Rekordhaushalt
Meeder kann 7,69 Millionen Euro investieren
Ein Mammutprojekt ist der Neubau der Kläranlage im Meederer Gemeindeteil Kösfeld.
Ein Mammutprojekt ist der Neubau der Kläranlage im Meederer Gemeindeteil Kösfeld.
Berthold Köhler
F-Signet von Hans Haberzettl Fränkischer Tag
Meeder – Alles scheint leistbar und gut zu verwirklichen: Warum der Gemeinderat Meeder so stolz auf die Verwaltung und deren Art zu wirtschaften ist.

Einstimmig hat der Gemeinderat Meeder am Montagabend die kommunale Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für das Kalenderjahr 2023 verabschiedet. Das Gesamtvolumen beträgt rund 16,2 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt sind 7,69 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen. Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 8,54 Millionen Euro.

Nach Darstellung von Kämmerer Patrick Härter handelt es sich das zweite Jahr in Folge um einen Rekordhaushalt.

„Die Leistungsfähigkeit unserer Kommune wird Bestand haben“

„Dank der Vorbereitung und der Abstimmung mit den Fraktionen ist der Haushalt erneut ohne Gewerbesteuererhöhung, Grundsteuererhöhung, Kreditaufnahme und kann auf Bedarfszuwendungen oder Stabilisierungshilfen verzichten“, betonte Bürgermeister Bernd Höfer in seinem Statement und fügte hinzu: „Im Hinblick auf die ungewisse politische und wirtschaftliche Lage dürfen wir froh sein und meines Erachtens auch mit Stolz zum Ausdruck bringen, dass die Leistungsfähigkeit unserer Kommune im aktuellen Haushalt und darüber hinaus Bestand haben wird.“

Circa 5,2 Millionen Euro für die Kläranlage Kösfeld

In den Vermögenshaushalt sind circa 5,2 Millionen Euro für die Kläranlage Kösfeld als größter Posten eingestellt. Die voraussichtliche Förderung durch die Bundesregierung beträgt bis zu 1.276.000 Euro. „Dies sind 476.000 Euro mehr, als wir erwartet haben“, sagte Höfer.

Positiv ist gleichfalls der vorzeitige Baubeginn zu werten. Mit einer Fertigstellung der Abwasserbeseitigungsanlage, die auch für den geplanten Bau der Autobahnraststätte bei Drossenhausen wichtig sei, rechnet der Zweite Bürgermeister Matthias Korn zum Ende dieses Jahres.

Weitere kostenintensiven Investitionen in den kommenden Monaten

 

Weitere kostenintensive Investitionen sind in den kommenden Monaten der Straßenbau und der Straßenunterhalt mit 950.000 Euro, die Trinkwasserversorgung mit 285.000 Euro, das Feuerwehrwesen mit 251.000 Euro, der Unterhalt von Liegenschaften mit 80.000 Euro sowie der Schulbereich mit 59.000 Euro.

Matthias Korn beleuchtete die ständig steigenden Aufwendungen im Verwaltungshaushalt am Beispiel der Schülerbeförderung. Hierfür sind 270.000 Euro eingeplant, 20.000 Euro mehr als 2022.

Verwaltung Meeder kommt noch einmal ohne Kreditaufnahme aus

Sein Fazit war aber: „Wir dürfen trotz aller Herausforderungen, die dieser Haushalt mit sich bringt, stolz sein, dass es die Verwaltung geschafft hat, noch einmal ohne Kreditaufnahmen auszukommen.“ 2024 dürfte dies schwieriger werden, weil der Kindergartenneubau ansteht.

Lesen Sie auch:

Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: