Neuer Landeplatz
Erlangen: Christoph 115 war der Erste
Blick aus dem Hubschrauber auf die Landeplattform
Blick aus dem Hubschrauber auf die Landeplattform
Albert Schiele/Uni-Klinikum Erlangen
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Erlangen – Die Landeplattform für Rettungshubschrauber auf dem künftigen Operativen Zentrum der Uniklinik Erlangen am Maximiliansplatz ist in Betrieb.

Mit dem Einschalten der Landungslichter hat am Dienstag der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Erlangen, Prof. Heinrich Iro, zusammen mit seinen Kollegen aus dem Klinikumsvorstand und dem Chirurgischen Zentrum die Hubschrauberlandeplattform auf dem künftigen Operativen Zentrum offiziell eröffnet. Wenige Minuten später landete „Christoph 115“, der am Flughafen Nürnberg als dritter Hubschrauber stationiert ist, im siebten Stock auf dem Hochhausdach am Erlanger Maximiliansplatz 1.

Grünes Licht für die erste Landung: Der Ärztliche Direktor des Uni-Klinikums Erlangen, Heinrich Iro, schaltet die Landungslichter ein und eröffnet damit offiziell die Hubschrauberlandeplattform.
Grünes Licht für die erste Landung: Der Ärztliche Direktor des Uni-Klinikums Erlangen, Heinrich Iro, schaltet die Landungslichter ein und eröffnet damit offiziell die Hubschrauberlandeplattform.
Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen

Künftig landen nicht nur Rettungshubschrauber aus Nürnberg regelmäßig auf dem Dach des Neubaus. Aufgrund der Bedeutung des Erlanger Uni-Klinikums als überregionales Traumazentrum wird es auch von Helikoptern z. B. aus Bayreuth, Dinkelsbühl oder Ingolstadt angeflogen. „Durch die Inbetriebnahme der Hubschrauberlandeplattform im Zentrum des Uni-Klinikums gewinnen wir Zeit bei der Versorgung unserer Notfallpatienten“, sagte Prof. Iro.

Bisher müssen die Patienten am Landeplatz in der Ebrardstraße in einen Rettungswagen umgelagert und dann in die entsprechende Notaufnahme transportiert werden. Von der Landeplattform aus werden die Patienten ab sofort sieben Stockwerke tiefer ins erste Untergeschoss transportiert. Dort geht es über einen Interimstunnel in den jetzigen Schockraum der chirurgischen Hochschulambulanz oder in die Kinderklinik.

Patienten für die Innere Medizin werden ebenfalls über einen unterirdischen Gang ins Internistische Zentrum gebracht. Nur für Patienten der Kopfkliniken muss noch von der internistischen Notaufnahme aus zur Schwabachanlage ein Rettungswagen eingesetzt werden.

Arbeiten im Umfeld

Damit umliegende Gebäude durch die Abwinde des Rettungshubschraubers bei Landung oder Start keinen Schaden nehmen, wurden zum Beispiel die Jalousien des Bettenhauses des Chirurgischen Zentrums so konfiguriert, dass sie sich automatisch öffnen. Anders die Dachluken auf dem Verbindungsgang zwischen Chirurgischem und Internistischem Zentrum: Diese schließen sich automatisch bei Ankunft eines Hubschraubers.

Der erste Hubschrauber im Anflug
Der erste Hubschrauber im Anflug
Michael Rabenstein/Uni-Klinikum Erlangen

Unterhalb der Landefläche wird sich noch für mindestens zwei Jahre eine siebenstöckige Baustelle befinden. Das Staatliche Bauamt Erlangen-Nürnberg beabsichtigt, das Operative Zentrum Ende März 2024 an das Universitätsklinikum Erlangen zu übergeben. Für den parallelen Betrieb von Hubschrauberlandeplatz und Baustelle wurde ein umfangreiches Sicherheitskonzept zwischen dem Staatlichen Bauamt Erlangen-Nürnberg, dem Dezernat Gebäudewirtschaft des Uni-Klinikums Erlangen und dem Sachgebiet Arbeitssicherheit der FAU Erlangen-Nürnberg erarbeitet.

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