Kreisjugendring
Seit 75 Jahren für die Kinder da
Alljährlich ist das Spielmobil des Kreisjugendrings im Landkreis unterwegs.
Alljährlich ist das Spielmobil des Kreisjugendrings im Landkreis unterwegs.
Foto: Kreisjugendring/Manuel Waldenmeier
F-Signet von Christian Licha Fränkischer Tag
Haßfurt – Der KJR organisiert schon lange Freizeitaktivitäten − vor allem das Zeltlager hat Vorbildcharakter. Zum Beginn des jahrzehntelangen Austauschs mit einer israelischen Stadt gab es ein Geschenk.

Normalerweise gibt es bei einer Jubiläumsveranstaltung Grußworte am laufenden Band. Nicht so beim Kreisjugendring Haßberge (KJR), der sein 75-jähriges Bestehen dieser Tage im „Silberfisch“ am Haßfurter Schulzentrum gefeiert hat. Sehr kurzweilig mit drei Interviewrunden gestaltete Moderator Peter Kraus und Vorsitzender Thomas Wagenhäuser den Abend.

 

Dabei kamen neben Landrat und Schirmherr der Veranstaltung, Wilhelm Schneider, auch zahlreiche Ehrenamtliche zu Wort, die den KJR aktiv unterstützen oder dies in der Vergangenheit getan haben. „Unsere Unterstützung wird immer da sein, wenn wir es machen können“, sagte Landrat Wilhelm Schneider. Er zeigte als Beispiel den Grundlagenvertrag auf, der 2017 geschlossen wurde. Demnach erhält der Jugendring regelmäßig einen Globalkostenzuschuss des Landkreises, ohne jedes Jahr erneut als Bittsteller auftreten zu müssen.

Vielfältiges Angebot beim Kreisjugendring

Die Einzigartigkeit der Aktivitäten im KJR Haßberge hob die Vorsitzende des Bezirksjugendrings, Jennifer Wolpensinger, hervor: „Das Angebot ist sehr vielfältig. Zum Beispiel das Spielmobil und die Spieletage gibt es sonst in keinem anderen Landkreis.“ Michael Waldhäuser vom Bayerischen Jugendring nannte als exemplarische Aktivität das integrative Zeltlager, das sein Verband finanziell unterstützt.

Mit Jonas Erickson,Sherry Zipperer und Kerstin Viering kamen auch drei Ehrenamtliche zu Wort. „Mein Herz schlägt für das integrative Zeltlager“, sagte etwa Erickson. Er bezeichnete das jährliche Event sogar als Vorzeigemodell. „Wir bekommen aus ganz Deutschland anfragen, wie wir es auf die Beine stellen, dass Zeltlager gemeinsam für behinderte und nicht behinderte Kinder auszurichten.“

Helfer sind stets willkommen beim KJR

Wieviel Stunden ehrenamtlicher Arbeit die drei Aktiven im Jahr für den KJR leisten, wissen sie nicht: „Wenn man etwas gerne macht, zählt man nicht die Stunden.“ Gleichzeitig warb Erickson für den KJR: „Wer mithelfen will, ist gerne willkommen. Der KJR Haßberge ist wie eine Familie, in der man nicht nur als Ehrenamtlicher gesehen wird, der seine Arbeit ableistet, sondern die Wertschätzung ist sehr hoch.“

Auch der ehemalige KJR-Geschäftsführer Frank Kupfer-Mauder und Bernd Wagenhäuser als ehemaliger Vorsitzender plauderten aus dem Nähkästchen. So bleibt Kupfer-Mauder zum Beispiel ein Jugendaustausch in Erinnerung, bei dem er mit zahlreichen Jugendlichen Israel besucht hatte. Die Formalitäten an der Passkontrolle seien dort sehr streng und es werde alles genau kontrolliert.

 

Verzögerungen an der israelischen Grenze

So hatte damals das Buch eines israelischen Bürgermeisters als Geschenk für die Teilnehmer für eine unfreiwillige Reiseverzögerung gesorgt: Jeder der Reisenden musste sein Exemplar vorzeigen, wobei ein Jugendlicher besoners „begeistert“ war: Er hatte das Buch ganz unten in seinem Koffer verastaut und deshalb alle persönliche Sachen ausräumen, berichtete Kupfer-Mauder ein wenig schmunzelnd.

Auch der Hintergrund der Reise blieb nicht unerwähnt. Im Jahr 1992 wurde der Grundstein für die offizielle Partnerschaft zwischen dem Landkreis Haßberge und der israelischen Stadt Kiryat Motzkin mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden gelegt.

 

Besuchen in Kiryat Motzkin

Die internationale Jugendbegegnung, die vom Kreisjugendring organisiert wird, ist ein ganz besonderer Teil dieser Partnerschaft. Jährlich im Wechsel finden eine Besuch im Nahen Osten und eine Empfang in den Haßbergen statt.

20 Vereine und Verbände, die sich Jugendarbeit auf die Fahne schreiben, sind Mitglied im KJR Haßberge.Die Organisatoren der Jubiläumsfeier um KJR-Geschäftsführerin Eva Pfeil, hatten sich eine ganz besondere Erinnerung an diesen Tag ausgedacht. Jeder Verein erhielt im Vorfeld ein überdimensionales Puzzle-Teil, das er selbst gestalten konnte und bei der Feier präsentierte. Später soll das komplette Puzzle einen Ehrenplatz in der Geschäftsstelle bekommen.

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