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Wechsel in der Sportgaststätte
ASV Höchstadt: Warum der Pächter des Mykonos aufhört
Pashalis Genios, der aktuelle Pächter beim ASV Höchstadt, wird den Betrieb der Sportgaststätte Mykonos, nicht mehr weiterführen.
Pashalis Genios, der aktuelle Pächter beim ASV Höchstadt, wird den Betrieb der Sportgaststätte Mykonos, nicht mehr weiterführen. // Foto: Adelheid Wagner
Höchstadt – Seit vielen Jahren bietet das Mykonos beim ASV Höchstadt griechische Küche an. Warum der Gastronom Pashalis Genios nun aufhören will und was sich der Sportverein von einem Nachfolger wünscht.

Der ASV Höchstadt sucht derzeit einen neuen Pächter für die Gaststätte am Sportheim. Die vergangenen dreieinhalb Jahre über hat Gastronom Pashalis Genios das Sportlokal Mykonos betrieben. Ende August wird damit Schluss sein.

Nach Jahren, in denen das Restaurant mit griechischer und deutscher Küche seinen Alltag dominierte, will sich der 64-Jährige vorerst eine Pause gönnen. „Jeden Tag habe ich von zehn Uhr morgens bis zehn Uhr abends gearbeitet“, sagt Genios. Von der Vorbereitung, den Einkauf, übers Kochen bis hin zum gesamten Papierkram – jeden Tag haben Genios und sein Sohn den kompletten Betrieb größtenteils allein gestemmt. Jetzt sucht Genios  für erste etwas Abstand vom täglichen Trubel der Gastronomie.

Pächter seit 2022 beim ASV Höchstadt

„Jetzt will ich einfach ein bisschen Ruhe“, sagt der Gastronom. Fürs Erste plant er in seiner Heimatstadt in Griechenland eine Verschnaufpause einzulegen. Zur Ruhe setzten, möchte sich der 64-Jährige aber noch nicht. Seit über zehn Jahren ist Genios in der Gastronomie tätig. 2022 übernahm er die Pacht für die Sportgaststätte des ASV. Das Lokal sei zwar nicht sehr groß. „Aber wir haben aber immer viel Gas gegeben“, sagt er. Typische Probleme der Gastronomie, wie die Suche nach geeignetem Personal und hohe Unkosten, machten auch ihm zu schaffen. Dadurch ging dem Vater-Sohn-Gespann die Arbeit nicht aus. Manchmal halfen auch die Tochter und der Schwiegersohn im Lokal aus.

Ob in Zukunft weiterhin griechische Länderküche in der Sportgaststätte angeboten wird, das ist derzeit noch nicht klar. Auch vor dem Mykonos gab es hier ein griechisches Restaurant. Der vorhergehende Gastronom hatte das Sportlokal 15 Jahre lang betrieben. Danach sei die Gaststätte Mykonos trotz der Auswirkungen der Pandemie gut angelaufen und das griechische Angebot von den Gästen gut angenommen worden.

Der Innenbereich der Sportgaststätte Mykonos beim ASV Höchstadt. Hier gibt es griechische als auch deutsche Gerichte im Angebot.
Der Innenbereich der Sportgaststätte Mykonos beim ASV Höchstadt. Hier gibt es griechische als auch deutsche Gerichte im Angebot. // Foto: Adelheid Wagner

ASV Höchstadt sucht Nachfolger für Gaststätte und Wohnung

Derzeit ist der Sportverein auf der Suche nach einem neuen Pächter, der voraussichtlich ab September oder Oktober die Räume mitsamt dem kleinen Biergarten übernehmen kann. Im besten Fall wolle man auch die über dem Restaurant liegende Vierzimmerwohnung an den zukünftigen Pächter vermieten.

„Unser Restaurant soll nach Möglichkeit zeitnah mit einem neuen Gastwirt den Betrieb aufnehmen“, sagt Ina Steinke, Erste Vorsitzende des ASV Höchstadt. Die Suche nach einem Nachfolger scheint bisher vielversprechend. Vier Bewerber hätten bereits ihr Interesse an dem Lokal geäußert. Vom neuen Betreiber wünscht sich der Verein gastronomische Erfahrung, die Bereitschaft für ein langfristiges Pachtverhältnis und an die Sportveranstaltungen angepasste Öffnungszeiten.

Der ASV Höchstadt will die Gaststätte zusammen mit der darüber liegenden Wohnung vermieten.
Der ASV Höchstadt will die Gaststätte zusammen mit der darüber liegenden Wohnung vermieten. // Foto: AVS Höchstadt

Der zukünftige Pächter könnte dann vielleicht schon zum kommenden hundertjährigen Vereinsbestehen die Besucher bewirten. Denn in zwei Jahren, 2027, feiert der Arbeitersportverein in Höchstadt sein hundertjähriges Bestehen.

Trotz der gastronomischen Anstrengungen der vergangenen Jahre ist Genios über die Zeit beim ASV Höchstadt sehr zufrieden und schätzt die gute Zusammenarbeit mit dem Verein. „Die vergangenen drei Jahre waren sehr gut“, sagt er. Trotz, oder vielleicht gerade wegen der Herausforderungen, die der Gastronomiebetrieb eben mit sich bringt. Denn aus Erfahrung weiß der gelernte Elektriker: „Man muss schwitzen, wenn man etwas erreichen will.“

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