Langjähriger Kamerad
Bubenreuther Feuerwehr sagt spektakulär Adieu
Blickfang der letzten Übung, die für Erwin Schmidt organisiert wurde, war die alte Drehleiter aus dem Baujahr 1962.
Blickfang der letzten Übung, die für Erwin Schmidt organisiert wurde, war die alte Drehleiter aus dem Baujahr 1962.
Feuerwehr Bubenreuth
Martin Regner von Martin Regner Fränkischer Tag
Bubenreuth – Jede Menge Feuerwehrfahrzeuge am Ufer des Main-Donau-Kanals, die aus allen Rohren hohe Wasserfontänen speien: Dieses spektakuläre Bild bot sich anlässlich eines Abschieds nach 44 Jahren im Dienst.

Die mehr als beeindruckende Aktion hat sich die Feuerwehr Bubenreuth einfallen lassen, um den verdienten Feuerwehrmann Erwin Schmidt zu verabschieden. Der Bubenreuther blickt auf stolze 44 Jahre im aktiven Dienst zurück. Am Freitag holten seine Kameraden Schmidt zu seiner letzten Übung als aktiver Feuerwehrmann von zu Hause ab. 

Mit dem Oldtimer abgeholt

Und zwar nicht mit irgendeinem Feuerwehrauto, sondern mit der historischen Drehleiter DL 25 aus dem Baujahr 1962. Den über 60 Jahre alten Rundhauber der Marke Magirus-Deutz kennt Erwin Schmidt gut: Die Drehleiter war in Bubenreuth im Einsatz von 1985 bis 2002. Mit dem Oldtimer ging es zunächst zum Feuerwehrhaus, wo die übrige Mannschaft ein großes Spalier bildete.

Nach 44 Jahren im Dienst der Feuerwehr Bubenreuth ist Schluss: Erwin Schmidt war von 1979 bis 2023 aktiver Feuerwehrmann
Nach 44 Jahren im Dienst der Feuerwehr Bubenreuth ist Schluss: Erwin Schmidt war von 1979 bis 2023 aktiver Feuerwehrmann
Feuerwehr Bubenreuth

Danach rückte die Feuerwehr Bubenreuth zur geplanten Übung an den Kanal aus. Das weithin sichtbare und in mehreren Internetvideos dokumentierte Ergebnis: die beeindruckenden Wasserfontänen über den Main-Donau-Kanal.

Seit Mai 1979 dabei

Erwin Schmidt war im Mai des Jahres 1979 der Feuerwehr Bubenreuth beigetreten, wie die Feuerwehr mitteilt. Der Grund: Ein Brand des elterlichen Bauernhofes, bei dem die Feuerwehr im Einsatz war. 1982 absolvierte Schmidt dann den Atemschutzlehrgang und wurde kurz darauf als Leiter des Atemschutzes der Bubenreuther Wehr eingesetzt. Dieses Amt hatte er bis Ende 1994 inne. 

„Kein anderer kennt unser Feuerwehrhaus so gut wie Erwin“, sagte Kommandant Heinrich Herzog in seiner Laudatio. Denn schließlich habe er schon durch seinen Beruf als Elektriker für alle elektrischen Arbeiten quasi „eine Monopolstellung bei seiner Feuerwehr.“ Der Freitagabend klang bei einer gemeinsamen Brotzeit aus.

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