Sanierung
Unfallträchtige Straße wird erst 2027 ausgebaut
Unterobsang
Die unfallträchtige Straße bei Neudrossenfeld soll erst in vier Jahren ausgebaut werden.
Sonja Adam
F-Signet von Sonny Adam Fränkischer Tag
Neudrossenfeld – Das Staatliche Bauamt Bayreuth hat Ausbaupläne für die Staatsstraße 2189 vorgestellt. Die Straße sei zu eng, zu kurvig und zudem „unfallauffällig“.

Bauamtsmitarbeiter Konstantin Starke sagte: Auch wenn die Fahrbahn täglich nur von rund tausend Fahrzeugen befahren werde, komme es immer wieder zu Auffahrunfällen und zu Unfällen beim Überholen. Verantwortlich dafür: geringe Sichtweiten und beengte Straßenverhältnisse.

Planungen sind erst im Vorentwurfsstadium

Künftig soll die Straße um einen bis eineinhalb Meter verbreitert werden, so dass insgesamt eine Straßenbreite von sechseinhalb Metern zuzüglich der Bankette zur Verfügung stehen soll. Vor Unterobsang muss die Stützmauer erneuert werden. Allerdings befinden sich die Planungen erst im Vorentwurfsstadium. Vor 2027 oder 2028 sei nicht mit einem Ausbau zu rechnen. Und dieser Termin, so machte Starke klar, sei auch nur zu halten, wenn alle weiteren erforderlichen Planungsschritte problemlos laufen würden.

Wenig Hoffnung für Geh- und Radweg bei Muckenreuth

Die Gemeinde Neudrossenfeld stimmte dem Vorentwurf zu. Allerdings regten die Räte fraktionsübergreifend an, dass zwischen der Abzweigung Lange Gasse und Muckenreuth ein Geh- und Radweg gebaut werden solle. Die Mitglieder des Gemeinderates waren sich einig, dass man Fußgängern und Radfahrern nicht zumuten könne, die Staatsstraße zu benutzen. Vor allem Rudi Bock (SPD) und Franz Klatt (SPD) machten sich für einen Radweg stark. Der Planer allerdings machte den Neudrossenfeldern wenig Hoffnung, versprach jedoch, die Anregungen in die Pläne mitaufzunehmen.

Verbindung für Uni-Standorte Bayreuth und Kulmbach

Bürgermeister Harald Hübner (CSU) erinnerte an das Radwegekonzept des Landkreises. Er betonte, dass der Radweg sogar eine überregionale Bedeutung habe, weil er die Universitätsstandorte Bayreuth, Kulmbach und Thurnau miteinander verbinde. Zudem sei es problematisch, dass Radfahrer und Fußgänger die B 85 auf Höhe der Bushaltestelle überqueren würden.

Neudrossenfelder fordern Entschärfung der Gefahrenstelle

Zwar haben sich laut Polizei Kulmbach seit 2017 dort nur zwei kreuzungsrelevante Unfälle ereignet. Dennoch wollen die Neudrossenfelder eine Entschärfung der Gefahrenstelle, durch eine Ampel oder eben durch einen Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße. Björn Sommerer (FuG) und Annette Fial (FuG) betonten, dass das auch dazu beitrage, die Akzeptanz des öffentlichen Nahverkehrs zu steigern.

Nun müssen für die Ausbaupläne die Haushaltsmittel für den Ausbau beim Freistaat Bayern beantragt werden und ein Planfeststellungsverfahren durch die Regierung von Oberfranken stattfinden.

Hübner erinnerte in der Sitzung noch an die bereits vom Staatlichen Bauamt zugesicherte Deckensanierung zwischen der Abzweigung KU 11 nach Neuenreuth und Unterobsang.

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