Faschingsauftakt
Stadtsteinacher Bürgermeister muss in die Tonne
Finale Wettkampfrunde: Bürgermeister Roland Wolfrum in der blauen Tonne.
Finale Wettkampfrunde: Bürgermeister Roland Wolfrum in der blauen Tonne.
Foto: Sonny Adam
F-Signet von Sonja Adam Fränkischer Tag
Stadtsteinach – Zum Start in die närrische Saison haben sich die Stadtsteinacher Narren lustige Spiele einfallen lassen und präsentierten tolle Tanzdarbietungen.

Wenn die fünfte Jahreszeit beginnt, ist in Stadtsteinach alles möglich. Seit dem 11.November regieren offiziell die Narren. Auch in diesem Jahr hat Bürgermeister Roland Wolfrum seinen Rathausschlüssel nicht erfolgreich gegen die Übermacht der Faschingsgesellschaft verteidigen können. Nach drei Spielen, denen sich das Stadtoberhaupt stellen musste, hatte Präsident Andy Sesselmann die Nase vorn.

Ein paar knifflige Aufgaben

Bei der ersten Disziplin – Sahne schlagen – hatte der Bürgermeister noch Verbündete. Er durfte einen elektrischen Dreimix verwenden, während das Oberhaupt der Narren sein Glück mit dem Schneebesen versuchte.

Ein ungleicher, aber lustiger Wettkampf: Wer schlägt die Sahne schneller steif – Andy Sesselmann mit dem Schneebesen oder roland Wolfrum mit dem Mixer?
Ein ungleicher, aber lustiger Wettkampf: Wer schlägt die Sahne schneller steif – Andy Sesselmann mit dem Schneebesen oder roland Wolfrum mit dem Mixer?
Foto: Sonny Adam

In der zweiten Disziplin holte „Joker“ Hansi Hümmer für die Faschingsgesellschaft die Kohlen aus dem Feuer. Er saugte Tischtennisbälle an, platzierte diese auf Flaschen – und war, wie durch ein Wunder – natürlich schneller als der amtierende Bürgermeister.

Multitasking in der Tonne

Dritte Herausforderung: Bürgermeister und Faschings-Präsident mussten in die blaue Tonne einsteigen. Beide ließen sich rasant durch die Steinachtalhalle schieben, sammelten unterwegs Schuhe, Socken und ein T-Shirt ein und mussten dabei obendrein noch ein Glas Bier austrinken.

FG-Präsident Andy Sesselmann erfüllte nicht nur diese Aufgaben, ihm flogen noch BHs in allen Größen und Farben zu. Das machte den Unterschied. Der Sieg ging an die Narren – und Bürgermeister Roland Wolfrum gab den Schlüssel freiwillig heraus.

In bester Stimmung zeigten sich auch die Garden sowie Tanzmariechen Leonie Arndt. Nachwuchsarbeit wird bei den Garden seit Jahrzehnten groß geschrieben.

Die Jüngsten sind erst drei Jahre alt

Bei der Purzelgarde sind zehn Tanzbegeisterte mit von der Partie. Die Jüngsten sind gerade mal drei Jahre alt. Alle standen zum ersten Mal auf der Bühne und eroberten die Herzen der Zuschauer im Sturm.

Tänzerinnen in Top-Form

Auch die gelbe Garde konnte in diesem Jahr noch nicht auf Bühnenerfahrung zurückgreifen. Einige hatten zwar schon vor der Corona-Pandemie Tanzerfahrung gesammelt, doch für einige war der Auftritt ganz neu und damit sehr aufregend. Auch die gelbe Garde, die von Lena Hildner, Kathrin Kolbe und Laura Süß trainiert wird, bestand ihre Feuertaufe.

Die Gardetänzerinnen präsentierten sich in Bestform.
Die Gardetänzerinnen präsentierten sich in Bestform.
Foto: Sonny Adam

Als echte Profis entpuppten sich die fortgeschrittenen Tänzerinnen: Die Minigarde, die Midigarde und die Mickigarde begeisterten durch anspruchsvolle Choreographie und einzigartige Figur-Kombinationen. Auch ihre akrobatischen Fähigkeiten haben die passionierten Tänzerinnen nicht verlernt.

Prinzenpaare mit längster Amtszeit

Zum Faschingsauftakt verabschiedeten sich die alten Prinzenpaare nach der längsten Amtszeit, die es je gegeben hat. Das Prinzenpaar Susanne und Tobias Steinl und das Kinderprinzenpaar Ida Pöhner und Moritz Michel hielten flammende Reden auf den Fasching.

Das Kinderprinzenpaar Ida Michel und Moritz Pöhner hielt eine Rede.
Das Kinderprinzenpaar Ida Michel und Moritz Pöhner hielt eine Rede.
Foto: Sonny Adam

Natürlich hoffen alle auf eine fröhliche, unbeschwerte Session 2022/23. Bürgermeister Roland Wolfrum indes versprach, dass das Marktplatztreiben wieder stattfinden soll.

Party mit Stimmungshits

Mit großem Hallo ging der Faschingsauftakt in der Steinachtalhalle zu Ende. Die Hugo-Crew sorgte musikalisch für gute Stimmung – in diesem Jahr allerdings in einer Light-Version. Doch der Fröhlichkeit tat dies keinen Abbruch. Beim Helikopter-Song und anderen Faschings-Superhits machten die Stadtsteinacher gerne mit.

Die Stadtsteinacher Stadthalle wurde wieder einmal zum närrischen Zentrum. Und so mancher ließ den Auftakt dann gerne noch in der Bar ausklingen.

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