Jubiläum
Zehn Jahre Schlosstheater Thurnau
Eine Torte für Wolfgang Krebs mit „Romeo und Julia“ als Motiv, dem Stück der ersten Sommerfestspiele Thurnau. Fördervereinsmitglied Ute Wirt überreichte den Kuchen gemeinsam mit Dietmar Hofmann (1. Vorsitzender des Fördervereins).
Eine Torte für Wolfgang Krebs mit „Romeo und Julia“ als Motiv, dem Stück der ersten Sommerfestspiele Thurnau. Fördervereinsmitglied Ute Wirt überreichte den Kuchen gemeinsam mit Dietmar Hofmann (1. Vorsitzender des Fördervereins).
Uschi Pravitz
F-Signet von Ursula Prawitz Fränkischer Tag
Thurnau – Seit einer Dekade begeistert die Thurnauer Bühne ihre Besucher. In dieser Zeit haben sich nicht nur Partnerschaften mit talentierten Schauspielern gebildet – es gibt auch ein treues Stammpublikum.

Am 30. November 2012 stand Wolfgang Krebs mit dem Solo-Stück „Novecento – die Legende vom Ozeanpianisten“ das erste Mal auf der Thurnauer Bühne. Zehn Jahre später feierte das Schlosstheater Thurnau am Freitagabend sein Jubiläum, zu dem zahlreiche Wegbegleiter, Theaterfreunde und Unterstützer geladen waren.

Dietmar Hofmann (r.) erzählte von seiner ersten Begegnung mit Wolfgang Krebs.
Dietmar Hofmann (r.) erzählte von seiner ersten Begegnung mit Wolfgang Krebs.
Uschi Pravitz

„Als Wolfgang Krebs damals in mein Büro kam und mir seine Idee vorstellte, ein kleines Theater in Thurnau zu eröffnen, stieß er bei mir auf offene Türen“, erinnerte sich Dietmar Hofmann, damals Thurnauer Bürgermeister, heute 1. Vorsitzender des Fördervereins des Theaters. Die Chemie zwischen den beiden habe sofort gestimmt.

Ein harter, jedoch guter Lehrer

In den Anfangsjahren war das Schlosstheater im Torwärterhaus neben dem Rathaus untergebracht, das bot eine kuschelige Bühne und Platz für 65 Zuschauer. János Kapitány führte bei „Novecento“ einst Regie, jetzt war er nach Thurnau gekommen, um mit seinem ehemaligen Dozenten auf dessen Jubiläum anzustoßen.

Am Freitagabend wurde im Schlosstheater kein Stück aufgeführt, sondern kräftig gefeiert.
Am Freitagabend wurde im Schlosstheater kein Stück aufgeführt, sondern kräftig gefeiert.
Uschi Pravitz

 

„Man mag es kaum glauben, aber an der Regensburger Schauspielschule war Wolfgang echt ein harter Hund“, lachte Kapitány, der sich heute dankbar dafür zeigt. „Der Beruf erfordert viel Disziplin, Durchhaltevermögen und Biss, das hat uns Wolfgang Krebs vermittelt.“

Beim Feiern kamen die Besucher gut ins Gespräch.
Beim Feiern kamen die Besucher gut ins Gespräch.
Uschi Pravitz

Auch Kollege Nico Jilka, der seit 2013 mit dem Schlosstheater Thurnau diverse Kooperationen betreibt, hatte bei Wolfgang Krebs sein Handwerk gelernt. „Wolfgang hat mich mein ganzes künstlerisches Leben begleitet“, erzählte er.

Highlights aus zehn Jahren

Als Wolfgang Krebs 1999 von der Schauspielschule München nach Regensburg wechselte, sei Jilka mitgegangen und habe als erster Absolvent dort seinen Abschluss gemacht. Im Lauf der Jahre zeigte das Schlosstheater Thurnau unterschiedlichste Produktionen und baute sich Stück für Stück ein stolzes Stammpublikum auf.

Wolfgang Krebs erinnerte in einer Diaschau an die Highlights aus zehn Jahren, darunter die „Offene Zweierbeziehung“, „Unsere Frauen“ oder „Allein in der Sauna“ aus dem Jahr 2013.

Der Thurnauer Bürgermeister Martin Bernreuther (r.)  gratulierte mit einer Torte.
Der Thurnauer Bürgermeister Martin Bernreuther (r.) gratulierte mit einer Torte.
Uschi Pravitz

„Das Stück haben nicht alle verkraftet, manche Zuschauer blieben nach der Pause weg“, erzählt Krebs. Und die, die geblieben sind, besuchen sein Theater noch heute.

Programm für 2023 steht bereits fest

Und wie geht es künftig weiter mit dem Schlosstheater? „Ich mache nach dem aktuellen Stück ‚Auf dünnem Eis’ zunächst einmal eine kleine Pause“, verriet Wolfgang Krebs.

 

Zu den Sommerfestspielen werde sich das Theater mit dem Stück „Extrawurst“ wieder zurückmelden, für den Herbst 2023 sei „Honigmond“ geplant. Und zu Silvester 2023 darf sich das Publikum auf eine Neuauflage von „Dinner for One“ freuen.

 

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