Selbst wenn eine Absenkung der Wassertemperatur kein Thema ist: In der Therme Natur gibt es sehr wohl verschiedene Maßnahmen, um den Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent zu reduzieren. Ein erster kleiner Beitrag ist blau und nur wenige Millimeter dick: In diesen Tagen wurden neue Abdeckplanen an insgesamt vier Außenbecken installiert.
Diese Investition in Höhe von 37.000 Euro soll sich mittelfristig bezahlt machen. Denn die Planen helfen dabei, dass das Wasser nachts nicht unnötig weit abkühlt. Wohlgemerkt: Die Anschaffung war bereits vor Monaten beschlossen worden, als von einer Energiekrise noch lange nicht die Rede war.
Photovoltaik auf der gesamten Therme?
Vorausschauend wurde – zum Glück – auch beim Bau der neuen Panorama-Sauna vorgegangen, die am 6. April diesen Jahres in Betrieb gegangen ist. Das robuste Dach verursachte zwar zunächst Mehrkosten, doch dafür wird es künftig auch eine Photovoltaikanlage (PV) aushalten beziehungsweise tragen können. Ohnehin laufen derzeit Planungen, alle Dächer der Therme mit PV auszustatten. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass dort eine Leistung von bis zu 750 Kilowatt Peak erzielt werden kann.
Michael Fischer, Kämmerer der Stadt Bad Rodach, hält es rückblickend auch für eine sehr weise Entscheidung, dass 2007 eine mit Hackschnitzeln zu heizendes Biomassekraftwerk unterhalb des Bades gebaut wurde. Derzeit dient es ausschließlich für die Therme als Heizwerk, also Wärmelieferant. Doch es gibt Überlegungen, das Biomassekraftwerk zu erweitern, damit es unter anderem auch das Kurhotel sowie weitere Gebäude im Kurzentrum beliefern kann.
Sauna: Aufgüsse sind beliebt
Was den Strom betrifft, greift die Therme Natur auf zwei hauseigene Blockheizkraftwerke zurück. Das ist praktisch. Dennoch soll mit einigen Maßnahmen versucht werden, auch den Stromverbrauch zu reduzieren. Größter Stromfresser sind – natürlich – die Saunen. Wobei Geschäftsführer Lutz Lange erklärt, dass die meisten Kosten gar nicht durch den regulären Betrieb entstehen, sondern durch das An- und Wiederaufheizen nach einem Aufguss. Doch Aufgüsse sind bei den Gästen beliebt, deshalb sollen sie nicht reduziert, wohl aber etwas besser koordiniert werden.
Statt einem Aufguss in der (mit Gas betriebenen!) Panorama-Sauna kann es dann auch mal – bei geringerem Besucheraufkommen – zu einem Aufguss in der etwas kleineren Kelo-Sauna kommen, die einen Stromofen hat.
Oder, Lutz Lange nennt ein anderes Beispiel: „Wenn abends nur noch wenige Gäste im Saunabereich sind, müssen ja nicht mehr unbedingt alle sechs Saunen in Betrieb sein.“ Dann würden die Thermen-Mitarbeiter das Gespräch suchen und die eine oder andere Sauna auch schon früher ausschalten.
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