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Abschied mit Wehmut und Freude
Bockbieranstich bei Rittmayer: So süffig war es am Kreuzberg
Bockbieranstich Rittmayer-KellerBockbieranstich Rittmayer-Keller
Für Pächter Steffen Ramer war es ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Der Bockbieranstich am Kreuzbergkeller war ein voller Erfolg – für ihn geht es nun anderswo weiter. // Matthias Erlwein
Signet des Fränkischen Tags von Matthias Erlwein
Hallerndorf – Emotionaler Abschied am Kreuzberg: Bei seinem letzten Bockbieranstich auf dem Rittmayer-Keller gab Pächter Steffen Ramer noch einmal alles. Die schönsten Fotos vom süffigen Fest.

Sie sagten nicht einfach leise Servus, sondern ließen es noch einmal so richtig krachen: Der Bockbieranstich mit Livemusik des Duos „Jack & Manuel“ war die letzte Veranstaltung des Pächters auf dem Rittmayer-Kreuzbergkeller bei Hallerndorf. Mit spürbarer Wehmut verabschiedete sich Steffen Ramer von seinen treuen Gästen.

Nach sieben Jahren endet nun seine Zusammenarbeit mit der Brauerei Rittmayer – doch der Wirt bleibt dem Metier treu: Nur wenige Kilometer entfernt, in Zentbechhofen, wird er im kommenden Jahr seinen eigenen Bierkeller eröffnen. Hunderte Gäste kamen noch einmal, um bei Musik des Duos Manuel Mehl (Heroldsbach) und Matthias „Jack“ Pihl (Wimmelbach) das 6,8 Prozent starke helle Bockbier der Brauerei Rittmayer zu genießen und bei unterhaltsamer Schlagermusik, aber auch rockigen Klängen ausgelassen mitzufeiern und zu tanzen. 

Bockbieranstich am Rittmayer Kreuzbergkeller: Pächter verabschiedet sich

Der Bockbieranstich zählte zu den zahlreichen Veranstaltungen, die Ramer während seiner Zeit am Kreuzbergkeller ins Leben gerufen hat – darunter etwa das „Winterglühen“, der Rockabend, Stärke antrinken oder der Maibockanstich. Diese Feste waren neben dem regulären Bierkellerbetrieb immer besondere Highlights, die seine Gäste gern annahmen „Wir hören jetzt mit unserer schönsten Veranstaltung, dem Bockbierfest, auf“, blicken Ramer und seine Partnerin Julia Müller auf eine erfolgreiche Zeit zurück.

Bockbieranstich Rittmayer-KellerBockbieranstich Rittmayer-Keller
 // FOTOGALERIE Matthias Erlwein
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Nicht nur Stammgäste und Bierkellerfreunde aus der ganzen Region bedauern die Entscheidung – auch die Brauerei hätte die Zusammenarbeit gern fortgesetzt.

Braumeister Georg Rittmayer und Geschäftsführer Simon Friedrich betonen kurz vor dem Ritual des Anstechens des großen Holzfasses mit dem Starkbier: „Das Engagement, die Professionalität und das Herzblut für den Keller konnten wir und die Gäste in den vergangenen Jahren deutlich spüren. Wir erhielten durchwegs positive Rückmeldungen zu seinem Essen und den legendären Veranstaltungen. Steffen Ramer hatte nicht nur tolle Ideen – er hat sie auch mit viel Fleiß und Teamgeist umgesetzt. Wir schätzen nicht nur seine Arbeit, sondern auch ihn als Menschen sehr.“

Zukunft für Steffen Ramer in Zentbechhofen

Mit den letzten ausgeschenkten Krügen beginnt für Ramer ein neues Kapitel: „Gemeinsam mit meiner Partnerin Julia habe ich den Bierkeller am Ortsrand von Zentbechhofen gekauft. Es ist unser Traum, den wir uns dort erfüllen“, sagt Ramer, der sich nach der Pachtzeit auf den eigenen Betrieb freut und bereits konkrete Pläne hat: „Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, dass der Keller zu Ostern eröffnen kann. Die Saison wird dann jeweils von Ostern bis Oktober dauern. Außerhalb der Saison planen wir ein bis zwei Zusatzveranstaltungen – ähnlich wie das Bockbierfest.“

Welches Bier dort künftig ausgeschenkt wird, steht allerdings noch nicht fest: „Wenn wir hier klar Schiff gemacht und die Übergabe abgeschlossen haben, ist das eine der nächsten Aufgaben. Da wir in Zentbechhofen genau am Rand der drei Landkreise Erlangen-Höchstadt, Forchheim und Bamberg liegen, kann ich mir gut vorstellen, jeweils ein gutes Bier aus jedem Landkreis anzubieten“, so Ramer. Eine weitere Zusammenarbeit mit der Brauerei Rittmayer schließt er dabei nicht aus.

 

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