Basketball
Braunschweig beendet Siegesserie von Brose
Der Braunschweiger Robin Amaize (l.) foult den zum Korb schneidenden Jaromir Bohacik.
Der Braunschweiger Robin Amaize (l.) foult den zum Korb schneidenden Jaromir Bohacik.
Daniel Löb
Peter Seidel von Peter Seidel Fränkischer Tag
Bamberg – Nach vier Erfolgen in der Bundesliga am Stück unterliegt Brose Bamberg den Braunschweigern mit 83:92. Dem Tabellenletzten gelingt damit eine schnelle Revanche.

Die Siegesserie von Brose Bamberg ist gerissen. Nach vier Erfolgen in der Bundesliga am Stück verlor die Mannschaft von Trainer Oren Amiel am Mittwochabend vor 2766 Zuschauern in der Brose-Arena gegen die Basketball-Löwen Braunschweig mit 83:92 (45:42). Den Gästen ist damit die Revanche geglückt, denn vier Tage zuvor hatten sie das Hinspiel knapp mit 83:85 verloren. Durch die Niederlage verpassten es die Oberfranken, erstmals in dieser Saison ihr Punktekonto auszugleichen.

Nach einem guten ersten Viertel bauten die Gastgeber immer mehr ab und verloren die restlichen drei Abschnitte gegen aggressiv verteidigende Löwen allesamt. Zudem gewannen die Gäste abermals das Reboundduell. „Wir haben nicht mit der Energie gespielt, wie wir sollten. Braunschweig hat uns zu schweren Würfen gezwungen, die wir nicht getroffen haben“, resümierte Brose-Kapitän Christian Sengfelder.

Bundesliga

Brose Bamberg – Basketball-Löwen Braunschweig 83:92

(27:20, 18:22, 23:27, 15:23)

Patrick Miller, Bambergs mit Abstand bester Spieler in den vergangenen Wochen, übernahm von Beginn an das Kommando. Sieben der ersten 17 Punkte gingen auf das Konto des Aufbauspielers. Als er dann erstmals auf der Bank Platz nah, geriet das bis dahin flüssige Angriffsspiel der Hausherren kurzzeitig ins Stocken. Die Braunschweiger verkürzten den 10:17-Rückstand binnen kurzer Zeit auf einen Zähler. Obwohl die Gäste wie im Hinspiel beim Offensivrebound hellwach waren und sich schon im ersten Viertel sechs Abpraller unter dem Bamberger Korb schnappten, konnten sie von dieser Überlegenheit nicht profitieren. Das lag daran, dass bei den Gästen von außen zunächst überhaupt nichts fiel. Alle acht Dreier gingen daneben. Die Bamberger warteten dagegen in den ersten zehn Minuten mit einer starken Trefferquote von 71 Prozent auf und zogen wieder auf sieben Punkte Differenz davon.

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Im zweiten Abschnitt bauten sie ihren Vorsprung kurzzeitig auf zehn Zähler aus (32:22), aber abermals kämpften sich die Niedersachsen zurück. Braydon Hobbs brach mit zwei Dreiern den Bann. Auch der Ex-Bamberger Nicolas Tischler, der mit neun Punkten zur Pause ein Offensivfaktor bei den Gästen war, traf einmal aus der Distanz.

Gegen die physische Verteidigung ihres Gegners taten sich die Hausherren nun immer schwerer. Nach einigen hektischen Abschlüssen der Bamberger übernahmen die Löwen erstmals die Führung, konnten diese aber nicht behaupten. Kevin Wohlrath und Solomon Young sorgten von der Freiwurflinie bis zur Pause für das 45:42.

Löwen-Neuzugang Dustin Sleva (mit Ball)  drehte im letzten Viertel auf, in dem er acht seiner 14 Punkte erzielte; links Brose-Center Solomon Young
Löwen-Neuzugang Dustin Sleva (mit Ball) drehte im letzten Viertel auf, in dem er acht seiner 14 Punkte erzielte; links Brose-Center Solomon Young
Daniel Löb

Dreier zu Beginn des dritten Viertels von David Krämer und Hobbs konterten Miller und Jaromir Bohacik. Damit deutete sich ein offener Schlagabtausch an. Zunächst hatten die Bamberger stets knapp die Nase vorne. Aufgrund einiger Flüchtigkeitsfehler schafften sie es aber nicht, sich ein wenig abzusetzen. Braunschweig blieb stets dran. Fünf Punkte in Folge von Center Luc van Slooten und Hobbs vierter Dreier bescherten den Gästen einen knappen 69:68-Vorsprung vor Beginn des Schlussabschnitts.

Jetzt waren es die Braunschweiger, die stets eine Führung behaupteten. Das Spiel der Bamberger war zu fehleranfällig, vier Ballverluste in den letzten zehn Minuten brachen ihnen zusammen mit einer schwachen Trefferquote aus der Distanz das Genick. Die Gäste spielten cleverer, hatten neben dem Guard-Duo Hobbs und Krämer in Neuzugang Dustin Sleva jetzt einen dritten zuverlässigen Scorer. Gegen in der Schlussphase kopflose und enttäuschende Bamberger brachte der Tabellenletzte der Bundesliga den Sieg locker nach Hause.

Spieler des Spiels

Patrick Miller war mit 17 Punkten, sechs Assists, zwei Ballgewinnen und zwei Rebounds der effektivste Bamberger (Wert 19). Der Aufbauspieler traf sechs seiner zehn Würfe aus dem Feld (davon einen Dreier) sowie vier von fünf Freiwürfen. Seine Trefferquote betrug 60 Prozent. Allerdings verlor er auch dreimal den Ball.

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