Ertappt
Unfall wird Lkw-Fahrer zum Verhängnis
Nur weil er auf der A73 angefahren wurde, entdeckte die Polizei das illegale Vorgehen eines 45-Jährigen.
Nur weil er auf der A73 angefahren wurde, entdeckte die Polizei das illegale Vorgehen eines 45-Jährigen.
Foto: Thomas Banneyer/dpa
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
LKR Erlangen-Höchstadt – Eigentlich war der Lkw-Fahrer nach einem Unfall zunächst der Geschädigte. Doch bei seiner Überprüfung stieß die Polizei auf ein Bündel an Straftaten.

Ein Unfall zur gestrigen Mittagszeit auf der A 3 in Fahrtrichtung Würzburg hat nicht nur für den Verursacher, sondern vor allem auch für den Geschädigten erhebliche Folgen.

Um 11.40 Uhr stand ein 45-jähriger Berufskraftfahrer mit seinem Lkw samt Anhänger auf der rechten Fahrspur am Stauende Höhe der Anschlussstelle Höchstadt-Ost. Ein 23-Jähriger übersah dies wohl mit seinem VW Golf. Er versuchte noch auszuweichen, touchierte aber mit seiner rechten Fahrzeugseite den Anhänger.

25.000 Euro Schaden

Der Golf wurde erheblich beschädigt, unter anderem wurden die rechten Türen abgerissen. Am Hängerzug wurde die Anhängerkupplung beschädigt. Den Schaden schätzt die Polizei auf mindestens 25.000 Euro. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Die Unfallbeteiligten blieben unverletzt.

146 Fahrten ohne Führerschein

Bei der weiteren Überprüfung trauten die Beamten ihre Augen kaum, angesichts des Bündels an Verfehlungen, die dem Lkw-Fahrer angelastet werden. Gegen diesen besteht seit November 2020 ein Fahrverbot, der Führerschein wurde aber bisher nicht abgeben. Somit wurde dieser an Ort und Stelle beschlagnahmt.

Bei der Auswertung des digitalen Kontrollgerätes konnten seit Februar dieses Jahres 146 Fahrten trotz des bestehenden Fahrverbotes nachgewiesen werden. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Zudem wurden für die letzten beiden Monate erhebliche Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt. Das Bußgeld beläuft sich für den Fahrer auf 3815 Euro, für das Unternehmen auf 11.438 Euro.

 

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