Brose Bamberg
Kevin Wohlrath wird zum Pechvogel
Kevin Wohlrath, der auf elf Punkte kam, traf kurz vor der Schlusssirene einen Korbleger nicht, der den Ausgleich bedeutet hätte.
Kevin Wohlrath, der auf elf Punkte kam, traf kurz vor der Schlusssirene einen Korbleger nicht, der den Ausgleich bedeutet hätte.
Heiko Becker
Peter Seidel von Peter Seidel Fränkischer Tag
Bamberg – Der Flügelspieler von Brose Bamberg vergibt die Chance zur Verlängerung, sein Team muss sich zum Start in die Zwischenrunde des Fiba-Europe-Cups mit 80:82 CSM Oradea geschlagen geben.

Drei Tage nach dem 90:98 gegen den Mitteldeutschen BC musste Brose Bamberg eine weitere bittere Heimniederlage hinnehmen. Am Mittwochabend unterlag die Mannschaft von Trainer Oren Amiel zum Auftakt der Zwischenrunde im Fiba-Europe-Cup vor nur 2013 Zuschauern dem rumänischen Spitzenklub CSM Oradea knapp mit 80:82 (43:40). Zum Pechvogel der Partie wurde Kevin Wohlrath, der kurz vor der Schlusssirene einen Korbleger und damit die Chance auf die Verlängerung vergab. Im zweiten Spiel der Gruppe L besiegte Anwil Wloclawek das zypriotische Team von Keravnos BC, bei dem die Bamberger am nächsten Mittwoch zu Gast sind, mit 92:83.

Fiba-Europe-Cup

Brose Bamberg – CSM Oradea 80:82

(19:24, 24:16, 18:25, 19:17)

Bei den Bambergern war Aufbauspieler Patrick Miller wieder an Bord, dafür mussten sie den nächsten Verletzten hinnehmen. Amir Bell konnte aufgrund von Oberschenkelproblemen ab Mitte des dritten Viertels nicht mehr eingesetzt werden.

Die Gastgeber hatten zunächst Probleme, sich auf die kleinlich pfeifenden Schiedsrichter einzustellen. So hatten schon nach fünf Minuten erst Wohlrath und dann Bell, die sich um den gegnerischen Aufbauspieler und Topscorer Erick Neal kümmern sollten, je zwei Fouls an diesem begangen. Probleme hatten die Gastgeber aber auch mit dem Gegner, der die Freiheiten, die ihm gewährt wurden, nutzte. Neal per Ziehen zum Korb oder Center Mark Ogden aus der Halbdistanz punkteten mehrmals nach dem gleichen Muster.

Amiel sah sich beim Stand von 8:16 schon zur ersten Auszeit gezwungen. Diese fruchtete nicht, Oradea setzte sich auf 21:10 ab. Die verunsicherten Hausherren ließen offensiv viele Chancen ungenutzt und konnten froh sein, dass sie nach dem ersten nicht deutlicher zurücklagen als 19:24. Vor allem aus der Distanz hatten sich die Bamberger bis dahin schwer getan. Nur einer von sieben Dreiern fand den Weg in den Korb.

Die Gastgeber fanden aber allmählich ihren Rhythmus. Sie verteidigten im zweiten Viertel besser, standen in den Passwegen und hemmten damit den Spielfluss des Gegners. Ein Dreier von Christian Sengfelder führte erstmals zum Ausgleich (27:27, 13. Minute), wenig später brachte Gabriel Chachashvili die Bamberger erstmals in Führung (37:35, 17.), die Wohlrath per Dreier auf 40:35 ausbaute. Oradea glich zwar postwendend wieder aus, aber die Oberfranken behaupteten zur Pause eine knappe Führung (43:40).

Die 15-minütige Unterbrechung bekam den Bambergern überhaupt nicht. In der Defensive schlich sich wieder der Schlendrian ein, offensiv fielen selbst freie Würfe in Korbnähe nicht. Nur einen der ersten sieben Angriffe schlossen sie nach dem Seitenwechsel erfolgreich ab. Nach 25 Minuten sah sich Amiel beim Stand von 46:53 zu einer weiteren Auszeit gezwungen. Jaromir Bohacik, der zwei Dreier hintereinander traf, hatten es die Hausherren zu verdanken, dass sie in Schlagdistanz blieben und nach dem dritten Viertel nur mit 61:65 zurücklagen.

Nach 7:0-Lauf wieder dran

Aus einem unsportlichen Foul von Bogdan Nicolescu generierten die Bamberger zu Beginn des Schlussabschnitts nur einen Zähler von der Freiwurflinie, auf der Gegenseite traf Donatas Tarolis trotz Fouls und auch den Bonusfreiwurf. Das Momentum lag wieder klar bei den Gästen, die sich auf acht Punkte absetzten. Doch das Team von Amiel bäumte sich noch einmal auf und war nach einem 7:0-Lauf zum 72:73 (34.) wieder im Geschäft.

Amir Bell (mit Ball) konnte aufgrund von Oberschenkelproblemen ab Mitte des dritten Viertels nicht mehr eingesetzt werden.
Amir Bell (mit Ball) konnte aufgrund von Oberschenkelproblemen ab Mitte des dritten Viertels nicht mehr eingesetzt werden.
Heiko Becker

Mit einem Zwei-Punkte-Rückstand gingen die Bamberger in die Schlussminute und hatten noch zweimal die Chance zum Ausgleich. Doch erst vergab Chachashvili einen Halbdistanzwurf, und drei Sekunden vor Schluss setzte Wohlrath nach einem Fastbreak freistehend einen Korbleger daneben. „Er hat sich stark verbessert, wird das wegstecken und aus dieser Erfahrung lernen“, meinte Amiel.

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