Heilsamer Schock
Einsichtig: Kiffer lässt das Kiffen sein
Genau das macht der 21-Jährige aus dem Maintal nun nicht mehr: einen Joint rauchen. Schließlich hat ihn der Drogenbesitz in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht.
Genau das macht der 21-Jährige aus dem Maintal nun nicht mehr: einen Joint rauchen. Schließlich hat ihn der Drogenbesitz in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht.
Foto: Symbolfoto: Animaflora PicsStock/Adobe Stock
Haßfurt – Der 2. Februar dieses Jahres war so etwas wie ein Wendepunkt im Leben eines 21-jährigen Arbeiters aus dem Maintal.

Eine routinemäßige Personenkontrolle durch eine Polizeistreife am 2. Februar 2022 nach 22 Uhr auf einer Straße in Zeil führte bei einem 21-Jährigen aus dem Landkreis Haßberge offenbar zu der Erkenntnis, dass er etwas in seinem Leben ändern müsse. Denn die Polizeibeamten fanden bei dem jungen Mann vier Gramm Marihuana. Nun musste er sich wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln vor dem Jugendgericht am Amtsgericht verantworten.

Seit der damaligen Kontrolle habe er keine Drogen mehr angefasst, sagt er vor Gericht

Dort gab er sich einsichtig und reuevoll. Das „Gras“ sei für den Eigenbedarf bestimmt gewesen, sagte er auf der Anklagebank. Seit der damaligen Kontrolle habe er „nichts mehr angefasst“, gelobte er. Sein Chef führe bei ihm regelmäßige Drogenkontrollen durch.

Es droht der Jobverlust

Sollte auch nur eine davon positiv ausfallen, sei er seinen Job los. Sein Chef habe ihm eine letzte Chance gegeben. Er habe nun den Führerschein gemacht und wolle sein „Leben auf die Reihe bekommen“.

Positives Gutachten über den 21-Jährigen der Jugendgerichtshilfe

Zwei Einträge hat er bereits im Bundeszentralregister stehen: gefährliche Körperverletzung und ein Drogendelikt. Seinen Vater hat er nie persönlich kennengelernt. Im Februar 2021 brannte das Haus, in dem er mit seiner Mutter gelebt hatte, ab. „Trotzdem bestand er nur eine Woche später die Gesellenprüfung“, sagte die Vertreterin der Jugendgerichtshilfe.

Das Verfahren wegen Drogenbesitzes wurde eingestellt

Bei Staatsanwältin Anne Völkl konnte der Angeklagte sowohl mit seiner Ehrlichkeit punkten als auch mit der Tatsache, dass er regelmäßig Drogentests absolviert. Das Gericht stellte das Verfahren ein. Als Auflage muss der Angeklagte 600 Euro an den Landesverband Gefangenenfürsorge und Bewährungshilfe zahlen.

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