Inszenierungen
Sozialpädagogik-Klassen machen Theater
Sommernachtstraum: Ende gut alles gut am Ende des Sommernachtstraums: Alle Zauber sind gelöst, zwischen Mutter und Tochter herrscht wieder Frieden und die richtigen Paare sind ineinander verliebt.
Sommernachtstraum: Ende gut alles gut am Ende des Sommernachtstraums: Alle Zauber sind gelöst, zwischen Mutter und Tochter herrscht wieder Frieden und die richtigen Paare sind ineinander verliebt.
Foto: Christian Ziegler
Haßfurt – Gleich zweimal verwandelte sich der Hof der Haßfurter Fachakademie für Sozialpädagogik in der letzten Schulwoche in eine Theaterbühne.

Die Studierenden der Theaterpädagogikkurse der F2-Klassen der Haßfurter Fachakademie für Sozialpädagogik präsentierten vor kurzem zwei grundverschiedene Inszenierungen.

Rund um einen „Mord im Dorfcafé“ drehte sich die Handlung der von der Klasse F2B geschriebenen Kriminalkomödie. Sie bediente dabei alle in Regionalkrimis üblichen Klischees, angefangen von neugierigen alten Damen, planlose Polizisten über versnobte Profi-Ermittler bis hin zu einer Gruppe Jugendlicher, denen schließlich die eigentliche Aufklärung des Mordes gelang.

Geschickt gesetzte Pointen

Das kurzweilige Stück wusste durch geschickt gesetzte Pointen und die unbändige Spielfreude der Protagonisten zu überzeugen. Durch augenzwinkernd herausgespielte Eigenheiten wuchsen die Figuren dem Publikum schnell ans Herz und die Aufklärung, wer den allseits unbeliebten Hubertus Grünspan auf dem Gewissen hatte, wurde zum spannenden und vor allem lustigen Theatererlebnis.

Shakespeares Klassiker über die Irrungen und Wirrungen der Liebe auf links gedreht

Ganz anders, aber nicht minder beeindruckend war der „Sommernachtstraum“ der Klasse F2A. Hier wurde Shakespeares Klassiker über die Irrungen und Wirrungen der Liebe auf links gedreht. Mit hintergründigem Humor, Anpassungen an die Moderne und einer gekonnten Mischung aus Parodie und Ernsthaftigkeit zeigten die Studierenden, dass auch ein Stück aus dem 16. Jahrhundert heute noch relevant sein kann. So wurde der Liebesstreit zwischen Oberon und Titania zum Generationenkonflikt zwischen Mutter und Tochter umgedeutet, die Handwerkertruppe beeindruckte mit Frauenpower und das Verwirrspiel von Wer-liebt-eigentlich-wen war so frisch wie eh und je.

Alle Beteiligten konnten sehr stolz auf ihre Leistungen sein, denn beide Inszenierungen boten beste Unterhaltung, und so gab es entsprechend viel Applaus für die Darstellerinnen und Darsteller.

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