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Neues Festbier
Freischießen: Den „Scharfschützen“ im Krug
Ein vollmundiges Festmärzen hat Rob Smith von der Brauerei Malzschmied für das Freischießen gebraut.
Ein vollmundiges Festmärzen hat Rob Smith von der Brauerei Malzschmied für das Freischießen gebraut. // Susanne Deuerling
Signet des Fränkischen Tags von Susanne Deuerling
Kronach – Am 11. August startet das große Kronacher Volksfest. Neben Gampert und Kaiserhof gibt es heuer aber noch eine Spezialität – und nur 750 Liter davon.

Ob Karussell, Losbude oder Bierhütte – die Freischießen-Fans aus Kronach, Oberfranken und darüber hinaus haben im wahrsten Sinne eine lange Durststrecke hinter sich. 2019 durften sie zuletzt über die Hofwiese schlendern. Was speziell das Bier betrifft soll ihr Durst nach dem Volksfest heuer mit einem zusätzlichen Gerstensaft gestillt werden. Und für die sichere Heimfahrt sorgt nach dem Umtrunk heuer ein weit ausgedehntes Freischießen-Express-Netz.

Ob es die Angst davor ist, nicht genügend Bierauswahl beim Freischießen zu haben oder einfach die Lust darauf, etwas Neues zu probieren, sei dahingestellt. Tatsache aber ist, dass neben den Traditionsbrauereien Kaiserhof und Gampertbräu in diesem Jahr ein neues Bier Einzug auf der Schützenwiese hält.

Eine Idee von Gampert

Die Idee, im Schützenstadl ein anderes Bier, zusätzlich zum Gampert-Schützenbier, anzubieten, kam von den Geschwistern Höfner, welche die Gampertbräu leiten. Platzmeister Charly Wittig war sofort Feuer und Flamme für diesen Gedanken. Flugs wurden kleinere Brauereien im Landkreis angeschrieben und eingeladen. Der Gedanke war, dass man neben den beiden großen Brauereien, die natürlich mit ihren Schützenbieren schon in den Startlöchern stehen, die Auswahl um ein zusätzliches Angebot erweitern wollte.

Letztlich bekam Rob Smith von der kleinen Brauerei „Malzschmied“ aus Wallenfels die Chance, für das Freischießen eine neue Bierkreation zu brauen, sie in den Schützenstadl zu liefern und dort ausschenken zu lassen. „Ich war natürlich total überrascht, als ich den Zuschlag bekam. Es waren ja noch andere kleine Brauereien eingeladen“, freut sich Rob Smith.

Vier Hopfensorten eingesetzt

Er hat sofort begonnen, ein Schützenbier zu kreieren, das auf jeden Fall den Vergleich zu den anderen nicht zu scheuen braucht. Und so ist der „Scharfschütze“ entstanden; es ist ein bernsteinfarbenes Festmärzen mit einem Alkoholgehalt von 5,6 Prozent, bestehend aus vier Hopfensorten: Magnum und Target, mit denen der Geschmack ein „Blättla“ (Volltreffer) wird und den Aromasorten Comet und Tradition, die für die fruchtige Note zuständig sind. Diese Kombination gibt dem Bier ein Alleinstellungsmerkmal, so dass es sich nicht nur durch die Farbe unterscheidet.

Ausgeschenkt wird es von der Gampertbräu in Eigenregie, der Malzschmied liefert die Bierfässer. Das passiert für die beiden Freischießensamstage, 13. und 20. August. „Aber ich werde durchaus da sein und Präsenz zeigen. Bin gespannt, wie das Bier ankommt“, betont der junge Brauer stolz.

750 Liter braut der Wallenfelser. Allerdings gibt es das Schützenbier aus Kapazitätsgründen nicht in der Flasche. Der Preis beim Freischießen ist der gleiche wie bei Gampertbräu und Kaiserhöfer, also 9,70 Euro.

Sichere Heimfahrt

Damit keiner nach dem guten Tropfen (oder natürlich auch ohne Alkoholgenuss) gezwungen ist, sich noch ans Steuer zu setzen, bietet der Landkreis heuer ein besonders umfangreiches Angebot beim Freischießen-Express. Während des gesamten Festes (11. bis 21. August) können die Bürgerinnen und Bürgern mit dem Bus zum Kronacher Volksfest beziehungsweise wieder nach Hause kommen.

Die Fahrpläne für den Freischießen-Express, eine Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Angebot, können auf der Homepage des Landkreises Kronach heruntergeladen werden. Entsprechende Flyer liegen im Landratsamt und in der Mobilitätszentrale am Kronacher Bahnhof zur Mitnahme aus.

Das Tagesticket kostet in diesem Jahr fünf Euro, im Stadtverkehr von Kronach (Linie FrEx 1) sind für die Tageskarte zwei Euro zu zahlen. Kinder bis zwölf Jahre werden in Begleitung eines erwachsenen Familienmitgliedes unentgeltlich befördert. Die Fahrkarten sind in den jeweiligen Bussen erhältlich. Es wird darauf hingewiesen, dass für diesen Sonderverkehr das 9-Euro-Ticket nicht anerkannt wird.

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