Brandbekämpfung
So lief eine der ersten Großübungen seit zwei Jahren
Die Feuerwehren rückten zu einer Übung nach Wartenfels aus. Ein vermeintlicher Scheunenbrand hielt die Einsatzkräfte auf Trab.
Die Feuerwehren rückten zu einer Übung nach Wartenfels aus. Ein vermeintlicher Scheunenbrand hielt die Einsatzkräfte auf Trab.
Foto: Feuerwehr
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Wartenfels – „Man hat in Euren Gesichtern gesehen, dass jedem die großen Übungen gefehlt haben“, sagte Kreisbrandinspektor Yves Wächter bei der Bewertung.

Die Sirenen heulten gegen 18.50 Uhr in Wartenfels, Presseck, Reichenbach, Zettlitz, Stadtsteinach und Rugendorf: In der Ortsmitte von Wartenfels stieg weißer Rauch aus einer Scheune. Die Durchsage an die ausrückenden Feuerwehren lautete: „Scheunenbrand in Wartenfels, mehrere vermisste Personen – Übungsalarm.“ Spätestens da war – zumindest den beteiligten Feuerwehrleuten – klar, dass es sich nicht um einen Ernstfall handelt.

Mit Kunstnebel und Rauchmelder

Die Planer der Übung stellten einen Unfall dar, durch den ein Teil der Scheune „Feuer fing“. Mit Kunstnebel und Rauchmelder, wurde auch den Zuschauern verdeutlicht, dass man realitätsnah übte. Daniel Geyer, Kommandant der Feuerwehr aus Wartenfels, übernahm die Einsatzleitung und machte sich ein Bild vom Geschehen. Unter den Augen von Kreisbrandrat Thomas Hoffmann und Kreisbrandinspektor Yves Wächter koordinierte er die anrückenden Fahrzeuge und stellte sicher, dass die Atemschutztrupps schnell zum Einsatz kamen, um die vermissten Personen zu finden.

Drehleiter aus Stadtsteinach im Einsatz

Auf dem angrenzenden Balkon waren Hilferufe zu hören. Für zwei Personen war der Rückzugsweg durch das Gebäudeinnere abgeschnitten. Sie mussten mit der Drehleiter aus Stadtsteinach in Sicherheit gebracht werden. „Mayday, Mayday“, klang es dann aus dem Inneren der verrauchten Scheune. Ein Funkspruch, der allen klar macht, dass ein Feuerwehrtrupp unter Atemschutz im Inneren des Gebäudes einen Notfall hat, ließ alle an der Einsatzstelle aufhorchen. Zum Glück war auch das nur Teil der Übung. Sofort wurde reagiert. Ein weiterer Atemschutztrupp ging ins Gebäude, um den Kameraden zu helfen.

Es wurde klar: Trotz der langen Pause sind die Feuerwehren in Übung.
Es wurde klar: Trotz der langen Pause sind die Feuerwehren in Übung.
Foto: Feuerwehr

Von den Zuschauern, die direkt am „Brandort“ standen fast unbemerkt, bauten die Feuerwehren aus Rugendorf, Zettlitz, Stadtsteinach und Reichenbach eine fast 500 Meter lange Wasserversorgung auf, um am Brandherd das angenommene Feuer löschen zu können. Alle Personen wurden gerettet, dem Atemschutztrupp wurde schnell geholfen.

Christian Ruppert lobt schnelle Hilfe im Oberland

„Man hat in Euren Gesichtern gesehen, dass jedem die großen Übungen gefehlt haben. Obwohl mehr als zwei Jahre lang solche Übungen ausgefallen sind, habt ihr Eure Sache sehr gut gemacht“, stellte Wächter bei der Bewertung fest. Bürgermeister Christian Ruppert zeigte sich erleichtert, dass durch die Stationierung der neuen Drehleiter in Stadtsteinach nun noch schneller Hilfe im Oberland zur Verfügung steht.

Kreisbrandrat und Kreisbrandinspektor zogen im Anschluss an die Übung ein positives Fazit.
Kreisbrandrat und Kreisbrandinspektor zogen im Anschluss an die Übung ein positives Fazit.
Foto: Feuerwehr

Er dankte allen Wehrleuten für das Engagement und dem Landkreis für die Unterstützung bei der Beschaffung von Fahrzeugen und gerät. „Man hat gesehen, dass man sich auf unsere Feuerwehren verlassen kann, die das alles in ihrer Freizeit leisten“, fügte der Bürgermeister an.

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