etwa gedämmt ist, umso größer sind die Vorlauftemperaturen im Heizsystem und umso schwieriger hat es die Pumpe. Das teilte die Dena am Donnerstag mit.

Weitere Hindernisse sind aus Sicht der Fachleute Lieferengpässe, die mangelnde Qualifikation für Wärmepumpen im Handwerk oder Lärmschutzregelungen.

2021 wurden rund 154.000 Wärmepumpen verbaut

Im vergangenen Jahr wurden laut Dena in Deutschland rund 154.000 Wärmepumpen verbaut. Das waren knapp 30 Prozent mehr als im Jahr davor. Insbesondere bei Neubauten haben die Anlagen laut Dena inzwischen den größten Anteil an allen verbauten Heizsystemen. Doch auch im Bestand gebe es trotz der Hindernisse zahlreiche Möglichkeiten für den Einbau.

Angesichts der Gaskrise will die Bundesregierung die Abkehr von fossilen Heizsystemen beschleunigen und hat eine Ausbauoffensive für Wärmepumpen ausgerufen. Bis 2024 sollen demnach jährlich mindestens 500.000 Pumpen verbaut werden. Ziel sind sechs Millionen eingebaute Anlagen bis 2030.