In drei Jahren feiert der Arbeitersportverein (ASV) Höchstadt sein 100. Jubiläum, und wie im FT zu lesen war, hatte man genau vor 50 Jahren den neuen Rasensportplatz angelegt. Einige Zeitzeugen können noch davon erzählen. Auch wenn man sportlich nie in höheren Klassen spielte, vom Einsatz, wenn es um den Sportheimbau oder ein neues Spielfeld ging, war der ASV immer Spitze. Am Bleichanger war der ASV daheim mit einen holprigen Platz, der oft durch Hochwasser überschwemmt war, hinter diesem Spielfeld war eine Wiesenlandschaft.
Mit dem damaligen SPD-Stadtrat Andreas Stark kam frischer Wind in den Arbeitersportverein. Er hatte eine arbeitswillige Mannschaft hinter sind, einer davon war Josef Lenk (75). Er kam aus der Jugend vom TSV und wechselte in die Seniorenmannschaft des ASV. Von seinem Arbeitgeber bekam er Geräte, um die Wiese aufzuschütten, und er planierte das Spielfeld. Der Höchstadter Landwirt und Feuerwehrkommandant Leonhard Schell machte die Furchen für das Saatgut fertig.
Barmherzige Brüder in Gremsdorf leihen Geräte
Der Schwiegervater von Willi Dausch war Fachmann, wie man den Grassamen mit der Hand verteilt, aber ohne die Helfer ging es nicht, erinnert sich auch Andreas Dresel (85). Jeder unterstützte den Sämann. „Mit einer Walze“, so Dresel, „hatten wir das Gerät von der Pflegeanstalt in Gremsdorf bekommen, das war Schwerstarbeit, das Gerät zu ziehen.“ Dresel kam auch vom TSV und ging mit 18 Jahren zum ASV, dort war er 20 Jahre Torwart.
Wegen einer Verletzung konnte er bei der Platzeinweihung nicht im Tor stehen: „Das tat schon weh, wenn man daran gearbeitet hat.“ Eine wichtige Arbeit beim Sportplatzbau war das Umfeld, erinnert sich Josef Lenk. Mancher besorgte Zement und er fertigte die Steinsäulen in Formen zusammen, Helfer im Verein setzten diese um den Platz. Ignaz Zenkel, ebenfalls ein Pionier des ASV, verlegte daran die Rohre, damit man sich beim Zuschauen der Spiele aufstützen konnte.
SPD-Stadtrat wird Ehrenvorsitzender in Höchstadt
Beim ASV gab es nie Ruhestand. Nach Andreas Stark kam Günther Grünbaum (79) ans Ruder. Der ehemalige SPD-Stadtrat war elf Jahre in dieser Funktion. Er war die treibende Kraft, dass das Sportheim erweitert wurde und zusammen mit Gerhard Grau ein Kleinspielfeld angelegt wurde. Grünbaum wurde zum Ehrenvorsitzender ernannt.
Lesen Sie auch:














