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Wechsel nach Weimar
Coburger Landestheater verliert seinen Generalmusikdirektor
Daniel Carter, Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg
Daniel Carter, Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg // Jochen Berger
Coburg – Daniel Carter geht ans Deutsche Nationaltheater. OB Dominik Sauerteig spricht von einem „großen Verlust für Coburg“. In der Spielzeit 2025/26 stehe Carter aber auch in Coburg noch am Dirigentenpult.

Das nennt mal wohl einen Paukenschlag: Die Stadt Coburg hat am Donnerstag mitgeteilt, dass Daniel Carter das Coburger Landestheater verlassen wird. Der Generalmusikdirektor wechselt demnach ans Deutsche Nationaltheater Weimar. Seine neue Tätigkeit als Musikdirektor in Weimar werde Carter bereits im September 2025 aufnehmen. Zugleich bleibe er aber dem Landestheater Coburg in der Spielzeit 2025/26 noch erhalten. Bis zur Neubesetzung der Position in Coburg werde Daniel Carter am Dirigentenpult stehen und ausgewählte Produktionen sowie Konzerte leiten.

Entscheidung für Weimar

In der Mitteilung der Stadt Coburg wird Daniel Carter mit den Worten zitiert: „Ich fühle mich dem Landestheater Coburg und seinem Orchester weiterhin tief verbunden. Es ist mir ein großes Anliegen, den Übergang mitzugestalten und eine wirklich gute Nachfolge zu finden.“ Und weiter: „Das hervorragende Orchester des Landestheaters weiterhin zu unterstützen, liegt mir sehr am Herzen.“ Zugleich sei die Entscheidung für Weimar eine besondere: „Die Möglichkeit, mit der Staatskapelle Weimar eines der ältesten und renommiertesten Orchester der Welt zu leiten, konnte ich nicht ausschlagen.“ 

Oberbürgermeister: „Großer Verlust für Coburg“

Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig beglückwünscht Carter zu der Berufung nach Weimar, bezeichnet den Wechsel aber als „großen Verlust für Coburg: „Er ist ein erstklassiger Dirigent und wird uns fehlen. Allerdings bin ich überzeugt, dass wir einen adäquaten Ersatz finden werden, zumal wir weit mehr als ein Jahr Zeit haben, bis Daniel Carter uns endgültig verlässt. Ich danke ihm für die vielen schönen Stunden, die er uns bereitet hat und noch bereiten wird.“ 

Konradin Seitzer brillierte bei seinem Coburg-Debüt unter Leitung von Daniel Carter als Solist im 1. Violinkonzert von Sergej Prokofjew.
Daniel Carter, Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg // Jochen Berger

Daniel Carter ist seit 2021 am Landestheater Coburg tätig. Erst im vergangenen Sommer war sein Vertrag verlängert worden – und zwar sogar bis zum Ende der Spielzeit 2027/208. Dass es nun zu einem vorzeitigen Abschied kommt, ist in der Branche zwar nicht unüblich. Gleichwohl stellt es nicht zuletzt Intendant Neil Barry Moss vor eine große Herausforderung. Denn nach der Spielzeit 2025/2026  wird es noch zu weiteren Veränderungen auf wichtigen Positionen kommen. Ballettdirektor Mark McClain geht in den Ruhestand, und der Vertrag mit Schauspieldirektor Matthias Straub läuft aus. Gemunkelt wird, dass der Vertrag mit Straub auch nicht verlängert werden soll. Offiziell dazu äußern will sich derzeit aber keiner der Beteiligten.

Wer ist Daniel Carter?

Wie auf der Internetseite des Landestheaters Coburg nachzulesen ist, studierte Daniel Carter Komposition und Klavier an der Universität in Melbourne. Von 2013 bis 2015 war er zunächst als Korrepetitor, später als Dirigent und Musikalischer Assistent der Generalmusikdirektorin Simone Young an der Hamburgischen Staatsoper engagiert.

Für Coburgs Generalmusikdirektor Daniel Carter ist die Neuinszenierung bereits die vierte Produktion von Humperdincks „Hänsel und Gretel“.
Daniel Carter, Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg // Jochen Berger

In den Spielzeiten 2015/16 bis 2018/19 war er Erster Kapellmeister am Theater Freiburg und anschließend Kapellmeister an der Deutschen Oper Berlin. Zudem gastierte er unter anderem an der Oper Köln, am Theater Trier, am Aalto Musiktheater Essen, beim Queensland Symphony Orchestra sowie an der Akademie des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, der Oper Leipzig und am Stadttheater Bern.

Am Landestheater Coburg ist Daniel Carter seit Februar 2021 als Generalmusikdirektor tätig. Er trat die Nachfolge von Roland Kluttig an, der nach Graz gewechselt war.

 

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