Heizkraft
Der richtige Umgang mit dem Brennholz
Holz sollte richtig gestapelt werden, damit es nicht schimmelt.
Holz sollte richtig gestapelt werden, damit es nicht schimmelt.
Foto: Maria Löffler
F-Signet von Maria Löffler Fränkischer Tag
Kronach – Nur wenn man Holz richtig behandelt, erzielt man beim Verbrennen optimale Ergebnisse. Ein Experte gibt passende Tipps.

Soll das begehrte Brennholz im eigenen Garten oder in der Garage gelagert werden, muss der Verbraucher einige Punkte beachten. Auch das Verbrennen ist eine Kunst für sich. Der Obermeister der Kaminkehrerinnung von Oberfranken, Bernd Jahreis, gibt dazu die passenden Tipps:

Richtige Lagerung

Stapeln Sie das Holz – vielleicht sogar als Sichtschutz – vorzugsweise auf der Südseite des Hauses, weil dort die Sonneneinstrahlung am längsten anhält. Optimal wäre es aber, es zum Beispiel in der Garage oder einem anderen, geeigneten Raum zu lagern, um es vor Witterungseinflüssen zu schützen. Draußen sorgt eine Überdachung dafür, dass das Brennmaterial nicht nass wird. Falls Sie zur Abdeckung eine Plane verwenden, diese nie direkt auf das Holz legen, da sonst die Durchlüftung verhindert wird und das Holz sogar zu schimmeln beginnen könnte.

Bevor Sie das Brennmaterial stapeln, sollten Sie darauf achten, entweder Holzplanken, Sparren, oder auch Paletten unterzulegen, um es vor Feuchtigkeit von unten zu schützen.

Lagern Sie keine Rundlinge, sondern spalten Sie das Holz auf. Beim Stapeln werden die Holzscheite in der untersten Reihe längs nebeneinander gelegt, in der zweiten Reihe quer zur unteren. So entsteht ein stabiles Gerüst.

Ab September sollte das Brennholz mit einem kleinen Überdach abgedeckt werden, um es vor Regen und Schnee zu schützen. Außerdem muss man darauf achten, das Brennholz nicht zu lange zu lagern (höchstens fünf Jahre), da sich danach der Heizwert verschlechtert.

Auf keinen Fall feuchtes Holz verfeuern. Bei einer normalen Lufttrocknung kann man zwölf bis 15 Prozent Restfeuchte erreichen, die optimal wären. Das Holz sollte jedoch auf keinen Fall 25 Prozent Feuchtigkeit überschreiten. Messen kann man das entweder mit einem eigenen Holzfeuchtemessgerät (im Handel ab rund zehn Euro erhältlich), oder man kann den Wert vom Kaminkehrer mit einem geeichten Gerät messen lassen.

Was darf in den Ofen, was nicht

Verbrennen Sie kein Holz, das in irgendeiner Form lackiert, beschichtet oder imprägniert ist. Verboten ist es auch, frisches Holz, farbig bedrucktes Papier und Zeitungen im Kamin zu verbrennen. Dabei könnten Schwermetalle und Dioxine freigesetzt werden. Zudem enthält der Rauch Feinstaub. Auch Tannenzapfen gehören nicht in den Ofen, da sie Schwermetalle aus der Luft filtern und sie speichern.

Achten Sie vor allem auf die Herstellerangaben der Öfen. Unterschiedliche Brennräume erfordern eine unterschiedliche Scheitlänge. Das Holz plan auf die Grundfläche legen für eine bessere Verbrennung und einen wirtschaftlichen Betrieb des Ofens oder des Kamins. Am besten entzündet man einen Ofen oder Kamin von oben. Zuerst entfernt man Asche und Verbrennungsrückstände. Dann als unterste Schicht einige Scheite mit der Schnittkante nach oben hineinlegen. Die Scheite sollten die Wände des Brennraums nicht berühren. Weiter kleine Scheite gitterartig auf die unterste Schicht legen. Nun einen geeigneten, möglichst umweltfreundlichen Anzünder zwischen die oberen Scheite legen.Verzichten Sie dabei vor allem auf chemische Anzünder, Zeitungen oder Eierkartons.

Platzieren Sie dann kleinere, dünnere Anzündhölzer neben und über dem Anzünder. Öffnen Sie vor dem Anzünden den Luftregler, damit Sauerstoff in den Brennraum strömen kann. Achten Sie dabei auch auf die Angaben des Herstellers zur Regelung der Luftzufuhr.

Optimaler Brennwert

Nach dem Anzünden brennt das Feuer von oben nach unten zu den dickeren Holzscheiten durch. Diese Anzündemethode ist umweltfreundlicher als das Anzünden von unten, da ein großer Teil der Brenngase direkt im Brennraum verbrannt wird und nur geringe Mengen unverbrannt durch den Schornstein in die Umwelt gelangen. Brennholz nach Herstellerangaben nachlegen.

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