Wünsche von Bürgern
Das ständige Verlangen nach Baugebieten
Wo im Umfeld von Breitbrunn könnte Neues gebaut werden? Das fragten sich Bürger und Gemeinde bei einer Online-Veranstaltung gleichermaßen.
Wo im Umfeld von Breitbrunn könnte Neues gebaut werden? Das fragten sich Bürger und Gemeinde bei einer Online-Veranstaltung gleichermaßen.
Foto: Günther Geiling, FT-Archiv
Breitbrunn – Grundstücke nur für Einheimische? Viele Breitbrunner hätten gerne Flächen für (Ferien-)Häuser oder Betriebe. Die Gemeinde bleibt vorsichtig.

Dass Bauplätze in Breitbrunn und Lußberg fehlen war für die Bürgerinnen und Bürger bei der Online-Informationsveranstaltung ein wichtiges Thema. Ebenso wurden ein Gewerbegebiet oder besondere Flächen für Ferienwohnungen oder große Garagen und Hallen gewünscht.

Zweiter Bürgermeister Georg Kundmüller hatte dazu den Anlass gegeben, indem er mitteilte, dass in Breitbrunn ein neues Baugebiet entstehen soll, das von Ebelsbach kommend auf der linken Seite möglich wäre. Im Moment überlege die Gemeinde, wie das Gelände verkehrsmäßig erschlossen werden soll, mit einer Kreuzung oder einem Kreisel am Ortseingang oder auch über die schon bestehende und dann zu erweiternde Straße neben dem Kellerbruch.

Bürgermeisterin Frank: Das Thema ist nicht vom Tisch

Bisher war dies noch kein Gegenstand einer öffentlichen Sitzung und deswegen gab es auch eine Reihe von Fragen. „Wird das ein reines Baugebiet?“, „Sind dort auch Ferienwohnungen möglich?“, „Gibt es dort auch Möglichkeiten für eine Gerätehalle oder große Garagen?“, „Ist auch in Lußberg ein neues Baugebiet geplant?“ wurde Bürgermeisterin Ruth Frank gefragt. Sie erinnerte daran, dass ein Gewerbegebiet Abstand zum Wohngebiet haben müsse. Solche Fragen müssten dann mit der Planung geklärt werden. Wenn Ferienwohnungen gewünscht seien, unterstütze man dies. In Lußberg seien schon Flächen angedacht gewesen. Aber hier sei man sehr beschränkt, in welche Richtung es gehen könne. Das Thema sei nicht vom Tisch, „aber wir haben uns jetzt erst einmal auf Breitbrunn konzentriert.“

„Wenn keiner verkaufen will, braucht man auch nicht zu planen“

Ein Chat-Teilnehmer wollte ganz konkret wissen, ob Grundstücksbesitzer überhaupt bereit seien, ihre Flächen an die Gemeinde zu verkaufen. Man werde solche Pläne nicht gegen die Eigentümer durchsetzen können.

Baugrundstücke nur an Einheimische?

Bei dem Thema Bauplätze wurde gefragt, ob ein Einheimischen-Modell denkbar wäre. Andere Gemeinden verteilten Baugrundstücke an Bewerber nach einem Punktesystem, in dem Verein, Ehrenamt und Kinder eine Rolle spielen könnten. Bürgermeisterin Frank sah das als „nicht so leicht umsetzbar“ an.

Es kamen Nachfragen, ob unter den Gewerbetreibenden schon einmal Bedarf nach weiteren Flächen erkundet worden sei. Bürgermeisterin Frank sagte, eine solche Umfrage habe es noch nicht gegeben. „Wenn jemand Bedarf hat, sollte er es kundtun.“ In diesem Zusammenhang brachte die Bürgermeisterin die Gründung eines Vereins für das Gewerbe ins Gespräch. Hier könnte man die Fragen bündeln und etwas auf die Beine stellen. Auch die Gemeinde-App könnte als Plattform genutzt werden.

Daten und was noch wichtig ist in Breitbrunn

Bürgermeisterin Frank nutzte die Online-Veranstaltung auch, um über die Finanzen und die weiteren Zukunftspläne der Gemeinde zu berichten. Die Gemeinde Breitbrunn habe derzeit einen Kontostand von 400000 Euro und keine Schulden. Die abgeschlossene Kindergartensanierung sei auf rund 940000 Euro gekommen, wozu man eine Förderung von 450000 Euro erwarte. Für das Dorfgemeinschaftshaus in Kottendorf seien 314000 Euro aufgewendet worden und man erhalte eine Förderung von 180000 Euro. Für den Anstrich der Fassade am Gemeindezentrum in Breitbrunn mit Photovoltaikanlage habe man 60000 € aufgewendet.

Zukunftsentscheidungen gelte es für die Schule in Lußberg und die Schule in Breitbrunn zu treffen. Ebenso stünde im Lautergrund der Neubau der Kläranlage bei Appendorf an und es gehe auch um Maßnahmen der Energiegewinnung.