Wagnis
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Die ehemalige Grundschule von Stettfeld leistet auch weiterhin ihre Dienste als Übergangslösung. Jetzt ist dort der Hort untergebracht und demnächst soll sie die Kindergarten aufnehmen, wenn die Einrichtung umgebaut wird.
Die ehemalige Grundschule von Stettfeld leistet auch weiterhin ihre Dienste als Übergangslösung. Jetzt ist dort der Hort untergebracht und demnächst soll sie die Kindergarten aufnehmen, wenn die Einrichtung umgebaut wird.
Foto: Günther Geiling
Stettfeld – Wegen Corona und Inflation: Kindergartenumbau kostet jetzt 2,53 Millionen. Der Gemeinderat Stettfeld beschließt ihn trotz der schwierigen Lage.

Erneut stand der Entwurf für die Generalsanierung und Erweiterung des Kindergartens auf der Tagesordnung. Der Gemeinderat billigte nun die Planung, die 2,53 Millionen Euro für die Maßnahme vorsieht. Nun hofft man, dass die Regierung von Unterfranken bald grünes Licht gibt, um das Bauprojekt angehen zu können.

Architekt Sebastian Pollach stellte dem Gremium die Planung vor. An der Aufteilung der Räume habe sich eigentlich seit der letzten Beratung nicht viel geändert. Im Erdgeschoss des Altbaues bleibe die bestehende Gruppe. Neu sei aber ein offener Mehrzweckraum, der auch für den „Mittagstisch“ und für das Konzept des pädagogischen Kochens zum Einsatz komme.

Im Obergeschoss seien die Räume für die neue Gruppe und die Verwaltung. Hier habe man genügend Platz über das Raumprogramm hinaus.

2,53 Millionen Euro seien realistischer als die vor einiger Zeit geschätzten 2,27 Millionen

Die Kosten seien vor einiger Zeit mit 2,27 Millionen Euro geschätzt worden. Nun habe er aber einen Coronabonus und eine Preissteigerung mit eingerechnet, so dass er realistisch mit 2,53 Millionen Euro plane. Mit diesem Entwurf und diesen Zahlen sei die Planung auch bei der Regierung von Unterfranken eingereicht worden, sagte Pollach.

Ein weiteres Bauprojekt der Gemeinde ist der Umbau des Pfarrhauses zu einem Hort. Architekt Pollach informierte über diese Nutzungsänderung. Im Erdgeschoss wäre der größte Eingriff der Umbau der Sanitäranlagen und es gelte, einen barrierefreien Eingang zu schaffen. Im Obergeschoss seien Gruppenräume und Leitungszimmer geplant. Die Kosten für den Umbau und die Nutzungsänderung am alten Pfarrhaus bezifferte Pollach mit 581.000 Euro. Die Außentreppe schlage allein schon mit 30.000 Euro zu Buche. Das Gebäude habe aber einen ortsbildprägenden Charakter und deshalb sollte man diese Außenarbeiten mit aufnehmen.

Wie es mit dem Urnengrabfeld für anonyme Bestattungen in Stettfeld weitergeht

Bei der Neuanlage eines Urnengrabfeldes für anonyme Bestattungen lagen zwei ähnliche Vorschläge von Kreisfachberater Guntram Ulsamer und von Doris Simon vor. Dieser neue Friedhofsbereich soll sich von den vorhandenen Friedhofsflächen als grüne und aufenthaltsfreundliche Fläche abheben und der Versiegelungsgrad soll auf ein Minimum beschränkt werden. Die Urnen selbst liegen dabei verborgen in der Rasenfläche und die Verweildauer im Urnengrab werde mit zehn bis 15 Jahren angesetzt. Dies müsse aber erst noch in die Satzung eingearbeitet werden. Das Gremium sprach sich für die leicht abgeänderte Variante von Doris Simon aus.

Die Gemeinde beteiligt sich auch an der Umsetzung des interkommunalen Projekts „Wasserstoffstrategie“, welches die Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte (GUT) beschlossen hat. Zur Finanzierung soll jede Gemeinde einen Anteil von 5057 Euro einbringen, was aber mit 70 Prozent gefördert werde. Bei der Gemeinde verblieben damit Eigenmittel in Höhe von 1517 Euro. Dem stimmte das Gremium zu.

Ebenso sprach sich die Gemeinde für eine Kostenübernahme für eine Begleitperson bei Aufenthalt in einem Feuerwehrerholungsheim aus, wenn jemand 50 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr geleistet hat.

Zu niedrige Stromkosten in der Kläranlage für eine Förderung?

Bürgermeister Alfons Hartlieb streifte noch einmal das Projekt „Kläranlage“, bei der von einem Einsparpotenzial bei den Stromkosten von rund 46.000 Euro gesprochen wurde. Dies sei seiner Meinung unrealistisch, weil man derzeit nicht einmal 40.000 Euro Stromkosten habe. Er habe sich einen Kostenvergleich von der Kläranlage Wonfurt angesehen, die bis zum Jahre 2015 einen jährlichen Verbrauch von 100.000 bis 110.000 KWh hatte und nach Aufbau einer Photovoltaikanlage jetzt immer noch bei 87.000 kWh liege. Um in den Genuss einer Förderung zu kommen, müsse man bei einer Potenzialstudie mit Kosten von über 110.000 € rechnen. Dies soll auf einer der nächsten Sitzungen besprechen werden.:

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