Gemeinde bezahlt’s
Warum die Weitramsdorfer Wehr so viel braucht
Als Sonderausstattung zur Waldbrandbekämpfung wünscht sich die Weitramsdorfer Wehr als sinnvolle Ergänzung zum HLF 10 ein Tanklöschfahrzeug mit einem 3000-Liter-Wassertank.
Als Sonderausstattung zur Waldbrandbekämpfung wünscht sich die Weitramsdorfer Wehr als sinnvolle Ergänzung zum HLF 10 ein Tanklöschfahrzeug mit einem 3000-Liter-Wassertank.
Jan Woitas/zb/dpa
F-Signet von Bettina Knauth Fränkischer Tag
Weitramsdorf – Weitramsdorf steckt viel Geld seines Haushalts in den nächsten zehn Jahren in die Feuerwehr. Die hat die Argumente auf ihrer Seite.

Sicherheit kostet Geld. Also muss die Gemeinde Weitramsdorf wohl recht tief in die Tasche greifen – für ihre Feuerwehr. Erster Kommandant Thomas Schelhorn hat bei der Gemeinde ein sogenanntes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 10 als Ersatz für das in die Jahre gekommene Tanklöschfahrzeug beantragt. „Es ist nun mal so: 30 Jahre sind rum, ein neues Fahrzeug muss beschafft werden, damit wir der Pflichtaufgabe Brandschutz nachkommen können“, kommentierte Bürgermeister Christian Brettschneider (CSU) den Antrag in der Gemeinderatssitzung am Montagabend.

Auf 520.000 bis 580.000 Euro beliefen sich mittlerweile die Kosten für ein solches Fahrzeug, informierte Geschäftsleiter Heiko Geuß. Er hatte sich bei einem Ingenieurbüro erkundigt, das sich mit solchen Investitionen auskennt. Da die Gemeinde in einem Raum mit besonderem Handlungsbedarf liege, könne Weitramsdorf mit einem staatlichen Zuschuss von 100.300 Euro (statt der sonst üblichen 95.500 Euro) rechnen, fügte Geuß hinzu.

400.000 Euro sind bisher im Investitionsprogramm für 2023 vorgesehen

400.000 Euro sind bisher im Investitionsprogramm für 2023 vorgesehen. Nun müssten die Mittel entsprechend aufgestockt werden. Allerdings könne wegen der langen Lieferzeiten mit einer Auslieferung des neuen Fahrzeugs frühestens im Jahr 2024 gerechnet werden. Nicht nur die Verwaltung, auch Kreisbrandrat Stefan Püls hatte die Ersatzbeschaffung zur Aufrechterhaltung des Brandschutzes als zwingend notwendig erachtet.

Dringend braucht die Feuerwehr Weitramsdorf ein solches Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10. Die Kosten für solche Fahrzeuge sind gestiegen und die Lieferzeiten sind lang, aber der Gemeinderat stimmte geschlossen für den Kauf.
Dringend braucht die Feuerwehr Weitramsdorf ein solches Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 10. Die Kosten für solche Fahrzeuge sind gestiegen und die Lieferzeiten sind lang, aber der Gemeinderat stimmte geschlossen für den Kauf.
Ulrike Langer

Püls nannte in seiner schriftlichen Bitte um Bezuschussung das Konzept der Gemeinde „schlüssig und nachvollziehbar“. Der Gemeinderat sah es genauso, stimmte geschlossen zu und beauftragte die Verwaltung, den entsprechenden Zuwendungsantrag zu stellen.

Investition gegen Waldbrände

Auch auf die nächste Investition wies Schelhorn schon hin: Wenn in zehn Jahren die Ersatzbeschaffung für das Löschfahrzeug 10/6 ansteht, plane die Weitramsdorfer Wehr bereits eine „sinnvolle Ergänzung zum HLF 10“, schrieb Schelhorn: Zur Verbesserung der Brandbekämpfung solle dann mindestens ein Tanklöschfahrzeug mit einem 3000 Liter fassenden Wassertank als Sonderausstattung angeschafft werden. Das soll bei möglichen Waldbränden zum Einsatz kommen.


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 Das Schlusswort kommt von Bürgermeister Christian Brettschneider

„Aller Anfang war auch für mich schwer“, schloss Brettschneider die letzte Sitzung des Jahres. Umso dankbarer zeigte er sich für die konstruktive Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen im Gremium. Gemeinsam seien „sinnvolle, wenn auch manchmal schmerzhafte Entscheidungen“ getroffen worden, sagte der Verwaltungschef.

Auch wenn nicht immer alle eine Meinung teilten, so erachte er es für wichtig, dass am Ende alle „auf einen Nenner“ kämen, sagte Brettschneider. Stellvertretend dankte Ulrich Kräußlich (FW-BV) dem Bürgermeister für die „konstruktive Zusammenarbeit“.

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