Planungen
Der Kindergarten ist das Sorgenkind
Dieses Grundstück in Trossenfurt steht bereit für einen Neubau des Kindergartens. Ob die Planungen jedoch weiterverfolgt werden, ist derzeit nicht sicher. Im Moment wird ein Konzept für eine andere Lösung erarbeitet, das dann im Gemeinderat diskut...
Dieses Grundstück in Trossenfurt steht bereit für einen Neubau des Kindergartens. Ob die Planungen jedoch weiterverfolgt werden, ist derzeit nicht sicher. Im Moment wird ein Konzept für eine andere Lösung erarbeitet, das dann im Gemeinderat diskutiert werden soll.
Foto: Christian Licha
F-Signet von Christian Licha Fränkischer Tag
Oberaurach – Oberaurach hat den gewaltigsten Haushalt aller Zeiten. Dabei sind Investitionen in Bauprojekte nicht einmal der größte Ausgabenposten.

Mit Blick auf den geplanten Neubau eines Kindergartens in Trossenfurt sagte Dritte Bürgermeisterin Sabine Weinbeer bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag: „Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann kostet uns der Kindergarten acht Millionen Euro.“ Weinbeer warnte vor einer Überforderung der Gemeinde durch die hohen Kosten. Auch Gemeinderat Daniel Markert äußerte diesbezüglich, das mache ihm „Bauchschmerzen“. So wie auch seine Stellvertreterin sieht Bürgermeister Thomas Sechser personelle und räumliche Ressourcen, um die Kinderbetreuung auch ohne einen neuen Kindergarten sicherzustellen. Darüber hätten auch schon erste Gespräche mit den Kindergartenverantwortlichen stattgefunden.

Die Verwaltung wurde bei der Sitzung nun beauftragt, ein Konzept zu erstellen und dem Gemeinderat zur weiteren Diskussion und Entscheidung vorzulegen.

Das größte Oberauracher Haushaltsvolumen aller Zeiten

Mit einem Gesamtvolumen von über 14 Millionen Euro hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag den Haushalt der Gemeinde Oberaurach für das laufende Kalenderjahr verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt beträgt 7.766.955 Euro, im Vermögenshaushalt sind 6.466.615 Euro festgeschrieben. Die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt beträgt 442.337 Euro. Damit wurde das größte Haushaltsvolumen aller Zeiten festgesetzt.

Der Anteil der Gemeinde an der Einkommenssteuer ist mit 2.074.500 Euro erneut der größte Einnahmeposten in Oberaurach, erklärte Kämmerer Christian Wengel, der die Zahlen vorstellte. Schlüsselzuweisungen werden mit 1.762.240 Euro veranschlagt, während die Einnahmen an Gewerbesteuer auf 900.000 Euro angesetzt sind. Neben dem Verwaltungs- und Betriebsaufwand (2.486.956 Euro) ist die Kreisumlage mit 2.008.227 Euro die größte Ausgabenposition.

Für Baumaßnahmen werden 2022 in Oberaurach knapp 2,7 Millionen Euro investiert

Für den Vermögenshaushalt werden 3.527.526 Euro aus den Rücklagen entnommen und Zuweisungen und Zuschüsse werden in Höhe von 2.340.616 Euro erwartet. Für Baumaßnahmen werden knapp 2,7 Millionen Euro investiert. Die größten Einzelposten sind hierbei der Breitbandausbau, 3. Abschnitt, mit 735.000 Euro, die Sanierung des Armin-Knab-Hauses in Neuschleichach (625.000 Euro), die Sanierung des Gebrüder-Mendel-Hauses in Dankenfeld (500.000 Euro), die allgemeine Wasserversorgung zusammen mit der Sanierung der Wasserleitung in den Straßen Großer Damm und Sandersgrund in Oberschleichach (500.000 Euro) sowie die Dorferneuerungsmaßnahmen in Dankenfeld mit 405.000 Euro.

 

Im aktuellen Haushalt ist keine Kreditaufnahme vorgesehen. Der Schuldenstand der Gemeinde Oberaurach betrug Ende letzten Jahres 139.600 Euro und wird sich nach der planmäßigen Tilgung in diesem Jahr auf 94.096 Euro am Jahresende 2022 verringern. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt damit gleichzeitig von 35,39 Euro auf 23,81 Euro.

2022 ist kein Kredit nötig, für 2023 und 2024 plant Oberaurach mit Kreditaufnahmen

Wenn alle bisherigen Planungen größerer Baumaßnahmen so bestehen bleiben wie momentan, dann ist aber in den Jahren 2023 und 2024 jeweils ein Kreditbedarf in Höhe von zwei Millionen Euro gegeben, erklärte Bürgermeister Thomas Sechser. Der Gemeinderat beschloss den Haushalt 2022 einstimmig.

Die Kundschaft kann sich mit Brennholz bevorraten

Für die Einschlagsaison 2022/23 setzt der Gemeinderat die Holzpreise für den Gemeindewald Oberaurach fest. Demnach ist die Preissteigerung bewusst moderat gegenüber den Anpassungen anderer Anbieter. Man wolle damit ein Zeichen setzen, waren sich die Gemeinderäte einig. In Selbstwerbung beträgt der Preis für Weichholz 18 Euro/Ster beziehungsweise für Hartholz 25 Euro/Ster. Brennholz lang wird als Nadelholz für 47 Euro je Festmeter und als Laubholz für 75 Euro je Festmeter angeboten. Vorrangig soll die Kundschaft der vergangenen Jahre bedient werden.

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