Gleiche Betreiber, ähnliches Konzept, neuer Standort: Nach sieben Jahren ist für Steffen Ramer und seine Verlobte Julia Müller Schluss beim Rittmayer-Keller am Kreuzberg. Stattdessen soll es für die beiden in der kommenden Saison in Zentbechhofen weitergehen, wo sie sich mit ihrem eigenen Keller einen großen gemeinsamen Traum erfüllen wollen.
Während die beiden Gastronomen noch die verbleibende Saison in Hallerndorf zu Ende bringen, soll in Zentbechhofen schon fleißig vorbereitet werden. „Das Haus wird jetzt erstmal komplett entkernt“, erklärt Ramer und zeigt Bilder der Baustelle auf seinem Smartphone. „Wir müssen alles an die geltenden Lebensmittelstandards anpassen.“ Das Dach soll neu eingedeckt und der Spielplatz erweitert werden, eine separate Spülküche mit Geschirrrückgabe soll entstehen. „Das ist schon viel Arbeit, wir machen das neben dem Tagesgeschäft“, gibt Ramer zu.
Bierkeller Zentbechhofen: 2026 soll es losgehen
Wenn alles glattläuft, wollen Ramer und seine Partnerin Ostern 2026 in die Saison starten. Wie im neuen Keller dann alles aussehen und ablaufen soll, haben die beiden sich schon genau überlegt, auch wenn es noch eine ganze Weile hin ist.
„Wir nehmen das Konzept größtenteils von unserem Kreuzberg-Keller mit“, sagt Ramer. Auch im „Zentbechhöfner“ will der Gastronom selbst kochen und auf eigene Herstellung setzen. „Es wird eine Standardkarte geben, zum Beispiel mit einer Brotzeitauswahl und Salaten. Ansonsten wollen wir mit Tagesgerichten im Wechsel arbeiten“, sagt Ramer. Sonntags soll es zudem einen Mittagstisch mit verschiedenen Braten geben. „Wir wollen schauen, dass für jeden immer was dabei ist, zum Beispiel auch vegetarisch. Unsere Besucher kommen ja aus ganz unterschiedlichen Bereichen“, erklärt der Wirt.
Zentbechhöfner Keller soll verschiedene Biere anbieten
Das gilt auch für die Getränkekarte. Noch kann Ramer nicht genau sagen, welche Biermarken er anbieten wird. „Da müssen wir noch Gespräche führen“, sagt er. Einen Plan hat er dennoch schon. „Der Biergarten ist ja quasi in einem Eck zwischen den Landkreisen Erlangen-Höchstadt, Bamberg und Forchheim. Toll wäre es, wenn wir aus jedem Landkreis einen Getränkepartner finden könnten.“ Dabei soll längst nicht nur Bier auf die Karte kommen. „Der Trend geht hin zu weniger Bier, da muss man mitgehen“, so der Gastronom. „Wir werden also auch sowas wie Aperol oder Limoncello mischen, das kriegt man nicht auf jedem Keller. Außerdem haben wir hausgemachte Limonaden, die sind alkoholfrei und sehr erfrischend im Sommer.“
Ein Vorteil bei der Planung des eigenen Kellers ist für Ramer, dass ein Großteil seines Teams vom Rittmayer-Keller mit zum Zentbechhöfner Keller wechselt. „Unser Team ist alles für uns“, betont Ramer. „Ohne unser Team bräuchten wir hier nicht zu stehen.“ Darum hätten er und Müller die rund 25 Mitarbeiter auch von Anfang an mit einbezogen und über die Entscheidung für den eigenen Keller informiert.
Auch einen Teil des Inventars kann das Paar von Hallerndorf mit nach Zentbechhofen nehmen. Die Küche zum Beispiel wird mit umziehen, genau wie ein Teil der Sitzbankgarnituren. Obwohl der neue Keller von der Fläche her größer ist, wird er wohl weniger Sitzplätze haben, als Ramers jetziger Keller. „Für die Atmosphäre wollen wir da nicht Tisch an Tisch quetschen“, erklärt er. Das Ambiente sei dort mit direkter Abendsonne und einem tollen Ausblick nämlich besonders schön.
Livemusik und Steckerlfisch auf dem Bierkeller
Neben der Getränke- und Speisenauswahl haben Ramer und Müller sich auch schon viele Gedanken über das Programm auf dem neuen Keller gemacht. „Es soll einmal im Monat Livemusik geben, größtenteils Bands aus dem Umkreis. Auch da soll für jeden etwas dabei sein, also gibt es verschiedene Musikrichtungen. Das ist dann beispielsweise mal Rock und mal Blasmusik“, erzählt Ramer. Zusätzlich soll es mehrmals in der Saison frischen Steckerlfisch auf dem Keller geben. „Wir werden auch wieder Firmenfeiern veranstalten, wie jetzt auch“, sagt der Wirt.
Einen Innenbetrieb wie auf dem Kreuzberg-Keller wird es in Zentbechhofen nicht geben. „Geplant ist, dass wir während der Saison sieben Tage die Woche geöffnet haben – bei gutem Wetter natürlich“, erklärt Ramer. Das Konzept fahre das Paar auch jetzt schon und es habe sich gut bewährt. „Durch die paar Tage in der Saison, wo es wirklich schüttet, kriegt jeder mal eine Pause und die brauchen wir dann auch mal.“
Programm auch in der Nebensaison
Auch während der Nebensaison sollen ab und an Veranstaltungen auf dem Keller stattfinden, vermutlich rund einmal im Monat. „Das kann dann mal ein Bockbieranstich sein oder ein kleines Glühweinfest um Weihnachten rum“, so Ramer.
Aus ihrer Zeit auf dem Rittmayer-Keller können Ramer und Müller einen großen Erfahrungsschatz mitnehmen und wissen, worauf es bei ihrem neuen Keller ankommt. „Das Ambiente muss passen“, ist der Wirt überzeugt. „Es braucht ein vernünftiges Speisen- und Getränkeangebot, nicht zu groß, nicht zu klein. Man braucht freundliches Personal. Und das Wichtigste ist für mich, dass meine Gäste am Ende zufrieden sind.“















