0
Von Mykonos zu Goda
Neue Pächter: Was Gäste beim ASV-Lokal in Höchstadt erwartet
Goran und Davorka Horvath sind die neuen Pächter der ASV-Gaststätte in Höchstadt.
Goran und Davorka Horvath sind die neuen Pächter der ASV-Gaststätte in Höchstadt. // Foto: Adelheid Wagner
Höchstadt a. d. Aisch – Der ASV Höchstadt hat einen neuen Pächter für sein Vereinsheim gefunden. Wie der Verein und die neue Pächter-Familie mit einem neuen Konzept Gäste in das Lokal ´locken wollen.

Beim Einzug von Davorka und Goran Horvat haben viele Mitglieder des ASV Höchstadt tatkräftig mitangepackt. Auch bei den Renovierungen der Sportgaststätte wurde fleißig mitgearbeitet. Schließlich hat die Sportgaststätte am Freitag, 12. September, nach kurzer Pause, ihre Tore wieder geöffnet. Es war der erste Testlauf für die Horvats, die als neue Pächter das ASV-Lokal, ehemals Mykonos, mindestens für die kommenden fünf Jahre weiterführen wollen.

Neustart beim ASV in Höchstadt: Von Mykonos zu Goda

„Goda“ lautet der Name des Lokals beim ASV in Höchstadt nun. „Aus Goran und Davorka“, erklärt Pächter Goran Horvat die Wortschöpfung.

Mit den neuen Gastronomen habe die Chemie gestimmt. Mehrere Bewerber waren für die Nachfolge der Sportgaststätte infrage gekommen. Die Wahl sei auf das kroatische Ehepaar gefallen. „Wir sehen die Sympathie auf beiden Seiten“, sagt Ina Steinke, Erste Vorsitzende des ASV Höchstadt. „Wir wollen die beiden hier gut aufnehmen.“

Kennengelernt hat man sich schon. Auch ein Gläschen von dem kroatischen Pflaumenschnaps Julischka haben sie bereit zusammen getrunken. Goran Horvat zeigt die Flasche mit dem leicht gelb gefärbten Alkohol. „Der Name scheint harmlos. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen“, witzelt Steinke.

ASV-Sportgaststätte serviert seit September Balkan- und deutsche Küche 

Bei Goda wird es künftig nicht nur kroatischen Likör geben, sondern auch Balkanküche.  Eine Mischung aus Kroatisch, serbisch und bulgarisch.

Dienstags bis Freitag, von 16 bis 22 Uhr, samstags von 12 bis 14 Uhr und von 16 bis etwa 22 Uhr und sonntags von 16 bis 22 Uhr, können Gäste hier Spezialitäten der Balkanküche probieren.

Neben Vorspeisen, Suppen und Salaten stehen Ćevapčići, Pljeskavica (eine Art Hackfleischbratling), Ražnjići (serbokroatische Grillspieße) auf der Speisekarte. Daneben hat Goda auch Schnitzel und Cordon bleu sowie Burger im Angebot. Für Naschkatzen gibt es süße Desserts zum Nachtisch.

Mit den kroatischen Gastgebern bleibt die ASV-Sportgaststätte ihrer Tradition der mediterranen Küche treu. Die zwei vorhergehenden Pächter hatten südländische Küche gekocht. Bis zum Sommer hieß das Restaurant noch Mykonos. Der damalige Restaurantbetreiber Pashalis Genios hatte seine Gäste die vergangenen drei Jahre mit der Länderküche seines Heimatlandes Griechenland und mit fränkischer Küche bekocht. Weil er sich zur Ruhe setzen wollte, suchte der ASV neue Pächter.

Die ASV-Gaststätte in Höchstadt: Die Innenräume und die Küche wurden während des Pächterwechsels saniert.
Die ASV-Gaststätte in Höchstadt: Die Innenräume und die Küche wurden während des Pächterwechsels saniert. // Foto: Adelheid Wagner

ASV-Pächter: „Gastronomie liegt mir im Blut“

Fränkische Speisen wird es im Goda erstmal nicht geben. Die Horvats sind neu in Mittelfranken. Seit etwa sechs Jahren lebt das Ehepaar in Deutschland. Vor der ASV-Gaststätte betrieben sie das Lokal eines Kegelvereins in Baden-Württemberg.

Goran Horvat liebt die Gastronomie und den Kontakt zu Menschen. „Ich habe schon mein ganzes Leben in der Branche gearbeitet“, sagt Goran. „Es liegt mir im Blut. Nach zwei Wochen Urlaub fehlen mir die Gäste“, sagt er. Davorka Horvat ist die bessere Köchin, wie der Ehemann gesteht – und außerdem eine erfahrene Businessfrau. In Kroatien war sie die selbstständige Unternehmerin und leitete eine Siebdruck-Firma.

Für manche Ehe wäre ein gemeinsames Unternehmen eine Herausforderung – nicht für die Horvats. Davorka und Goran Horvat sind ein eingespieltes Team, das sich bei allen Aufgaben unterstützt. Wenn sie kocht, macht er den Service für die Gäste. Bei besonders viel Betrieb unterstützen Hilfskräfte im frisch renovierten Restaurant.

Die AVS-Gaststätte Goda im neuen Look.
Die AVS-Gaststätte Goda im neuen Look. // Foto: Adelheid Wagner

Sportverein Höchstadt will Gaststätte wiederbeleben

Die ehemals gelben Wände sind in frischem weiß gestrichen. Auch die Küche und die Theke wurden neu gemacht. Ob die rot-weißen Gardinen und Tischgedecke Zufall sind oder nicht, darüber sind sich die Horvats und auch Steinke nicht ganz im Klaren. Die Einrichtung bietet auf alle Fälle eine reizvolle Einladung, in den Räumen wieder mehr von der fränkischen Gastlichkeit und Geselligkeit aufleben zu lassen.

Der ASV möchte die Sportgaststätte laut Steinke wieder mit mehr Veranstaltungen und Mannschaftstreffen beleben. Dies sei in der Vergangenheit etwas eingeschlafen. Bisher scheint das vielversprechend zu laufen.

„Die erste und zweite Fußballmannschaft und der Vorstand waren schon da“, sagt Steinke, „und ein Stammtisch hat sich schon angemeldet.“ Auch der erste Stammtisch der Höchstadter Sportvereine wird im umgestalteten Sportlokal beim ASV stattfinden.

Um Jugendmannschaften anzusprechen, soll es im Goda bald auch hausgemachte Pizza geben. Goran Horvath überlegt aktuell noch, wo man in der Küche ein Plätzchen für einen Pizzaofen finden könnte, um die Gaststätte auch den jüngeren Besuchern schmackhaft zu machen. „Pizza geht eigentlich immer“, sagt er.

 

Inhalt teilen
  • kopiert!