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Zum Saisonstart
Baustelle behindert Kellerwald-Wirte
Direkt vor dem Eingang des Eichhorn-Kellers befindet sich eine der Baugruben der Stadtwerke.
Direkt vor dem Eingang des Eichhorn-Kellers befindet sich eine der Baugruben der Stadtwerke. // Andreas Wolfger
Forchheim – Am Wochenende wollen die Wirte des Kellerwalds ihre Saison eröffnen. Eine Baustelle der Stadtwerke stellt sie aber vor Probleme.

Noch hat die Saison im Forchheimer Kellerwald nicht begonnen. Dennoch herrscht hier bereits ein reges Treiben. „Wir haben gut zu tun“, erklärt Bruno Alberti, Chef des Eichhornkellers. Seit etwa zwei bis drei Wochen seien er und die anderen Wirte hier fast nahezu jeden Tag auf dem Kellerberg zugange. So würden sie kontrollieren, dass die hölzernen Wehrungen der Keller nicht wackelten, und ihre festen Sitzgruppen instandhalten sowie auf Vordermann bringen. „Schließlich muss ja alles sicher sein“, gibt er zu bedenken. Außerdem müssten sie die von der Brauerei ausgeliehenen Bierbänke aufstellen.

Doch etwas stört die Vorbereitungen: Der Lärm von Baumaschinen hallt durch den Wald. „Die Stadtwerke Forchheim erneuern und sanieren im Kellerwald die Stromversorgungsleitungen“, heißt es auf Anfrage des FT. In diesem Zuge werde auch gleich das Glasfasernetz ausgebaut und Hausanschlüsse realisiert. Andauern sollen die Arbeiten bis Oktober.

Baustelle sehr kurzfristig

Von den Bauarbeiten ist Alberti wenig begeistert. „Das ist mal wieder typisch für diese Stadt“, betont Alberti. Dass knapp eine Woche vor der Eröffnung genau vor seinem Keller eine Baustelle entstanden sei und Arbeiter mit einem Bagger den Asphalt aufreißen würden, komme aus seiner Sicht denkbar ungelegen. „Am Mittwoch erwarte ich meine Bierlieferung. Ich hoffe, dass bis dahin der Weg wieder frei ist“, berichtet er. Ansonsten müsse er sich umschauen, wie er seine Getränke auf seinen Keller am oberen Berg hinaufbringen könne.

Bruno Alberti prüft, ob die Holzbank auch der kommenden Saison noch stand hält oder getauscht werden muss.Forchheim & Fränkische Schweiz
Bruno Alberti prüft, ob die Holzbank auch der kommenden Saison noch stand hält oder getauscht werden muss. // Andreas Wolfger

„Ich glaube, die Bauarbeiten sind primär eine Herausforderung der Saisonwirte“, berichtet Birgit Hempel, Inhaberin von „Birgit’s Schindler-Keller“. Als Wirtin eines Kellers, der das ganze Jahr über geöffnet habe, sehe sie darin jedoch kein Problem. Schließlich sei sie es gewohnt, Flexibilität an den Tag zu legen. Im Zweifelsfall müssten die Kollegen versuchen, ihre Keller anders anzufahren.

Auch wenn sie selbst bereits geöffnet habe, freut Hempel sich übrigens auf die offizielle Eröffnung der Kellerwaldsaison. „Das Wetter soll ja ganz schön werden“, erklärt sie. Das locke bestimmt einige Leute ein. Wichtiger sei jedoch, dass es auch unter der Saison ausreichend gutes Wetter gäbe. Schließlich würde sich bei Dauerregen keiner in den Kellerwald verirren.

Ein Leben lang Bierkönigin

Ebenfalls gespannt auf den Saisonstart ist auch Melanie Lucius, Forchheims regierende Bierkönigin. „Knapp drei Jahre hatte ich das Amt inne“, berichtet sie. Das sei aufgrund der Pandemie ein Jahr länger gewesen als üblich. Gerade das vergangene Jahr habe sie aber als besonders spannend erlebt. Mit den Corona-Lockerungen habe sich die Zahl ihrer Einsätze deutlich erhöht. „Bei vielen gab es da offenbar einen gewissen Nachholbedarf“, erzählt sie. Am kommenden Samstag endet ihre Regentschaft. Dann wird sie die Krone der Bierkönigin an ihre Nachfolgerin übergeben. Von der Bildfläche verschwinde sie dadurch jedoch nicht. „Irgendwie bleibt man ja immer Bierkönigin“, erklärt sie. So würde sie ihre Nachfolgerin auf Terminen begleiten und ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Außerdem schließe sie aktuell ihre Ausbildung zum Biersommelier ab.

Beteiligt an der Eröffnung der Kellerwaldsaison sind heuer übrigens elf Bierkeller. So feiern an dem kommenden Wochenende Birgits Schindlerkeller, der Eichhornkeller, der Glockenkeller, der Greif Keller, der Hebendanz-Keller, der Kaiser-Keller, der Nederkeller, der Schützenkeller, der Winterbauerkeller und der Stäffala-Keller. Der Weiß-Tauben-Keller hat hingegen nur am Sonntag geöffnet.

Das Programm am Eröffnungs-Wochenende

Samstag, 22. April 2023

ab 10.00 Uhr an der Tourist-Information:
• WALK OF BEER Tour, Dauer 3 Stunden, 12,00 € p.P., Anmeldung erforderlich!

ab 10.00 Uhr am Schützenhaus:
• Probeschießen an allen Schießständen

ab 12.00 Uhr auf dem Festplatz:
• Schaubrauen mit den Brauwastl Hobbybrauern
• Stände mit süßen und herzhaften Speisen
• Kinderkarussell und Schießbude

ab 16.00 Uhr an der Greif Bühne:
• Inthronisierung der neuen Bierkönigin. Ihr Name ist noch nicht bekannt.
• Anschließend kleiner Umzug von den Unteren zu den Oberen Kellern - musikalisch umrahmt von der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Forchheim

Sonntag, 23. April 2023

ab 10.00 Uhr am Schützenhaus:
• Probeschießen an allen Schießständen

ab 12.00 Uhr auf dem Festplatz:
• Auftakt der Grillsaison: 12.00 - 13.00 Uhr: Sicheres Grillen mit Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber
• Bierkasten klettern mit der Freiwilligen Feuerwehr Forchheim
• Schaubrauen mit den Brauwastl Hobbybrauern
•  Stände mit süßen und herzhaften Speisen
• Kinderkarussell und Schießbude

ab 15.00 Uhr am Eingang Schindlerkeller:
• kostenlose Bierkellerführung, Dauer 1   Stunden, Anmeldung nicht erforderlich!
ab 16.00 Uhr am Eingang Schindlerkeller:
• kostenlose Bierkellerführung, Dauer 1  Stunden, Anmeldung nicht erforderlich!

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