Bauabschnitte
Pläne fürs Neubaugebiet werden konkret
Links des Weges entsteht das Neubaugebiet „Zum Stolzenrangen“ in Reutersbrunn. Im Hintergrund der Ort mit Kirche.
Links des Weges entsteht das Neubaugebiet „Zum Stolzenrangen“ in Reutersbrunn. Im Hintergrund der Ort mit Kirche.
Foto: Helmut Will
Reutersbrunn – „Das ist heute Standard“: Eine ziemlich breite Straße, aber kein Gehweg. So legt Ebern sein neues Baugebiet in Reutersbrunn an.

Zwei wichtige Punkte, der Anschluss der Wasserversorgung an Fernwasser Oberfranken (FWO) und das Baugebiet „Am Stolzenrangen“, standen bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend in der alten Schule in Reutersbrunn auf der Tagesordnung.

Vertreter des Ingenieurbüros Schneider & Partner (SRP), Lothar Schwemmlein und Stefan Döbereiner, informierten über das geplante Neubaugebiet „Am Stolzenrangen“ in Reutersbrunn. Schwemmlein erläuterte im Detail die Planungen mit Straßenbau im dortigen Gebiet. Auf einen Gehweg sollte wegen Kostenminimierung verzichtet werden. Die vorläufige Kostenschätzung wurde mit 1,1 Millionen ohne Straßenbeleuchtung genannt. Wie hierzu Martin Lang ergänzte, sei mit 15.000 bis 20.000 Euro für die Straßenbeleuchtung zu rechnen.

Ortssprecher Andreas Leibold zeigt auf das neue Baugebiet „Am Stolzenrangen“ in Reutersbrunn.
Ortssprecher Andreas Leibold zeigt auf das neue Baugebiet „Am Stolzenrangen“ in Reutersbrunn.
Foto: Archivbild: Helmut Will

Dass die dortige Straße teilweise eine Breite von 6,50 Meter aufweisen soll, stieß auf Unverständnis. Michael Walz: „So breit ist doch nicht einmal die Ortsverbindungsstraße Richtung Unterpreppach.“ Dazu entgegnete Lothar Schwemmlein, dass das heute Standard sei, um einen sicheren Verkehrsfluss zu gewährleisten. Auch müsse man bedenken, dass das Baugebiet möglicherweise in einigen Jahren noch in Richtung Süden verlängert werde. Die Kosten werden, wie Bürgermeister Hennemann auf Anfrage bestätigte, zu 90 Prozent auf die dortigen Anlieger umgelegt. Derzeit müsse man von gut 550.000 Euro brutto ausgehen.

Vorgesehen sind drei oder vier Bauabschnitte im Neubaugebiet „Am Stolzenrangen“ in Reutersbrunn

Stefan Döbereiner – er wird nach Beginn der Baumaßnahmen als Bauleiter vor Ort sein – erklärte die angedachten einzelnen Bauabschnitte im Neubaugebiet. „Wir werden versuchen, die Bauabschnitte von der Kreisstraße ausgehend so vorzunehmen, dass die bereits dort vorhandenen Anlieger so wenig wie möglich belastet werden“, sagte er. Vorgesehen sind drei oder vier Bauabschnitte, eine Zufahrt zu den dortigen Anwesen soll stets gewährleistet werden.

Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) konnte in einen voll besetzten Raum blicken, als er die Bürgerinnen und Bürger begrüßte. Eine Bürgerversammlung in Reutersbrunn war nach seinen Worten schon im Oktober 2021 vorgesehen, konnte jedoch wegen der Pandemie nicht stattfinden. Auf die Trinkwasserversorgung von Ebern allgemein eingehend sagte das Stadtoberhaupt, dass die Stadt dafür schon viel getan und investiert habe. Er gab einen allgemeinen Überblick zu diesem Thema für das Stadtgebiet, wobei er auch auf den Brunnen in Albersdorf einging, der saniert werden soll und somit als weiteres Standbein in die Wasserversorgung eingefügt werden könne.

Die Versorgung mit Trinkwasser ist gesichert

„Der Stadtrat hat beschlossen, dass wir uns der FWO anschließen. Heubach hat seit dem 1. Mai reines FWO-Wasser und das ist auch für Reutersbrunn und Eichelberg vorgesehen“, berichtete der Bürgermeister. Damit sei die Versorgung mit Trinkwasser gesichert. Martin Lang, Technischer Leiter des Bauamtes der VG Ebern, ging ins Detail und zeigte den Bürgern die genauen Planungen und den Trassenverlauf der Wasserleitung von Heubach bis zum Wasserhaus an der Pöppelsmühle auf. Er erläuterte die möglichen Mischverhältnisse des FWO-Wassers mit dem Wasser aus den Brunnen der Stadt Ebern. „Vorgesehen ist ein Bezug von FWO-Wasser von 50.000 bis 55.000 Kubikmeter pro Jahr“, so Lang. Dadurch sei eine Entlastung der städtischen Brunnen gewährleistet und ggf. könne nach Absprache mit der FWO im Bedarfsfall auch mehr Wasser von dort bezogen werden.

Das Trinkwasser soll für die angeschlossenen Ortschaften nicht teurer werden

Teilweise seien Rohrleitungen zwischen den Ortschaften Heubach und Reutersbrunn zu erneuern. „Wenn die Leitungen und Anschlüsse alle fertig gestellt sind, befindet sich zwischen Heubach und der Pöppelsmühle nur FWO-Wasser in den Leitungen, eine Mischung erfolgt erst ab dem dortigen Brunnenhaus“, erklärte Martin Lang. Bürgermeister Jürgen Hennemann ergänzte, dass sich die Wassergebühren für die genannten Ortschaften nicht verändern würden. „Diese bleiben im gesamten Stadtgebiet einheitlich“, so Hennemann. Wenn alles optimal laufe, rechnet Martin Lang im Herbst 2023 mit dem Baubeginn. Zunächst müssten Fördermöglichkeiten ausgelotet und Ausschreibungen vorgenommen werden.

Bürgermeister Jürgen Hennemann hatte Lob im Gepäck. So für die Arbeit, welche die Reutersbrunner in Verbindung mit dem Bauhof der Stadt in den Spielplatz und Feuerwehrhaus investiert haben. „Der Spielplatz wurde enorm aufgewertet und das Feuerwehrhaus sei mit sehr viel Eigenleistung umgebaut worden. Sein Dank ging namentlich an Ortssprecher Andreas Leibold und den Mitgliedern der Feuerwehr. Die Investition für das Feuerwehrhaus, ursprünglich waren 40.000 Euro vorgesehen, belaufen sich auf 56.000 Euro. „Damit hat die Feuerwehr Reutersbrunn etwas Vernünftiges bekommen“, so der Bürgermeister.

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