Jahresabschluss
Die Stadt Zeil würdigt ehrenamtliches Engagement
Bürgermeister Thomas Stadelmann (links) ehrte in der feierlichen Jahresschlusssitzung des Stadtrates (von rechts) Edwin Stößlein, Dietmar Herrnleben, Richard Schlegelmilch und Christiane Krämer für ihr herausragendes Engagement.
Bürgermeister Thomas Stadelmann (links) ehrte in der feierlichen Jahresschlusssitzung des Stadtrates (von rechts) Edwin Stößlein, Dietmar Herrnleben, Richard Schlegelmilch und Christiane Krämer für ihr herausragendes Engagement.
Thomas Fensel
F-Signet von Wolfgang Aull Fränkischer Tag
Zeil am Main – Zum Ende des Jahres blickte Bürgermeister Thomas Stadelmann auf vergangene und anstehende Projekte. Außerdem wurden Ehrenamtliche für ihr Engagement geehrt.

Bei der Jahresabschlusssitzung des Stadtrats gab Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) einen Rück- und Ausblick: Die Einwohnerzahl sei konstant geblieben, den Schuldenstand habe man deutlich senken können.

Die Grund- und Mittelschule habe Luftreiniger erhalten, Notstromaggregate zur Versorgung einer zentralen Wärmestube seien angeschafft worden. Und was den Stromverbrauch betrifft: Für 2023 erwarte er die komplette Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik.

Viele Baumaßnahmen, wie die Tegut-Ansiedelung, seien im Fluss. Es folgten mahnende Worte: „Wir müssen davon ausgehen, dass unser finanzieller Spielraum auch in den kommenden Jahren keine außergewöhnlichen Investitionen zulässt."

Würdigung der Ehrenamtlichen

Danach war der Abend der Würdigung von ehrenamtlichem Engagement gewidmet, ohne das ein gesellschaftlicher Zusammenhalt undenkbar sei:

Dietmar Herrnleben war lange Zeit Pfarrgemeinderatsvorsitzender und Vorsitzender des Caritasvereins. „Als Erster Vorsitzender der Stadtkapelle war er maßgeblich an der Gründung der bis heute erfolgreichen Bläserkapelle beteiligt“, so Stadelmann".

Christine Krämer machte sich als Schulweghelferin einen Namen: Sie sorge dafür, dass Kinder den Verkehrsbereich Warmuthkreisel sicher überqueren können." Und mit sehr viel Herzblut habe sie „die Mensa zu einem Vorzeigeprojekt weit über die Landkreisgrenzen gemacht.

Richard Schlegelmilch hätte seit 2009 die Symbolfigur des Zeiler Weinfestes, Festpatron Abt-Degen innegehabt. „In seiner sympathischen und humorvollen Art war er überall sehr beliebt und ein gerne gesehener Gast“. Auch als Nikolaus: „Es gibt kaum einen Verein in Zeil, bei dem er nicht die Weihnachtsbotschaft verkündete und vor allem den Kindern große Freude bereitete“. Des Bürgermeisters Fazit: „Für mich ist Richard Schlegelmilch einer der letzten Zeiler Originale."

Helga Schneider betreut das Antoniusheim, arbeitet selbstständig und „streicht, wenn`s sein muss auch die Fenster“. „Ohne ihren großartigen Einsatz“, würdigte sie Stadelmann, „wäre es mit dem Antoniusheim laut Aussagen vieler Krümler über viele Jahrzehnte hinweg nicht so gelaufen." Sie sei seit 1979 bei den Senioren und kümmere sich nebenbei um den Blumenschmuck in der Kirche.

Ohne Edwin Stössleins Initiative und Mitwirkung wäre laut Stadelmann in den letzten gut 40 Jahren in Bischofsheim nahezu nichts abgelaufen." Ob Bau der Grillhütte am See, Neugestaltung des Dorfplatzes oder Renovierung des Gemeindehauses, es sei ihm stets gelungen, die ganze Dorfgemeinschaft zu motivieren. Er war von 1994 bis 2012 Feuerwehrkommandant und vertrat seine Heimatgemeinde von 1990 bis 2014 als Ortssprecher im Stadtrat.

Für ehrenamtliches Engagement in der Kommunalen Selbstverwaltung überreichte der Bürgermeister Imelda Hetterich, Dr. Peter Brech und Michael Brehm je eine von Staatsminister Joachim Herrmann unterzeichnete Urkunde.

Die Gebühren steigen

Eine Hausaufgabe hatte der Stadtrat an dem Abend doch noch zu erledigen, die Gebührenordnung für die Tuchangerhalle und das Rudolf-Winkler-Haus wurde, nach nunmehr fünf Jahren, überarbeitet, die neuen, teilweise erheblich höheren Gebühren treten ab dem 1. Januar in Kraft.

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