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Anteilnahme
Nach der Horrortat gedenkt Weisendorf der Toten
Kerzen und Blumen in Gedenken an die Tote. Weisendorf trauert um die 14-Jährige, die wohl durch einen Angriff ihres Bruders starb.
Kerzen und Blumen in Gedenken an die Tote. Weisendorf trauert um die 14-Jährige, die wohl durch einen Angriff ihres Bruders starb. // News5/Merzbach
Anwohner stellen seit Freitag Kerzen und Blumen vor dem Haus der Familie auf.
Anwohner stellen seit Freitag Kerzen und Blumen vor dem Haus der Familie auf. // News5/Merzbach
Sie drücken so ihre Anteilnahme für das getötete Mädchen und ihre verletzte Mutter aus.
Sie drücken so ihre Anteilnahme für das getötete Mädchen und ihre verletzte Mutter aus. // News5/Merzbach
Das Haus, in dem sich die Tragödie ereignete, wird bis zum Abschluss der Ermittlungen abgesperrt sein.
Das Haus, in dem sich die Tragödie ereignete, wird bis zum Abschluss der Ermittlungen abgesperrt sein. // News5/Merzbach
Einen Tag nach dem in Weisendorf ein 17-Jähriger seine Schwester tötete, herrschen Fassungslosigkeit und Trauer in der 6800-Einwohner-Gemeinde. Im Laufe des Samstags stellen immer mehr Weisendorfer Gedenkkerzen vor dem Haus der Familie im Viertel Gerbersleite auf.
Einen Tag nach dem in Weisendorf ein 17-Jähriger seine Schwester tötete, herrschen Fassungslosigkeit und Trauer in der 6800-Einwohner-Gemeinde. Im Laufe des Samstags stellen immer mehr Weisendorfer Gedenkkerzen vor dem Haus der Familie im Viertel Gerbersleite auf. // NEWS5 / Merzbach (NEWS5)
Einen Tag nach dem in Weisendorf ein 17-Jähriger seine Schwester tötete, herrscht Fassungslosigkeit in der 6800-Einwohner-Gemeinde. Im Laufe des Samstags stellen immer mehr Weisendorfer Gedenkkerzen vor dem Haus der Familie im Viertel Gerbersleite auf.
Einen Tag nach dem in Weisendorf ein 17-Jähriger seine Schwester tötete, herrscht Fassungslosigkeit in der 6800-Einwohner-Gemeinde. Im Laufe des Samstags stellen immer mehr Weisendorfer Gedenkkerzen und Blumen vor dem Haus der Familie im Viertel Gerbersleite auf. // News5/Merzbach
Blumen, Kerzen und Kuscheltiere erinnern in Weisendorf an die Familientragödie am Dreikönigstag.
Blumen, Kerzen und Kuscheltiere erinnern in Weisendorf an die Familientragödie am Dreikönigstag. // Britta Schnake
Weisendorf – Ein Tag nachdem ein 17-jähriger Weisendorfer seine 14-jährige Schwester getötet und seine Mutter verletzt haben soll, herrschen in der Marktgemeinde Trauer und Fassungslosigkeit.

Kerzen und Blumen in Gedenken an die Tote sind die stummen Hinweise auf ein schreckliches Verbrechen. Seit Freitagnachmittag stellen die Weisendorfer die Kerzen vor dem Haus im Wohnviertel Gerbersleite auf.

Dort hatte sich am Morgen des Dreikönigstags eine Tragödie ereignet, deren Ausmaß sich die Anwohner niemals hätten vorstellen können, als sie am Freitagmorgen die Martinshörner der Streifenwagen hörten.

Ein Tag nach dem furchtbaren Verbrechen an einem 14-jährigen Mädchen ist die Gemeinde Weisendorf wie betäubt. Am Dreikönigstag wurde das junge Mädchen mutmaßlich von seinem 17-jährigen Bruder getötet, die 41-jährige alleinerziehende Mutter schwer verletzt.

Kerzen, Blumen und Kuscheltiere - ein Tag nach dem Familiendrama in Weisendorf gedenken die Anwohner der toten 14-Jährigen.
Kerzen, Blumen und Kuscheltiere - ein Tag nach dem Familiendrama in Weisendorf gedenken die Anwohner der toten 14-Jährigen. // Britta Schnake

Kerzen und Kuscheltiere

Eine bedrückende Stille liegt über der Gerbersleite, wo die Familie eine Doppelhaushälfte bewohnte. Ein Roller lehnt an der Hauswand, ein weiß-rot-gestreiftes Flatterband versperrt den Weg zur Haustür.

Als Zeichen ihrer Anteilnahme haben bereits einige Weisendorfer einen letzten Gruß in Form eines Blumenstraußes, einer Kerze oder kleiner Plüschtiere vor der Hofeinfahrt platziert.

Anna Weber (Namen von der Redaktion geändert) und ihre Tochter Sarah haben einen Strauß Rosen dabei, den die Zwölfjährige behutsam auf der Erde ablegt. Seit sieben Jahren wohnt Weber mit ihren Kindern in Weisendorf.

Die Kerzen und Blumen der trauernden Weisendorfer in Gedenken an die Tote sind die stummen Hinweise auf das schreckliche Verbrechen. Der Bereich um die Doppelhaushälfte ist noch mit Flatterband der Polizei abgesperrt.
Die Kerzen und Blumen der trauernden Weisendorfer in Gedenken an die Tote sind die stummen Hinweise auf das schreckliche Verbrechen. Der Bereich um die Doppelhaushälfte ist noch mit Flatterband der Polizei abgesperrt. // vifogra / Eberlein (vifogra)

"So etwas passiert doch nur in der Stadt."

Gekannt hat sie die Familie nur vom Sehen. Mal ein Hallo, ein Aufwiedersehen. „Aber sie war ein Teil der Gemeinde“, sagt Weber. Sie sieht zum Haus hinüber, das nun verwaist ist. „Mein Sohn ist im gleichen Alter wie der Bruder des Mädchens. Man denkt doch nicht, dass hier so etwas passiert. So etwas passiert doch nur in der Stadt.“

Sarah tritt wieder an die Seite ihrer Mutter. Sie wirkt bedrückt. „Der Vater tut mir leid“, sagt Anna Weber. „Wenn man selbst eine Tochter im ähnlichen Alter hat, ist das so“, sagt sie. „Man fragt sich warum? Das ist alles so sinnlos.“

Das Verbrechen wird Weisendorf noch lange beschäftigen, ist doch noch immer unklar, warum die Tat begangen wurde.

Der Verdächtige galt als ruhig und zurückgezogen

Gegen den Bruder des Opfers hat der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Erlangen am Samstag Haftbefehl erlassen. Der Jugendliche galt laut den Anwohnern im Ort als ruhig und eher zurückgezogen.  Er und die ganze Familie waren in Weisendorf bekannt und beliebt.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Im Streit soll der Teenager Schwester und Mutter mit einem Messer angegriffen haben. Ob das stimmt und wenn ja, wie die Situation so eskalieren konnte, ist noch völlig unklar. Die Mordkommission Erlangen hat die Ermittlungen übernommen.

Britta Schnake/Andrea Beck

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