Indiana Jones? Läuft seit Donnerstag tatsächlich wieder – mit Harrison Ford! – in den Kinos dieser Welt. Die dazugehörige Musik gibt’s am kommenden Samstag, 1. Juli, aber auch im Coburger Rosengarten zu hören. Denn beim diesjährigen Klassik-Open-Air spielt das Philharmonische Orchester des Landestheaters die größten Meisterwerke der Filmmusik. Generalmusikdirektor Daniel Carter hat ein Programm zusammengestellt, das von „Harry Potter“ und „Der weiße Hai“ über „Star Wars“ und „E.T.“ bis eben zu „Indiana Jones“ reicht.
„Vor dem Umzug ins Globe wollen wir es noch einmal richtig krachen lassen“, sagt Daniel Carter. Auch bei Michael Selzer von Coburg Marketing ist die Vorfreude groß: „Je nach Wetter erwarten wir wieder zwischen 3500 und 5000 Besucher.“ Dazu muss man wissen: Das Klassik-Open-Air, das gemeinsam vom Landestheater und von Coburg Marketing veranstaltet wird, hat seit jeher sehr viele treue Fans, die sich den Termin bereits seit langer Zeit ganz dick im Kalender angestrichen haben dürften.
Coburg Marketing weist Kritik zurück
Dennoch ist in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien etwas Kritik laut geworden, wonach das diesjährige Open-Air zu schlecht beworben werde. Michael Selzer weist diese Kritik zurück. Davon abgesehen, dass der Termin im Spielzeitheft des Landestheaters stehe, das im Sommer 2022 (!) erschienen ist: Entsprechende Plakate würden seit zwei Wochen an den städtischen Werbe-Stelen hängen. Auch zahlreiche Flyer liegen laut Selzer überall aus. Grundsätzlich erklärt Selzer: „Eine Traditionsveranstaltung, die Open-Air und kostenlos stattfindet früher zu bewerben, ist rausgeworfenes Geld, da die Erfahrung zeigt, dass sich die Menschen kurzfristig und wetterabhängig entscheiden.“
Lob für besonderes Ambiente
Michael Selzer ist übrigens fest davon überzeugt, dass es am Samstag nicht regnen wird. Und dann steht einem vergnüglichen Abend dann überhaupt nichts mehr im Weg. „Das Besondere am Klassik-Open-Air ist für mich das Ambiente“, sagt er und schwärmt auch von der „Ungezwungenheit“: „Man nimmt sich einfach eine Decke und kommt in den Rosengarten.“ Auch, dass jeder kommen und gehe könne, wie er wolle, sei eben eine Besonderheit dieser Veranstaltung.
Zum Programm Der amerikanische Komponist John Williams zählt seit den 1970er Jahren zu den weltweit bedeutendsten Filmkomponisten. Vielfach arbeitete er mit Steven Spielberg zusammen, aber auch mit Regisseuren wie George Lucas oder Alfred Hitchcock.
Bereits in seiner Zeit am Theater Freiburg hatte Daniel Carter eine Filmmusikreihe ins Leben gerufen. „Es gibt einfach wahnsinnig viel gute Musik in Filmen, die oft hinter den beeindruckenden Bildern auf der Leinwand gar nicht so bewusst wahrgenommen wird. Und diese Musik einmal zu zelebrieren, darum geht es in dem John-Williams-Programm. Williams ist einfach ein fantastischer Komponist für Orchestermusik, der sich durch großes handwerkliches Können und eine breite Stilvielfalt auszeichnet. Seine Kompositionen sind wirklich virtuos.“ So gehe es „nonstop durch die Jahrzehnte der Filmgeschichte“.
Besondere Gäste des Abends sind die jungen Musikerinnen und Musiker des Mitmachkonzerts unter der Leitung von Wolfgang Lischke – ehemals Kapellmeister beim Beethoven Orchester in Bonn, seit einigen Jahren Musiklehrer am Casimirianum Coburg. Einmal im Jahr gibt das Philharmonische Orchester Landestheater Coburg jungen talentierten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit ein abendfüllendes Konzert in seinen Reihen mitzuspielen. In dieser Spielzeit wurde unter anderem ein James-Bond-Medley von Victor Lopez einstudiert und im Großen Haus aufgeführt, das in diesem thematisch passenden Rahmen noch einmal präsentiert werden soll.
Die wichtigsten Infos im Überblick
Termin Samstag, 1. Juli
Beginn 20.30 Uhr
Eintritt frei
Moderation Daniel Carter
Plätze Es herrscht freie Platzwahl! Stühle sind aber nur begrenzt vorhanden. Decken und Stühle können aber gerne mitgebracht werden.
Versorgung Getränke und Snacks werden vor Ort angeboten, dürfen aber auch mitgebracht werden.
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