Anträge
Auf eigenen Dächern selbst Energie gewinnen
Gemeinderäte dreier Fraktionen wünschen sich auf kommunalen Gebäuden in Großheirath Photovoltaikanlagen. Die Tragfähigkeit der Dächer soll untersucht werden.
Gemeinderäte dreier Fraktionen wünschen sich auf kommunalen Gebäuden in Großheirath Photovoltaikanlagen. Die Tragfähigkeit der Dächer soll untersucht werden.
Foto: S. Saffert
F-Signet von Lothar Böhnel Fränkischer Tag
Großheirath – Großheirather Gemeinderäte setzen sich dafür ein, an selbst produzierten Strom zu kommen. Geplant sind mehrere Projekte.

Strom vom eigenen Dach, nämlich mittels Photovoltaik auf der Turnhalle, der Schule und dem Rathaus, wäre ein Traum der Gemeinderäte, aber es ist nicht klar, welche Tragfähigkeit das Dach hat. Die drei Fraktionen der Freien Wähler und der SPD Großheirath und von Bündnis 90/Die Grünen haben deshalb eine Machbarkeitsstudie durch einen Tragwerksplaner beantragt. Die Vision wäre, den Strom sofort zu verbrauchen, ohne große Speicher.

Wie schwer sind die Solarmodule und halten die Dächer deren Gewicht aus?

Zunächst soll ermittelt werden, welches Flächengewicht die Module bringen würden und ob möglicherweise die Dachkonstruktion genügend ertüchtigt werden könnte. Das Dach war vor Jahren bei einem Sturm davongeflogen und daraufhin stärker befestigt worden, aber ob es dadurch auch mehr Gewicht tragen kann, davon sei nicht ohne weiteres auszugehen, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ein Planer solle erst mal prüfen, was möglich ist, wurde beschlossen.

Nutzungsvertrag für die Kabeltrasse und städtebaulicher Vertrag für „Agrovoltaikanlage am Gossenberg“ jeweils einstimmig beschlossen

Die Planungsarbeiten für die „Agrovoltaikanlage am Gossenberg“ gehen einen Schritt weiter. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan mit Änderung des Flächennutzungsplans war zur Einsicht ausgelegen, die eingegangenen Stellungnahmen waren berücksichtigt worden. Nun konnte das Gremium den Nutzungsvertrag für die Kabeltrasse und den städtebaulichen Vertrag jeweils einstimmig beschließen.

Gemeinderat Wolfgang Schultheiß, der wegen persönlicher Beteiligung von der Beschlussfassung ausgenommen war, erläuterte den Ablauf der geplanten Bürgerbeteiligung. Demnach können sich Privatinvestoren mit Beträgen von 1000 bis 10.000 Euro beteiligen. Das Gesamtvolumen der Bürgerbeteiligung soll sich auf maximal 30.000 Euro summieren.

Flurwege werden saniert

Die kaputt gefahrenen Flurwege beim Sportplatz und die Umfahrung der Firma Dinkel in Rossach werden in Teilbereichen saniert. Bei einer Begehung mit Vertretern der Jagdgenossenschaft wurden die reparaturbedürftigen Bereiche festgelegt. Bürgermeister Udo Siegel hatte bereits eine grobe Kostenschätzung, was die Gemeinde dafür ausgeben müsste. Man rechnet mit Kosten in Höhe von 35.000 Euro (netto) pro 200 Meter Strecke. Weil 400 Meter der Strecke zu erneuern sind, kalkuliert man mit Gesamtkosten von rund 83.000 Euro (brutto). Die Gemeinderäte stimmten zunächst nur der Umfahrung der Firma Dinkel zu, das zweite Stück soll im nächsten Haushaltsjahr an die Reihe kommen.

Könnte die Gemeinde Großheirath schon jetzt einen Plan für die künftige Straßenbeleuchtung konkretisieren?

In der Ringstraße finden zurzeit Verkabelungsarbeiten durch die SÜC H2O GmbH statt. In diesem Zusammenhang war die Idee entstanden, im Vorgriff der Dorferneuerungsmaßnahmen bereits jetzt die Standorte für die zukünftige Straßenbeleuchtung zu fixieren. Auch wurden bereits Kosten von rund 10.300 Euro genannt. Der Bürgermeister und die Gemeinderäte wollen jedoch diese Maßnahmen zurückstellen, weil sie nicht wissen, ob die Mastenköcher zu den anderen Leuchten passen würden. Die neue Straßenbeleuchtung soll somit im Rahmen des Dorferneuerungsverfahrens ausgeführt werden.

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