Energiewende
Sander wollen klimafreundlich heizen
Hier könnte ein Nahwärmenetz entstehen. Es wäre ein erster Schritt  für die Sander  zur Umsetzung des Klimaschutzgesetzes.
Hier könnte ein Nahwärmenetz entstehen. Es wäre ein erster Schritt für die Sander zur Umsetzung des Klimaschutzgesetzes.
Wolfgang Aull
F-Signet von Helmut Will Fränkischer Tag
Sand am Main – Behagliche Wärme im Einklang mit der Natur: Die Verantwortlichen der Gemeinde wollen die Weichen auf Nachhaltigkeit stellen. Am Sportheim könnten die Vision bald Formen annehmen.

Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) ließ in der jüngsten Gemeinderatssitzung keine Zweifel am Ziel aufkommen: innerhalb von 23 Jahren will die Gemeinde Sand ihre Wärmeversorgung auf die Basis von erneuerbaren Energien und unvermeidbarer Abwärme bringen. So ist es im Klimaschutzgesetz vorgegeben, und die Gemeinde will voranschreiten, das Vorhaben nicht auf die lange Bank schieben. Ein wesentlicher Baustein hierfür sei die Wärmeversorgung.

Zunächst, erläuterte Ruß, sei es erforderlich, Strategien zu entwickeln, um sich vom Einsatz fossiler Energieträger wie Öl und Gas unabhängig zu machen. Zudem müsse ein flächendeckend verbindlicher Rahmen geschaffen werden, in dem die für das Gelingen der Wärmewende erforderlichen Investitionen getätigt werden können. Hierzu biete sich eine sogenannte kommunale Wärmeleitplanung an.

Förderung von 90 Prozent

Deren Grundbestandteile seien die Bestands- und Potenzialanalyse sowie das Erstellen des Gesamtkonzeptes. Gefördert werde die Planung mit 90 Prozent, Verpflichtungen zur Umsetzung seien damit nicht verbunden.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, ein solches Wärmeleitplanungskonzept in die Wege zu leiten.

Gemeinderat und Bauausschuss haben sich bereits des Öfteren mit den Heizsystemen in der Turnhalle, dem Sportheim und der Feuerwehrhalle beschäftigt. Angedacht war ein Nahwärmenetz unter Einbeziehung des Kindergartens St. Nikolaus und Privathäusern.

Heizung in der Kulturhalle ist intakt

Um zu prüfen, ob es dringenden Handlungsbedarf an den bestehenden Systemen gibt, oder ob auf den Bau eines Nahwärmenetzes gewartet werden kann, fand kürzlich eine Besichtigung statt. Fachplaner Elmar Kay war mit vor Ort. Hierbei kam heraus, dass bei der Anlage im Sportheim dringender Handlungsbedarf bestehe. Die Heizungsanlage der Gemeinde in der Sport- und Kulturhalle hingegen sei in einem technisch sehr guten Zustand.

Ein einstimmiger BeschlussEs böte sich an, erklärte Bürgermeister Bernhard Ruß, in Abstimmung mit Marco Siller, Geschäftsführer der „Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte im Landkreis Haßberge mbH“ (GUT), eine Machbarkeitsstudie mit verschiedenen Konzeptvarianten anfertigen zu lassen. Mit dieser könnte das Institut für Energietechnik (IfE) beauftragt werden. Einstimmig beschloss das Gremium, das Institut prüfen zu lassen, welche Möglichkeiten bestehen und welche Umsetzung am sinnvollsten sei.

Weitere Themen aus dem Gemeinderat

Parkplätze an der Bushaltestelle am Kirchplatz: „Sehr unbefriedigend,“ sagte Paul Hümmer (SPD), „ist die Parkplatzsituation im Bereich der Bushaltestelle an der Zeiler Straße.“ Dort herrsche ein Parkverbot bis zu 15 Meter vor und hinter dem Haltestellenschild. Die Fläche im Bereich der durchaus selten genutzten Bushaltestelle sei zu üppig bemessen. Drei markierte Parkplätze ließen sich dort, nach Einschätzung Hümmers, problemlos einrichten.

Knöllchen Auch die sehr strenge Parküberwachung sorge für Unmut. Gerhard Zösch (CSU/ FSW) bemängelte insbesondere die Undurchsichtigkeit der Parkmöglichkeiten. Einstimmig wurde die Gemeindeverwaltung gebeten zu prüfen, ob bis zu drei Kurzzeitparkplätze eingerichtet werden könnten. Diese sollten mit Parkscheibe nutzbar sein.

 

Panoramaschaukel

In Anwesenheit von Wanderwart Udo Rhein beschloss der Rat, dass eine Panoramaschaukel angeschafft werden soll. Aus dem Regionalbudgets der Interkommunalen Allianz „Lebensregion plus“ soll das Geld dafür kommen. Das Anliegen stieß auf ebenso großes Wohlwollen wie der angedachte Parkplatz Teilberg Richtung Motorsportclub.

 

E-Auto-Ladesäule Auf Antrag von Hotelier Stefan Goger beschloss der Gemeinderat, in der ersten Kurve der Michael-Brech-Straße an der Einmündung zur Steigerwaldstraße zwei reguläre Parkplätze zur Einrichtung von zwei Ladeplätzen für Elektroautos zur Verfügung zu stellen. Die Energiegenossenschaft ÜZ Mainfranken soll nun prüfen, ob ein derartiges Vorhaben an der beschriebenen Stelle möglich wäre.

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