Standortsicherung
Schaeffler bündelt 15 Labore unter einem Dach
Auf einer großen Tafel weist das Unternehmen auf den Bau hin.
Auf einer großen Tafel weist das Unternehmen auf den Bau hin.
Foto: Bernhard Panzer
Herzogenaurach – Schaeffler legt den Grundstein für das neue Zentrallabor. Am Standort Herzogenaurach werden rund 80 Millionen Euro investiert.

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat am Campus Herzogenaurach den Grundstein für das hochmoderne Zentrallabor gelegt. Mit einer Investition von rund 80 Millionen Euro ist der Bau des Gebäudes ein zentrales Element der Roadmap 2025. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Demnach hält Schaeffler trotz des herausfordernden Umfelds an dem Zukunftsprojekt fest, das im Jahr 2023 fertiggestellt und Anfang 2024 bezogen werden soll.

Rosenfeld: Stärkung für Herzogenaurach

„Das Zentrallabor ist für Schaeffler von zentraler Bedeutung, um die Wettbewerbsfähigkeit und den Unternehmenserfolg auch in Zukunft nachhaltig zu sichern“, sagt Klaus Rosenfeld, Vorssitzender des Vorstands der Schaeffler AG. Und weiter: „Mit dem neuen Gebäude bündelt Schaeffler seine Kernkompetenzen und Schlüsseltechnologien im Bereich der Forschung und Entwicklung und stärkt Herzogenaurach als Stammsitz der Schaeffler Gruppe. Das Zentrallabor ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland und Zeichen, dass wir an unserem strategischen Kurs festhalten.“

Prof. Dr.-Ing. Tim Hosenfeldt (Leiter Zentrale Forschung und Innovation & Corporate Competence Center Central Technologies), Uwe Wagner (Vorstand Forschung und Entwicklung), Sandra Köllner (Leiterin Corporate Real Estate Projects, Space Management...
Prof. Dr.-Ing. Tim Hosenfeldt (Leiter Zentrale Forschung und Innovation & Corporate Competence Center Central Technologies), Uwe Wagner (Vorstand Forschung und Entwicklung), Sandra Köllner (Leiterin Corporate Real Estate Projects, Space Management & New Work), Andreas Schick (Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf), Dr. Alexander Putz (Leiter Campus Herzogenaurach) und Sven Brandt (Projektmanager Innovationsprojekte) legten den Grundstein für das neue Zentrallabor am Campus Herzogenaurach (von links).
Foto: Schaeffler

Bürgermeister Hacker: Außerordentlich erfreulich

Das ist natürlich auch für den Herzogenauracher Bürgermeister German Hacker eine „außerordentlich erfreuliche“ Nachricht. Schon bei der Präsentation des Projekts im Februar 2021 hatte Hacker festgestellt, dass dies eine weitere wichtige Weichenstellung in Richtung Zukunft bedeute. Die Grundlagenkompetenzen in vielen Feldern in Herzogenaurach zu bündeln und 80 Millionen Euro zu investieren, ist für Hacker „ein weiteres lobenswertes Bekenntnis zur Standorttreue unseres großen Familienunternehmens zu Herzogenaurach, der Region und ganz Bayern.“

Wasserstoff-Zentrum

Neben dem Zentrallabor errichtet Schaeffler zudem ein Kompetenzzentrum für Wasserstofftechnologie in Herzogenaurach. Erst kürzlich hat der Automobil- und Industriezulieferer am fränkischen Standort Höchstadt an der Aisch ein vollautomatisiertes und digitalisiertes Werkzeugtechnologiezentrum eröffnet. In Bühl, dem Sitz der Sparte Automotive Technologies, entsteht kaut Schaeffler ein „weltweit führendes“ Leitwerk für E-Mobilität. Die in Deutschland getätigten Investitionen sollen so nachhaltig Arbeitsplätze in den Zukunftstechnologien sichern.

Platz für mehr als 360 Mitarbeiter

Das spartenübergreifende Zentrallabor bietet auf einer Bruttogeschossfläche von mehr als 17.000 Quadratmetern zukünftig 15 Laboren und mehr als 360 Mitarbeitenden Platz, heißt es in der Information weiterhin. „Schaeffler steht seit jeher für höchste Innovationskraft und Entwicklungsexzellenz“, sagt Uwe Wagner, Vorstand Forschung und Entwicklung. Mit dem Zentrallabor stärke man dieses Know-how und gestalte den Fortschritt. Das Zentrallabor bildet ein breites Themenspektrum der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens ab. Es wird nach neuesten Nachhaltigkeitsstandards realisiert und als so genanntes „Green Building“ betrieben. Es soll auch Kunden zugänglich gemacht werden.

 

Lesen Sie auch: 

 

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: