Für großes Aufsehen haben im vergangenen Jahr zwei Fälle von Brandstiftung in einem Wohnblock der Hammelburger Wohnungsbaugenossenschaft gesorgt: Am 29. September und 4. Oktober gab es Feuerwehreinsätze in der Adolf-Kolping-Straße, danach waren zwölf Mietwohnungen zum Teil bis Weihnachten unbewohnbar.
Umso größer war die Erleichterung, als wenige Tage nach den Bränden ein Verdächtiger festgenommen wurde. Der mutmaßliche Brandstifter saß mehr als ein halbes Jahr in Untersuchungshaft, ist allerdings seit wenigen Tagen wieder auf freiem Fuß.
Haftbeschwerde erfolgreich
„Das Oberlandesgericht hat nach einer Haftbeschwerde den für die Untersuchungshaft erforderlichen Dringlichkeitsgrad des Tatverdachts verneint und den Haftbefehl daher aufgehoben“, teilt die Staatsanwaltschaft Schweinfurt auf Nachfrage mit, und: „Der Fortgang des Verfahrens ist davon unberührt und dauert an.“ Eine Prognose, wann es zu einer Gerichtsverhandlung kommt, gibt die Staatsanwaltschaft aber nicht ab.
Wo der Verdächtige jetzt wohnt, lässt die Staatsanwaltschaft offen. Die Wohnungsbaugenossenschaft hatte den Mietvertrag mit ihm zum Jahresende 2022 einvernehmlich aufgehoben. Nach Informationen der Redaktion wohnt er nicht in Hammelburg. Laut Staatsanwaltschaft sind nach der Aufhebung eines Haftbefehls keine Auflagen für den Beschuldigten zulässig.











