Finanzierung gesichert
Geld vom Freistaat für S-Bahn-Haltepunkt Forchheim Nord
Die Unterführung in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße im Forchheimer Norden ist wieder geöffnet. Über eine Rampe werden die Fahrgäste den Bahnsteig von der Dietrich-Bonhoeffer-Unterführung aus barrierefrei erreichen können.
Die Unterführung in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße im Forchheimer Norden ist wieder geöffnet. Über eine Rampe werden die Fahrgäste den Bahnsteig von der Dietrich-Bonhoeffer-Unterführung aus barrierefrei erreichen können.
Foto: Barbara Herbst
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Forchheim – Die Arbeiten für den S-Bahn-Haltepunkt in Forchheim Nord sind bereits in vollem Gange, nun erklären sich der Freistaat und die Bahn bereit, Geld für das Projekt beizusteuern.

Der Bau hat bereits im Frühjahr 2021 begonnen, nun ist auch die Finanzierung unter Dach und Fach: Der Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn haben den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für den neuen S-Bahn-Haltepunkt Forchheim Nord unterzeichnet. Das teilt das Bayerische Verkehrsministerium mit.

Demnach übernimmt der Freistaat 3,2 Millionen Euro der Kosten für den Neubau, die DB steuert rund 600.000 Euro bei. Die Gesamtkosten für den Bau liegen bei rund 3,8 Millionen Euro.

Viergleisiger Bahnausbau

Der Ausbau des neuen S-Bahn-Haltepunkts erfolgt im Rahmen des viergleisigen Ausbaus der Fernverkehrsstrecke zwischen Nürnberg und Ebensfeld (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit - VDE 8.1). Die Inbetriebnahme der Station ist laut DB für Ende 2024 vorgesehen.

Verkehrsminister Christian Bernreiter: „Mehr als 1100 Reisende täglich“

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter betont, dass das Geld gut angelegt ist: „Mehr als 1100 Reisende werden täglich am neuen Haltepunkt ein- und aussteigen. Wir schaffen mit der S-Bahn-Station also insbesondere für die Menschen, die im Norden Forchheims wohnen, arbeiten und die Schulen besuchen, ein deutlich attraktiveres Verkehrsangebot und stärken gleichzeitig die Schiene als umweltfreundlichen Verkehrsträger. Mit der Unterzeichnung des Realisierungs- und Finanzierungsvertrages steht dem neuen Haltepunkt nun nichts mehr im Wege.“

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Klaus-Dieter Josel, DB-Konzernbevollmächtigter für Bayern, sagt: „Wir bauen die Bahninfrastruktur im Freistaat kontinuierlich aus. Die Modernisierung und der Neubau von Bahnhöfen sind dabei ein wichtiger Baustein. Denn: Bayern braucht eine starke Schiene, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein – und darum sind wir dankbar für den finanziellen Rückenwind aus öffentlicher Hand.“

S-Bahn-Strecke Nürnberg - Forchheim - Bamberg

Der neue Haltepunkt Forchheim-Nord liegt an der S-Bahn-Strecke Nürnberg - Forchheim - Bamberg und wird stündlich mit der Linie S1 bedient werden. In der Hauptverkehrszeit werden montags bis freitags zusätzlich noch einige Züge der Linie RB 26 halten.

Der Haltepunkt wird aus einem Mittelbahnsteig mit einer Bahnsteiglänge von 140 Metern und einer Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern bestehen. Über eine Rampe werden die Fahrgäste den Bahnsteig von der Dietrich-Bonhoeffer-Unterführung aus barrierefrei erreichen können.

Bau für S-Bahn-Haltepunkt hat bereits begonnen

Um den Bau der neuen Station möglichst schnell zu ermöglichen, hatte der Freistaat Bayern einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zugestimmt, weshalb die DB bereits mit dem Bau des S-Bahn-Haltepunktes beginnen konnte.

Der Ausbau des S-Bahn-Netzes Nürnberg ist nicht nur verkehrspolitisch, sondern auch siedlungs- und wirtschaftspolitisch für die gesamte Region enorm wichtig und leistet einen wertvollen Beitrag für ein klimabewusstes Mobilitätsangebot, heißt es in der Pressemeldung.

 

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