Bauprojekt
Knetzgau will Zuschüsse fürs Bad
Für die Sanierung des Knetzgauer Schwimmbads könnten Fördergelder der Bundesregierung fließen.
Für die Sanierung des Knetzgauer Schwimmbads könnten Fördergelder der Bundesregierung fließen.
Foto: Ryan Evans
F-Signet von Martin Schweiger Fränkischer Tag
Knetzgau – Für eine Sanierung der Knetzgauer Schwimmstätte und der Dreiberg-Schule will die Gemeinde ein Förderprogramm anzapfen.

Das Hallenbad sowie die Turnhallen der Dreiberg-Schule in Knetzgau sollen saniert werden. Um eine staatliche Förderung zu erhalten, beauftragte der Gemeinderat am Montag die Verwaltung damit, eine Projektskizze einzureichen. Die Bundesregierung hat für die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur ein Förderprogramm in Höhe von 476 Millionen Euro aufgelegt. Die Förderhöhe beträgt 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Wenn sich die Gemeinde um eine Aufnahme ins Förderprogramm bewerben will, muss bis zum 30. September eine Projektskizze eingereicht werden. Ende November entscheidet das Ministerium über die Aufnahme ins Programm.

Um eine Förderung zu erhalten, sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Unter anderem müssen die Gebäude den Energieeffizienzstandard 70 einhalten. Um dies rechnerisch zu ermitteln, hat die Knetzgauer Verwaltung das Ingenieurbüro Baurconsult eingeschaltet, das prüfen soll, ob der geforderte Energiestandard erreicht werden kann und – falls ja – zu welchen Kosten. Der Aufwand beläuft sich auf rund 160 Stunden und wird mit knapp 19.000 Euro vergütet.

Eine neue Brücke

Die Brücke für Fußgänger und Radfahrer über den Stöckigsbach zwischen Knetzgau und Sand ist marode und nicht mehr zu sanieren. Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Neubau der günstigsten Variante, einer mit Glasfaser verstärkten Kunststoffbrücke, wie es sie bereits im Ortsteil Zell gibt. Die Kosten hierfür bezifferte Zweiter Bürgermeister Stefan Seubert, der den Ersten Bürgermeister Stefan Paulus vertrat, auf rund 201.000 Euro. Die Brücke hat eine Breite von 250 Zentimetern und eine Tragfähigkeit von fünf Tonnen. Staatliche Förderanträge sollen gestellt werden.

Im Sommer vergangenen Jahres wurde die Gemeinde von einem Sturzregen heimgesucht. Für die Erarbeitung eines Sturzflutkonzepts hat sie einen Förderantrag gestellt. In einem ersten Schritt soll eine Bestandserfassung erfolgen und Abflussmodelle ausgearbeitet werden, um beispielsweise zu wissen, wo Sandsäcke zu positionieren sind. Eventuell sollen die Bürger auch in Bürgerversammlungen darüber aufgeklärt werden, wie sie sich und ihre Gebäude schützen können.

Photovoltaikanlagen und Solarthermie

Einwendungen oder Anregungen von Bürgern zum Baugebiet „Höret II“ seien während der Auslegefrist nicht vorgebracht worden, sagte Seubert. Gemeinderätin Nina Köberich (Grüne) forderte, Photovoltaikanlagen und Solarthermie für die Bauherren verpflichtend zu machen, anstatt sie nur zu empfehlen.

Zudem sollte der Einbau von Zisternen vorgeschrieben werden, um Regenwasser als Brauchwasser zu nutzen. Seubert sagte, dass der Freistaat Bayern den Gemeinden schlanke Bebauungspläne empfiehlt. Einig war sich der Gemeinderat darüber, dass in dem Neubaugebiet Schottergärten verboten werden sollen.

Förderung von 1500 Euro

Über das Pilotprojekt „Engagiertes Land“ kam die Gemeinde in den Genuss einer Förderung, von der Vereine in allen Ortsteilen mit einer Förderung von 1500 Euro profitieren sollen. Thomas Zettelmeier fragte Vereinsvertreter nach ihren Wünschen. In Hainert soll demnach das Gemeindemusikfest aufgewertet werden. In Knetzgau soll ein Tag der Vereine stattfinden. Vereine in den weiteren Gemeindeteilen wünschen sich für ihre Feste bessere Ausstattung wie Grills, Fritteusen oder Kühlschränke. In Zell soll ein Neubürgerfest veranstaltet werden.

Um „Anerkennungskultur“ zu entwickeln und neue Mitglieder zu werben, findet am 15. Oktober eine Schulung für Vereine statt. Eine Landinventur mit dem Thünen-Institut folgt am 27. Oktober. Das Hallenbad soll im Herbst wieder öffnen, informierte Seubert. Die Wassertemperatur soll aufgrund der gestiegenen Gaspreise eventuell von 29 auf 28 Grad gesenkt werden.

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