Pläne
Was auf künftige Bauherren in Wonfurt zukommt
Bevor die Bagger kommen, müssen die Planungen für das neue Baugebiet „Schelmshecke“ im Wonfurter Gemeindeteil Steinsfeld abgeschlossen sein.
Bevor die Bagger kommen, müssen die Planungen für das neue Baugebiet „Schelmshecke“ im Wonfurter Gemeindeteil Steinsfeld abgeschlossen sein.
Foto: Symbolbild: Herbert Mackert, FT-Archiv
F-Signet von Christian Licha Fränkischer Tag
Wonfurt – Wer im Baugebiet „Schelmshecke“ im Wonfurter Gemeindeteil Steinsfeld bauen will, hat einige Verpflichtungen, die der Gemeinderat beschlossen hat.

Die hintere Zufahrt für die Grundstücke am Wedelweg entfällt künftig: Zu den Änderungen im Bebauungsplan „Schelmshecke“ in Steinsfeld wurden bei der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag noch offene Fragen diskutiert und die entsprechenden Sachverhalte beschlossen. Das Gremium stimmte dafür, dass der Wiesenweg mit der Flur-Nummer 198/0 den Baugrundstücken zugeschlagen werden soll. Die Zuordnung des Wegeflurstücks zu den Baugebietsflächen nehme den Anwohnern am Wedelweg zwar die hintere Grundstückszufahrt, aber diese erscheine auch nicht erforderlich, weil die Gärten auch vom Wedelweg her zugänglich seien, erklärte Bürgermeister Holger Baunacher. Im Gegensatz dazu wurde das Grundstück Flur-Nr. 200/4 nicht in die Bebauungsplanänderung eingebunden, obwohl das ursprünglich so vorgesehen war. Grund dafür ist, dass in der jetzigen Planung eine vollwertige zweigeschossige Bauweise vorgesehen ist.

Regenrückhaltung wird Pflicht für die künftigen Grundstücke im Baugebiet „Schelmshecke“

Die Regenrückhaltung im Baugebiet „Schelmshecke“ soll eine Mischung aus Retentionsbereich und Zisterne darstellen. Die Regenrückhaltebecken sind im Vorentwurf zur Bebauungsplanänderung bereits verpflichtend festgesetzt. Es müssen auf je zehn Quadratmetern befestigter Fläche 0,3 Kubikmeter Rückhaltevolumen bereitgehalten werden.

„Eine Retention von Niederschlagswasser auf privaten Flächen ist als äußerst sinnvoll zu erachten“

Bürgermeister Baunacher zitierte die Ausführungen des Planungsbüros: „Vor allem unter Berücksichtigung der immer häufiger auftretenden Starkregenereignisse ist eine Retention auf den privaten Flächen als äußerst sinnvoll zu erachten. Dies dient zur hydraulischen Entlastung des Mischwasserkanals.“ Anderenfalls wäre die Errichtung eines zusätzlichen Regenwasserkanals erforderlich, was weitere Kosten mit sich bringen würde. Noch ein Punkt: Gemeindemitarbeitern muss der Zugang zur privaten Rückhaltung jederzeit gewährleistet sein. Damit will die Gemeinde Fehlnutzungen ausschließen. Mit einer Gegenstimme wurde dies so beschlossen, also wie bereits geplant.

Die Errichtung von Solaranlagen auf den Privatgrundstücken soll nicht zur Pflicht gemacht werden

Weiterhin wird den Bauherren die Errichtung von Photovoltaikanlagen zumindest empfohlen. Grundsätzlich sei die Verpflichtung der Bauherren zur Errichtung von Solaranlagen zwar möglich, schreibt die Verwaltung. Mit dieser Festsetzungsmöglichkeit bestünden aber noch keine Erfahrungen. Eine Pflicht hätte nicht unerhebliche finanzielle Auswirkungen auf künftige Bauwerber, urteilt die Verwaltung in ihrer Stellungnahme.

Der Bürgermeister erinnerte dabei an Folgendes: „Mit der Überarbeitung des Bebauungsplans wollten wir den Bauwerbern ja gestalterische Freiheit bieten und die Genehmigungsverfahren vereinfachen.“

Die notwendigen Kanalsanierungen kosten die Gemeinde Wonfurt 640.000 Euro

Über anstehende Kanalsanierungen in Wonfurt wurde der Gemeinderat durch Diplom-Ingenieurin Christina Berger vom Büro SRP informiert. Demnach ist die Sanierung beziehungsweise Erneuerung des Kanals im Bereich Grillengasse/Ringstraße und Dr.-Steinmüller-Straße/Ringstraße notwendig.

In Wonfurt stehen wieder Kanalsanierungen an. Unser Foto zeigt den Gemeinderat bei der Besichtigung einer ähnlichen Baustelle im Jahr 2020.
In Wonfurt stehen wieder Kanalsanierungen an. Unser Foto zeigt den Gemeinderat bei der Besichtigung einer ähnlichen Baustelle im Jahr 2020.
Foto: Christian Licha

Die Kosten dafür belaufen sich grob geschätzt auf insgesamt 640.000 Euro brutto. Darin enthalten sind auch zehn Meter Wasserleitung, die in der Ringstraße/Dr.-Steinmüller-Straße erneuert werden müssen.

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