Unglück
Für 27-Jährige kam jede Hilfe zu spät
In der weiten Kurve vor Knetzgau kam es zu dem Frontalzusammenstoß der Pkw, der eine junge Frau am Freitag  das Leben kostete.
In der weiten Kurve vor Knetzgau kam es zu dem Frontalzusammenstoß der Pkw, der eine junge Frau am Freitag das Leben kostete.
Foto: Michael Will/BRK
Knetzgau – Eine junge Frau starb nach dem Frontalzusammenstoß bei Knetzgau, auch der zweite Beteiligte ist schwer verletzt. Die Ursache ist unklar.

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Freitagmittag nahe Knetzgau zwei Autofahrer, die jeweils alleine in ihren Fahrzeugen saßen, schwer verletzt worden. Eine 27-Jährige erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Opel Corsa und Opel Antera prallen aufeinander

Zu dem folgenschweren Unfall kam es gegen 12.15 Uhr auf der Staatsstraße 2276 zwischen Knetzgau und Haßfurt, rund 350 Meter nach dem Ortsausgang Knetzgau. Zwei Opel stießen im Begegnungsverkehr frontal zusammen, wie Polizeirat Daniel Seeburg, Leiter der Polizeiinspektion Haßfurt, vor Ort bestätigte.

An der Leitplanke kamen die beiden Opel nach dem Frontalzusammenstoß zum Stehen.
An der Leitplanke kamen die beiden Opel nach dem Frontalzusammenstoß zum Stehen.
Foto: Michael Will/BRK

Die Ursache für die Kollision war zunächst unklar und ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Ein Dekra-Sachverständiger unterstützte die Polizei bei der Spurensicherung und den Unfallermittlungen.

In dem Opel Corsa saß die junge Frau.
In dem Opel Corsa saß die junge Frau.
Foto: Michael Will/BRK

Durch die Wucht des Zusammenpralls wurden beide Fahrzeuge schwer beschädigt und kamen an einer Leitplanke zum Stehen. Die 27-jährige Fahrerin eines Opel Corsa aus dem Landkreis Haßberge konnte sich nach dem Unfall nicht selbstständig aus ihrem Pkw befreien und wurde durch die Feuerwehr im Rahmen einer Crash-Rettung aus dem Fahrzeug geholt.

Der Hubschrauber des ADAC war vor Ort, die  Schwerstverletzte konnte aber nur im Rettungswagen  ins Krankenhaus transportiert werden.
Der Hubschrauber des ADAC war vor Ort, die Schwerstverletzte konnte aber nur im Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert werden.
Foto: Michael Will/BRK

„Die Frau war nicht eingeklemmt, wir mussten kein hydraulisches Werkzeug zur Befreiung einsetzten“, sagte Einsatzleiter Thomas Finger, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Knetzgau.

Die leblose Fahrerin wurde anschließend von einer Notärztin aus Haßfurt, den Teams mehrerer Rettungswagen sowie der Besatzung eines Rettungshubschraubers rund 45 Minuten an der Unfallstelle reanimiert und notfallmedizinisch versorgt, bis sie anschließend mit einem Rettungswagen unter laufender Reanimation in den Schockraum eines Krankenhauses in Schweinfurt eingeliefert werden konnte.

Der 21 Jahre alte Fahrer des anderen Opel, ebenfalls aus dem Landkreis Haßberge, kam mit schweren Verletzungen (Verdacht auf mehrfache Frakturen) ins Krankenhaus Haßfurt.

Großaufgebot an Helfern

Der Unfall führte zu einem Großaufgebot an Rettungskräften. Seitens des Rettungsdienstes waren zwei Rettungswagen des BRK aus Haßfurt und Eltmann sowie ein Rettungswagen des ASB aus Untersteinbach, eine Notärztin aus Haßfurt, der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 18“ aus Ochsenfurt sowie BRK-Einsatzleiter Christoph Grimmer vor Ort.

BRK-Pressesprecher Michael Will erklärte, warum der Landweg vorgezogen wurde: "Bei Patienten, mit mehreren lebensgefährlichen Verletzungen, entscheidet sich ein Notarzt in aller Regel aber zum bodengebundenen Transport in die nächste geeignete Klinik, da  währenddessen im Rettungswagen an einem Patienten vom Rettungsteam körperlich oft fordernde notfallmedizinische Maßnahmen durchgeführt werden müssen, was in einem Rettungshubschrauber aus Platzgründen zum Teil eher eingeschränkt möglich ist". 

An die Einsatzstelle wurden die Feuerwehren aus Knetzgau, Haßfurt, Hainert und Westheim mit rund 50 Einsatzkräften gerufen. Sie unterstützten den Rettungsdienst, stellten den Brandschutz sicher und leiteten der Verkehr um.

Straße für Stunden gesperrt

Die Straße blieb bei den Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme bis in den Nachmittag hinein zwischen Mariaburghausen und Knetzgau vollständig gesperrt.

Es ist schrecklich, wenn alle Schnelligkeit und Kraft nichts mehr hilft. Die Trauer ist überwältigend. Helfer und Einsatzkräfte fanden später psychologische und seelsorgerliche Unterstützung.
Es ist schrecklich, wenn alle Schnelligkeit und Kraft nichts mehr hilft. Die Trauer ist überwältigend. Helfer und Einsatzkräfte fanden später psychologische und seelsorgerliche Unterstützung.
Foto: Michael Will/BRK

Aufgrund des tragischen Ereignisses wurden auch Hans-Peter Bendner, Mitglied der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des BRK-Kreisverbandes Haßberge, sowie Notfallseelsorger Diakon Manfred Griebel an die Einsatzstelle gerufen. Sie kümmerten sich um die Angehörigen der Verletzten und um die Einsatzkräfte vor Ort.

Helfer für beherztes Eingreifen gelobt

Polizeirat Daniel Seeburg dankte an der Unfallstelle den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehr für deren beherztes Eingreifen. Die Unfallermittlungen führen Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt. Sie waren mit mehreren Streifenwagen vor Ort.

Erst vor Kurzem passierte ein tödlicher Unfall auf der Straße zwischen Königsberg und Hohnhausen

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